Gehörst du auch zu den Personen, die manchmal schüchterner sind als ihnen guttut? Du möchtest eine Sache wirklich, wirklich… aber dann ist die Angst doch wieder stärker.

Damit bist du nicht allein!

Aber Mut und Selbstvertrauen kann man trainieren wie einen Muskel, wie du gleich sehen wirst. Veränderung ist eine Frage der persönlichen Entscheidung. Und Veränderung passiert immer dann, wenn du entscheidest, dass deine aktuelle Situation nicht mehr tragbar ist. Und dabei habe ich festgestellt: Schon winzige Veränderungen im Alltag können einen großen Einfluss auf dein Selbstvertrauen haben. 

Schüchtern – und damit erfolgreich

Ganz ehrlich? Ich bin die letzte, die dir sagt, dass du nicht okay so bist, wie du bist. Schüchtern zu sein ist nichts grundsätzlich Schlechtes. Diese Schüchternheit ist möglicherweise aber manchmal etwas übermächtig und das willst du verständlicherweise ändern. Wer will schon auf der Stelle treten, wenn er noch Ziele im Leben hat? – Eben.

Das heißt aber nicht, dass du eine 180-Grad-Wende hinlegen musst. Du kannst genauso bleiben, wie du bist. Nur mit einem coolen neuen Upgrade: Selbstvertrauen. Und das lässt sich idealerweise sogar trainieren.

Wir müssen nichts „wegretuschieren“ wie in Photoshop. Wir brauchen nur ein Upgrade.

Erst als ich verstanden habe, dass ich nicht gegen mich selbst kämpfen muss, begann ein Wandel. Ich dachte früher immer, ich müsste mich noch mehr überwinden. Noch öfter ins kalte Wasser springen und noch öfter alles geben. Alles mit dem Ziel, gegen diese vermeintlich „schwache Natur“ vorzugehen. Attacke, immer auf die Zwölf!

Schüchtern. Und jetzt? – Schüchtern zu sein ist total okay. Aber manchmal wünschst du dir vielleicht, dass die Angst nicht ständig größer ist als deine persönlichen Ziele. So lernst du, wie du Schritt für Schritt dein Selbstvertrauen trainieren kannst. #Mut #Schüchternheit #Angst #überwinden #Selbstvertrauen #aufbauen #stärken

Welches Selbstbild hast du von dir?

Nach 30 Lebensjahren, in denen eine Menge Selbsthass und destruktives Verhalten dabei war, kann ich dir nun voller Überzeugung verkünden: Ich finde mich inzwischen ziemlich okay. Das momentan vielbemühte Wort „Selbstliebe“ würde mir zwar nicht über die Lippen kommen, aber ich bin mit mir im Reinen. Und du kannst es auch sein:

Das einzige, was ich verändern musste, war meine Einstellung zu mir selbst.

Seine eigenen Ängste anzunehmen, ist nämlich der erste Schritt, sie langsam aber sicher, abzubauen. Ich sehe meine Angst nicht mehr als Fremdkörper an. Sie gehört zu mir und in dem Moment, in dem ich sie als gegeben hinnehme, wird sie meistens schon etwas zahmer. (Darüber kannst du in diesem Artikel noch mehr lesen: „Mut ist nicht das Gegenteil von Angst“). Wer sich selbst ablehnt, trägt Schäden an der eigenen Psyche davon – und kann auf Dauer keine gesunden Beziehungen zu anderen aufbauen.

Wenn du also umdenken lernst und deine Ängst erst einmal hinnimmst, dann wirst du mit der Zeit an den anderen lästigen Baustellen vorwärts kommen, auf die du dich so fixierst: sich im Beruf öfter durchsetzen, die eigene Meinung sagen, anderen fest in die Augen sehen, nicht ständig auf sich herumtrampeln lassen, Freunde finden… und so weiter. Wenn du dich selbst annimmst, wirst zu mit der Zeit erkennen, was dein ganz eigener Stil ist und damit ganz intuitiv und authentisch Fortschritte machen.

5 Booster für dein Selbstvertrauen

Verstecken gilt nicht!

Selbstbewusst statt unsichtbar

  • Was denken die Leute von mir?
  • Wie sehe ich gerade aus?
  • Mache ich mich gerade total lächerlich?
  • Was, wenn ich etwas Falsches sage?

Welche Strategien mir dabei geholfen haben, ein neues Mindset zu entwickeln, zeige ich dir in meinem neuen Buch!

 Ich habe dir 5 wichtige Punkte zusammengefasst, die mir wirklich geholfen haben, meinen Mut-Muskel zu trainieren. Diese Tipps können auch dir helfen. Ganz langsam und so, dass es dich nicht überfordern wird: 

#1 Lerne zu lächeln.

Dieser Tipp ist alles andere als banal und vielleicht einer der wichtigsten überhaupt. Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Und das einfachste, was man anderen zu jeder Zeit geben kann. Interessanterweise hat sogar selbst ein gefaktes Lächeln einen positiven Effekt auf uns.

Also: Gerade wenn man sehr zurückhaltend ist, ist ein Lächeln der einfachste Weg, das Eis zu brechen. Es verändert die eigene Laune und entspannt sofort. Ich schaue zum Beispiel oft steif und sehr konzentriert drein, wenn ich mich unter vielen Menschen unwohl fühle. Das verunsichert andere und öffnet nicht gerade Türen. Sie glauben, dass ich etwas gegen sie habe und gehen in eine Abwehrhaltung oder ziehen sich von mir zurück. Obwohl ich in Wirklichkeit nur ängstlich bin und niemandem etwas Böses will. Das ist ein echter Teufelskreis. Denn natürlich bemerke ich dann die Reaktion anderer und verspannte mich in der Folge noch stärker.

Seit ich die Leute bewusst anlächele, stehen mir wesentlich mehr Türen offen. Ich komme deutlich schneller ins Gespräch, werde häufig angesprochen ohne selbst die Initiative ergreifen zu müssen und fühle mich auch deutlich besser.

#2 Fang ganz klein an und mach‘ dir keinen Druck.

Wenn du dich beim Schreiben besser fühlst als beim Reden, dann schreibe. Kein Problem!

Ein Beispiel: Wenn du einen Artikel liest, der dir richtig gut gefallen hat oder du einen tollen Vortrag gehört hast, dann sag das. Und zwar mit einer kurzen E-Mail. Du wirst mit jeder Mail ein Stück offener und die betreffende Person freut sich, dass sie Menschen mit ihrer Botschaft erreichen konnte. Deine Stimme ist wertvoll – egal wann, egal wo! E-Mails sind für Schüchterne ein angenehmer und intuitiver Weg, mit anderen in Kontakt zu treten. Und irgendwann fühlt mich sich dann auch automatisch beim Reden mit anderen freier.

Ich bekomme immer wieder nette Reaktionen von Leuten, die ich anschreibe. Manche reagieren sogar so offen, dass sie mit mir skypen wollen (ja genau, das ist das mit der Webcam…das ist dann die nächste Challenge für einen Mutausbruch!), um mich und meine Arbeit kennenzulernen. Falls du jetzt Angst bekommst, keine Sorge. Du musst erstmal mit niemandem Video-Gespräche führen. Aber sei erst einmal offen für die Reaktionen anderer. Gib ohne Hintergedanken und Erwartungen ehrliches, konstruktives Feedback.

#3 Mach‘ ein Spiel daraus und integriere es in den Alltag.

Wenn du es schaffst, wildfremden Menschen eine nette Mail zu schicken, fällt es dir auch mit der Zeit leichter, Menschen im Alltag anzusprechen. Und sei es nur, weil du im Supermarkt nicht an die Kokosmilch rankommst, weil die immer ganz oben steht. Ich hatte am Anfang auch Spaß daran, es wie ein Spiel zu machen: Jeden Tag drei Personen ein ehrliches Kompliment machen. Oder: Heute mal jeden Nachbarn grüßen, noch bevor er es tut.

Manchmal, wenn ich auf Veranstaltungen gehen muss, übe ich zuhause vorm Spiegel, mich und meine Arbeit in einem Satz vorzustellen. Ich weiß aus Erfahrung, dass ich bei steigender Nervosität sonst nichts mehr wüsste. Aber auch aus Events mache ich manchmal ein Spiel: „Heute Abend werde ich mich einer neuen Person vorstellen.“ Das hat für mich ganz gut funktioniert.

#4 Fang an, regelmäßig Sport zu machen.

Ich habe schon von einigen den Einwand gehört: „Sorry, aber das ist mir zu einfach. Sport wird ganz sicher nicht meine Gefühlsabgründe lindern und mir mehr Selbstsicherheit geben.“ Sie wünschen sich die Anweisung „nimm Medikament X und es wird dir sofort besser gehen“. Sorry Leute, aber genau dieses „Medikament“ ist Sport. Lest mal ein paar Studien! Wir sind es gewohnt, mit allerlei abgefahrenem Kram von der Werbung in die Irre geleitet zu werden, aber manchmal ist die Wahrheit eben einfacher, als man glaubt. Wie mächtig die Auswirkung von Bewegung auf unsere Psyche ist, beweisen übrigens immer wieder neue Studien mit Patienten, die an einer Angststörung leiden.

Sport sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen und baut Stresshormone gleichzeitig ab. Und ich habe es selbst an mir (ich = ehemalige Couch Potato!) festgestellt: Körperliche Stärke gibt dir auch mentale Stärke! Jeder noch so kleine Erfolg gibt mir mehr Selbstsicherheit und stärkt mich. Natürlich kann Sport nicht alle Probleme in Luft auflösen – aber sie verbessern allemal.

#5 Such dir Freunde, die dich unterstützen.

Wenn du nur mit Leuten herumhängst, die genauso schüchtern und verschreckt sind wie du, dann wird sich nichts ändern. Ihr werdet euch nur gegenseitig dazu ermutigen, vor unangenehmen Situationen zu fliehen.

Mach dir nichts vor, dein Umgang prägt dich und wenn dein Ziel ist mutig zu sein, dann such dir Leute, die bereits mutig sind! Lerne von ihnen. Meine beste Freundin in meiner Teenie-Zeit war ein extrovertierter Mensch mit dem großen Drang überall hinzumüssen, wo viele Menschen sind. Das führte oft zu Spannungen, weil ich das natürlich gehasst habe. Trotzdem war es das beste, was mir passieren konnte. Durch sie habe ich neue Leute kennengelernt und war gezwungen, mich mit ihnen zu unterhalten. Meistens stellte ich dann fest: Die sind ja voll nett! Und die interessieren sich sogar für meine Meinung. So fällt langsam auch die Angst von einem ab, von anderen zurückgewiesen zu werden. Reden hilft, sag ich nur!

Mehr Mut für Schüchterne: Schritt für Schritt. #Mut #Schüchternheit #Angst #überwinden #Selbstvertrauen #aufbauen #stärken

Aufgabe:

Egal, wo du gerade stehst: suche dir einen Punkt aus dieser Liste heraus, den du bewältigen kannst. Wirklich nur einen. Du hast den Kopf schon voll genug, da ist eine lange Liste zu viel auf einmal. Arbeite an dem jeweiligen Punkt mindestens zwei Wochen lang! 

Auf welchem Gebiet fehlt dir manchmal das Selbstvertrauen?


Artikel überarbeitet am 17.7.2018

Schüchtern. Und jetzt? – Schüchtern zu sein ist total okay. Aber manchmal wünschst du dir vielleicht, dass die Angst nicht ständig größer ist als deine persönlichen Ziele. So lernst du, wie du Schritt für Schritt dein Selbstvertrauen trainieren kannst. #Mut #Schüchternheit #Angst #überwinden #Selbstvertrauen #aufbauen #stärken

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