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Uns erreichte vor kurzem folgende Leserfrage: „Melina, ich wollte ja schon immer mal wissen, wie du dich mental auf eine Präsentation vorbereitest. Generell: große Auftritte.“

– Okay! In dieser Folge Still & Stark zeigen wir, wie wir mit Anspannung umgehen und was wir tun, um sie zu reduzieren. Timon gibt auch ein paar seiner Geheimtipps weiter: Wie du Präsentationen besser machst als die meisten und wirklich eine Verbindung zu den Zuhörern aufbaust!

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Wie du Anspannung vor einer Präsentation reduzierst: 7 Tipps

Vorweg: Nervosität und Anspannung begleiten mich häufig, wenn ich vor anderen Menschen rede. Und dann passiert das: Ich zittere, friere – bei gleichzeitigen Schweißausbrüchen – atme flach und bekomme hektische Flecken, die mir den Hals hochkriechen. Ich gähne auch andauernd und muss dringend mal pieseln… In einem Satz: Mein Körper spielt verrückt.

Ganz so intensiv erlebe ich diese Nervosität mittlerweile zum Glück nicht mehr in jeder Situation. Aber auch vor jeder Podcastfolge kommt bei mir ein wenig Anspannung hoch, die mir zeigt: „Okay, Showtime.“

Auch Timon kennt solche Momente vor größeren Auftritten. Ihm geht dann vor allem durch den Kopf, ob er bei der Vorbereitung alles im Blick hatte.

Tipp 1: Sei interessiert, nicht interessant

Frag dich doch mal vor einer Präsentation: „Um wen geht es hier eigentlich gerade? Geht es um mich als Person? Oder wem möchte ich hier eigentlich gerade helfen?“

Denn: Wie du dich fühlst, hängt damit zusammen, wie du die Situation interpretierst!

Was wir am schlimmsten an Powerpoint-Präsentationen finden, ist der Gedanke, sich selbst darstellen zu müssen: Du klappst dein Notebook auf, zeigst die erste Folie und es geht erstmal nur darum, was du oder deine Firma schon alles Tolles erreicht haben. Die klassische Vorstellung, macht man eben so…

Der absolute Killer! Warum? Weil du dabei genau das tust, was dir am meisten Angst macht, nämlich dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Und was dabei auch noch verloren geht: Der Fokus auf die Zuhörer.

Das große Problem an Powerpoint Folien: Sie versuchen Fragen zu beantworten, noch bevor sie überhaupt gestellt wurden. Eine mögliche Lösung: Vorher ein Interview durchführen oder einen Fragebogen beantworten lassen, auf dessen Basis man erste Einblicke geben kann.

Timon macht mittlerweile übrigens gar keine Präsentationen mehr bei Firmen. Er betritt den Raum und vermittelt allen Beteiligten, dass er da ist, um den Bedürfnissen der anderen zuzuhören und Fragen zu stellen. Das ist nicht nur für ihn angenehmer, sondern vor allem für alle anderen. Sie werden nämlich wirklich geschätzt und angehört. 

Stell dir das mal vor: Die ganze Energie geht ja sonst schon für die Anspannung weg, die so eine Präsentation mit sich bringt und man kann seinen vollen Fokus gar mehr nicht auf sein Gegenüber lenken. Total schade!

Du kannst die Standard Firmenpräsentation trotzdem als Back-up dabei haben. Aber versuch doch zunächst, erstmal zuzuhören und gute Fragen zu stellen. Dabei wirst du langsam warm und bekommst ein besseres Gefühl für die Bedürfnisse der Zuhörer.

Tipp 2: Bereite dich mit Mindmaps vor

Das heißt nicht, dass du einfach nichts tun sollst. Aber mach es nicht auf die Standard-Art. Powerpoint Folien sind meist viel zu überladen mit Text. Besser ist es, nur ein einziges Stichwort oder einen Merksatz zu nennen und sich auf den Austausch mit anderen zu konzentrieren, denn der kommt meist viel zu kurz.

Gute Vorbereitung ist wichtig, denn du möchtest ja nichts vergessen. Ein super Tool dafür sind Mindmaps. Timon nutzt sie schon seit mehr als 15 Jahren und auch ich habe sie lieben und schätzen gelernt, als ich 2016 das Manuskript zu meinem ersten Buch strukturiert habe.

Alles, was du zu sagen hast, kannst du einfach erstmal lose aus dem Kopf bekommen und festhalten. Es gibt tolle Mindmap-Programme, mit deren Hilfe man seine Gedanken visuell in Form bringen kann.

Das Geniale daran ist: Sie ähneln unserer eigenen Gehirnstruktur, in der die Gedanken vorliegen. Deshalb ist es viel leichter, sich Stoff mit Mindmaps einzuprägen, als mit einem ausgeschriebenen Manuskript. (Hier erfährst du mehr die Vorteile von Mindmaps.)

Behalte auch immer im Sinn: Viel wichtiger als eine Menge an Information ist ein natürlicher Redefluss! Also kümmere dich nicht zu sehr darum, alles kleinteilig festzuhalten, sondern konzentriere dich auf die Hauptpunkte und präge dir diese ein.

Tipp 3: Kenne das Warum

Frag dich doch mal: Warum halten wir dieses Meeting überhaupt ab? – Drei mögliche Gründe: 

  1. Weil wir eine Entscheidung treffen wollen.
  2. Wir wollen informieren.
  3. Oder wir müssen uns darüber klarwerden, was wir wollen.

Hast du evtl. Angst vor einem Meeting, weil du gar nicht weißt, was auf dich zukommt? Weißt du noch gar nicht genug? Wenn das der Fall ist, ist es wichtig erstmal die fehlenden Informationen von anderen einzuholen. 

In einem solchen Fall ist es absolut richtig zu sagen: „Okay, wenn das so ist, dann bereite ich jetzt noch nichts vor. Wir sollten erst mehr Klarheit über unsere Ziele gewinnen.“

Dafür brauchst du Mut. Aber mach dir klar: Es geht darum, welchen Beitrag du für andere leistest. Und wenn du  nicht weißt, was sie benötigen, kannst du ihnen auch nicht das Richtige geben.

Tipp 4: Akzeptiere deine Angst

In der richtigen Dosis ist Nervosität total okay! 

Es gibt keinen Grund, Nervosität immer nur lästig und negativ zu sehen. Nie wieder was zu merken, wenn Showtime ist, macht nämlich gar keinen Sinn: Ein kleiner Adrenalin-Kick ist in der richtigen Dosis wichtig für unsere Leistung.

Komplett angstfrei zu sein, ist also nicht das Ziel. Gar keine Nervosität mehr spüren zu wollen ist ein bisschen so wie Sport zu machen, aber auf keinen Fall ins Schwitzen kommen zu wollen.

Wenn du versuchst, deine Angstgefühle zu bekämpfen und sie zu ignorieren, verstärken sie sich nur! Nimm sie mit und mach es trotzdem, statt ihnen auszuweichen.

Tipp 5: Übe freies Sprechen! Und zwar richtig

Üben, üben, üben. War dir natürlich vollkommen klar, dass das wichtig ist, nicht wahr? Interessant ist aber, dass sich viele gar nicht richtig vorbereiten. Sie versuchen nicht frei zu sprechen, sondern gehen häufig nur in Gedanken ihre Notizen durch.

Leg als Trockenübung deine Mindmap oder deine Notizen vor dich hin und übe laut! Schau einfach erstmal, wie weit du kommst. Beim lauten Üben wirst du viel besser feststellen, an welchen Stellen es noch klemmt. Oder wo Gedanken nicht zueinander passen. Du kannst sie dann einfach verschieben und weitermachen. Und mit der Zeit merkst du dann: „Oh cool, ich kann 10, 15, 20 Minuten frei sprechen.“ – Und du stellst fest, wie sich ein Fluss aufbaut.

Tipp 6: Gönn dir Ruhe in den Stunden vor deiner Präsentation

Tu es dir nicht an, dich am Morgen verrückt zu machen! Schließe am Abend vor der Präsentation deine Vorbereitungen ab und lass los. 

Ganz ehrlich: Was du am Vorabend nicht drauf hast, das kannst du auch am Morgen vor dem Meeting nicht mehr rausholen. Du nimmst dir selbst dadurch wertvolle Energie, die du eigentlich gebraucht hättest, um dich zu sammeln und deinem Publikum dein Bestes zu geben.

Vertraue darauf, dass du das Wichtigste beachtet hast und schließ damit am Abend vorher ab. Erlaube deinem Körper herunterzufahren und sich zu beruhigen.

Tipp 7: Last Minute SOS-Tipps

Atemübungen: Was mir direkt vor einem Meeting hilft, sind Atemübungen. Sie minimieren die Stressantwort des Körpers. Denn atmen wir wieder langsamer und tiefer, wird das parasympathische Nervensystem wieder aktiver. Ich mag die 4711 Übung, weil ich mir die am besten merken kann (4711 = Kölnisch Wasser):

  1. Entspannt hinsetzen oder hinstellen. Optional: Augen schließen.
  2. 4 Sekunden tief einatmen.
  3. 7 Sekunden ausatmen.
  4. Das Ganze 11 Mal wiederholen.

Lavendelöl zum Beruhigen: Ich bin ein richtiger Nasenmensch und liebe ätherische Öle. Lavendelöl* ist ein natürlicher Helfer gegen innere Unruhe und Stress und sogar ein zugelassenes Arzneimittel. Es gibt Studien, die zeigen, dass Lavendelöl bei innerer Unruhe und Einschlafstörungen helfen kann.

Begrüße die Menschen, für die du da sein willst: Lenke dich ab, indem du deine Aufmerksamkeit von Innen nach Außen richtest. Das geht zum Beispiel so: Begrüße Leute, lächle sie an und baue eine Verbindung zu ihnen auf. Das hilft dir, das Gedankenkarussell zu verlassen statt bei deinen eigenen Ängsten zu verharren.

Bist du nervös bei Vorträgen und Präsentationen? Lass es uns in den Kommentaren wissen und teile auch gern deine Tipps!


Shownotes + Buchtipp:

Worüber wir gesprochen haben und weiterführende Links:

Buchtipp: Nur Mut! Das kleine Überlebensbuch: Soforthilfe bei Herzklopfen, Angst, Panik & Co* – von der Neurologin Dr. med. Claudia Croos-Müller

Mindmaps – die Wunderwaffe für Klarheit im Kopf – Wie du deine Gedanken besser strukturierst und verständlicher präsentieren kannst

Kurs für mehr Selbstvertrauen im Umgang mit anderen:Intuitiv Netzwerken – der Kompaktkurs für Schüchterne und Introvertierte“. Was wäre, wenn Netzwerken sich richtig gut anfühlen würde? Ohne Scham und Erwartungsdruck? Lerne mit anderen ins Gespräch zu kommen: Entspannt und natürlich. Als du selbst!

Noch mehr Mut und Motivation: Der kostenlose Mut-Letter von Vanilla Mind – Der Newsletter für uns leise Menschen. Weil es in unserer lauten und schnellen Welt nicht leicht ist, als ruhiger Mensch zu bestehen.

Intuitiv Netzwerken

Was wäre, wenn Netzwerken sich nicht fake und oberflächlich, sondern richtig gut anfühlen würde? 

Geht! – Sogar wenn du Small Talk schrecklich findest. Das lernst du in unserem Online-Kurs. 

Folge 350 Menschen,⁣ die…
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