Selbstmanagement

Das 5 Minute Journal – Es ist Liebe.

Ich bin schon seit Wochen unruhig wie ein Kleinkind, weil ich mich so auf diesen Post freue! Es geht um meine liebste Neuentdeckung, das 5 Minute Journal. Meine Schwester benutzt das 5MJ – so kürzen es die Amis ab – schon seit einigen Monaten in der Buchform und ich nun als App.

Was ist es? Was kann es?

Das 5 Minute Journal ist nicht zu verwechseln mit den aktuell so angesagten Lifecoach Planern. Dieses Journal ist nämlich eines nicht: ein Planer.

Es ist eine Art Dankbarkeitstagebuch und regt Tag für Tag dazu an, einmal morgens und abends in sich zu gehen und ein paar Minuten der Achtsamkeit zu verbringen. Und genau das macht es für mich so attraktiv: Ich will nicht noch ein Produktivitätstool, ich habe bereits alles. Was ich aber nicht hatte: Einen täglichen Reminder für all die schönen kleinen Dinge. Den Fokus bewusst auf etwas Positives lenken.

Wie geht das?

Was ich besonders liebe, ist die verblüffende Einfachheit des Konzepts. Ich will schnell ans Ziel kommen und nicht von einer Flut an Optionen überrollt werden. Und hey – erst recht nicht morgens! Ich bin überzeugt davon, dass nur einfache Konzepte mit wenig Tralala einen wahren Unterschied im Denken machen. Unser Gehirn ist bereits informations-technisch ausgelastet. Sogar manch wichtige Aufgabe rauscht einfach nur noch durch, weil wir überlastet sind. Also denke ich: Je schlichter ein Konzept, desto bestechender. Hier kann ich einfach folgen, muss nicht 20 To-Do-Listen ausfüllen oder meine Wünsche und Träume auf irgendeine Zeitachse malen. Das ist mir einfach zu viel.

Ich will mit meinem Alltag happy sein.

Happy als Dauerzustand und nicht nur dann, wenn alles nach Plan läuft!
Auch wenn es regnet. Auch wenn nicht alle nett zu mir sind.

Leben…tja, dafür wünscht man sich manchmal eine Anleitung. Aber alles wird leichter, wenn man den Fokus bewusst auf die schönen Dinge lenkt:

Jeden Morgen fülle ich dieselben 3 Aufgabenfelder aus:

1. Ich bin dankbar für: 1… 2… 3… 
2. Was macht diesen Tag zu etwas Besonderem? 1… 2… 3… 
3. Affirmationen: Ich bin…

Das sieht doch einfach und übersichtlich aus, oder? Ist es auch. Davon fühle ich mich morgens nicht erschlagen und es verlangt mir nur ein Minimum an Zeit ab. Bei Amazon in den Buchrezensionen gab es die eine oder andere kritische Stimme, die diese Art des Tagebuchschreibens „redundant“ findet. Aber genau das ist der Sinn dieses Konzepts: Du sollst dein Unterbewusstsein jeden Tag dazu bringen, glücklich und dankbar zu sein.

Und erzähl‘ mir nichts, du hast immer mal wieder solche „Ich-hasse-die-Welt“-Tage. Und überhaupt ist alles und jeder doof zu dir. Zack! – bringt dir das 5 Minute Journal ein bisschen Sonne zurück in dein Leben. Du musst nämlich jeden verdammten Tag 3 Dinge finden, die dich glücklich machen und für die du dankbar bist. Auch an den Tagen, an denen du alles bescheuert findest. Gerade an denen!

Abends mache ich dasselbe Spielchen noch einmal:

3 schöne Dinge, die mir heute passiert sind: 1… 2… 3… 
Wie hätte ich diesen Tag noch besser machen können? …

Warum funktioniert das?

Gehörst du auch zu den Typen, die sich mit den besten Absichten vornehmen positiv durch den Tag zu gehen, sich nicht runterziehen zu lassen und sein Ziel vor Augen zu behalten? Und dann geht’s los und schon landet man wieder im Strudel der trüben Alltags-Suppe. Nichts macht mehr richtig Spaß und man wird viel zu schnell zum Spielball der Ereignisse. Kennste?

Gut, ich nämlich auch. Ich bin richtig gut darin, eine Schnute zu ziehen, weil es keine Hafermilch mehr bei real gab, ein Kunde mich zur Weißglut getrieben hat oder ich wieder nur 2 meiner 5 To-Dos geschafft habe. Die Liste ließe sich unendlich fortführen, denn ja: Selbstverständlich passiert jeden Tag etwas, das wir nicht so toll finden. Oft ist dann einfach alles doof, weil man den Fokus auf die falschen (sprich: negativen) Dinge gelenkt hat.

Das 5 Minute Journal ändert das. Die positive Herangehensweise an den Tag sorgt für eine Verschiebung weg von dem Leistungsgedanken hin zu positiven Affirmationen und Dankbarkeit für die kleinen Dinge des Tages. Und ja, dass dieses Ritual in unseren Gehirnen etwas verändert, ist wissenschaftlich belegbar. Wir setzen durch Affirmationen unsere Filter neu und trichtern unserem Gehirn jeden Tag aufs Neue ein, dass es sich auf die postiven Dinge konzentrieren soll statt auf die schlechten. Dies prägt sich unser Unterbewusstsein nach einer Weile ein und konzentriert wie von allein lieber auf die schönen Erlebnisse statt auf die, die man lieber schnell vergessen will.

Es funktioniert vom ersten Tag an erstaunlich gut und macht wirklich Freude. Ich achte auf viel mehr Kleinigkeiten im Alltag, Mini-Erfolge oder ein nettes Wort, das jemand gesagt hat. Das alles sorgt dafür, dass man wesentlich ausgeglichener mit sich und seiner Umwelt umgeht. Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass Dankbarkeit und Gelassenheit das eigene Leben verändern. So einfach macht es dir keine andere Methode, da bin ich mir relativ sicher. Und schon gar nicht nicht in den wenigen Minuten.

5 Minute Journal – Vanilla Mind

App oder Buch?

Ich verwende das 5 Minute Journal als App, weil ich dort auch ein „Picture Of The Day“ abends hinzufügen kann. Darauf freue ich mich schon immer tagsüber. Du kannst dir das 5MJ aber auch als Buch kaufen oder dir die Fragen selbst in dein Notizbuch schreiben, was dir lieber ist. Wenn du ein Papierliebhaber bist, kann ich dir das Buch aber wirklich empfehlen. Die Typografie ist sehr hübsch gemacht, clean und minimalistisch. Es scheint auch eine eingedeutschte Version des Journals zu geben, allerdings ist diese nicht ansatzweise so hübsch aufgemacht wie die englische.

Sowohl die App, als auch das Buch beinhalten zusätzlich schöne Motivationszitate von großen Persönlichkeiten wie Dale Carnegie oder Roald Dahl, damit habe ich euch in den letzten Wochen ja bereits bei Instagram genervt beglückt.

Hier geht es zur gedruckten Form: Das 5 Minute Journal bei Amazon

Hier geht es zur App für iOS

Wer kennt und nutzt das 5 Minute Journal schon?
Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Ich bin gespannt!

*Nein, ich werde nicht dafür bezahlt, das 5MJ in den Himmel zu loben! Ich bin wirklich überzeugt von dem Nutzen dieses Buches. Niemals würde ich Empfehlungen aussprechen, wenn ich nicht zu 100% dahinterstehe. Meine Empfehlung enthält einen Affiliate-Link des Anbieters Amazon. Wenn du über diesen Link ein Buch kaufst, erhalte ich eine kleine Provision.

 

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8 Kommentare

  • Reply Isabella 22. Januar 2017 at 19:16

    Das ist wunderbare Idee. Vor allem als App, das Handy hat man morgens ja meist sowieso als erstes in der Hand. Ich werde das auf jeden Fall einmal auprobieren. 🙂

    • Reply Melina 23. Januar 2017 at 11:00

      Hey, das freut mich! Und sag mir gern, wie du es findest, bin gespannt!
      Liebe Grüße 🙂

  • Reply Jenny von Fit and sparkling Life 24. Januar 2017 at 14:14

    Ich kannte bisher weder die App, noch das Buch aber den Sinn dahinter 🙂 Ich habe seit Anfang des Jahres ein Glas auf meinem Nachtisch stehen inklusive kleinen blauen Zetteln. Ich nehme mir vor jeden Abend aufzuschreiben wofür ich an dem Tag dankbar bin. Manchmal sind es mehrere Sachen gleichzeitig und manchmal muss ich schon für eine intensiv überlegen. Aber ich bin sehr gespannt, was ich in einem Jahr darüber denken werde, wenn ich die Zettel wieder aufmache 🙂
    Liebe Grüße
    Jenny

    • Reply Melina 24. Januar 2017 at 15:21

      Huhu Jenny!
      Das mit den Glasmomenten mache ich zusätzlich noch. 🙂 Da schaue ich aber nur rein, wenn ich richtig frustriert bin. Beim 5 Minute Journal bin ich in einem anderen Grundzustand, das mag ich besonders. Der Tag startet schon viel positiver dadurch. 🙂
      Liebe Grüße nach Mainz!
      Melina

  • Reply lea 24. Januar 2017 at 16:23

    Oh ja, ich liebe meines! Habe es bisher nie geschafft, ein Tagebuch oder ein Bullet Journal oder Ähnliches zu führen, aber das ist bei dem 5MJ anders. Es nimmt kaum Zeit in Anspruch und ich habe wirklich das Gefühl, meinen Tag positiver sowohl zu starten, als auch zu beenden. Außerdem liebe ich den Leineneinband! 😀

    • Reply Melina 24. Januar 2017 at 16:29

      Ja, der Zeitfaktor überzeugt mich auch am meisten. 2-3 Minuten je morgens und abends (die 5 Minuten beziehen sich ja genialerweise sogar schon auf beides zusammen) schafft wirklich jeder. Egal, wie faul man ist. 😛

  • Reply Aileen Mulemba 12. Mai 2017 at 12:25

    Hey, ich nutze das 5 Minute Journal seit 2 Wochen als Buch. Ich war erst skeptisch… jeden Tag die gleichen Fragen beantworten? Und evtl sogar die gleichen Antworten schreiben? „Ich bin dankbar für… diese erholsame Nacht… diesen neuen Tag voller Möglichkeiten…“.

    Der Clou, du verpasst dir damit selbst eine eigene positive Gehirnwäsche. Ich liebe es!

    • Reply Melina 16. Mai 2017 at 21:15

      Ich habe es im Urlaub jetzt total schleifen lassen, aber ich bin auch immer noch begeistert. Ist das einzige Tool bisher, an dem ich wirklich gerne dranbleibe. 🙂

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