Manchmal bin ich so tief im Tunnel, dass alles andere aufhört, zu existieren. Erst nach vielen Stunden tauche ich plötzlich auf und merke plötzlich, dass dein Nacken hart ist wie ein Brett, mein Kaffee seit mindestens vier Stunden kalt und eigentlich war meine Blase auch schon vor zwei Stunden voll. Ups.
Früher dachte ich immer, dieser Flow-Zustand sei eine Superkraft, denn irgendwie mag ich es auch. Diese Fähigkeit, alles auszublenden und komplett im Tunnel zu verschwinden. Und auch sonst bin ich recht angeknipst, habe das Gefühl immer etwas tun zu müssen. Stillstand finde ich schwer auszuhalten und ich halte mich mit allerlei Dingen beschäftigt – und das obwohl ich dauergestresst bin und mich oft nach Ruhe sehne.
Erst viel später habe ich verstanden, dass ich mich damit selbst ausbeute und mir klare Grenzen setzen muss, um Ruhe wieder zuzulassen und mich zu entspannen. Es geht hier also um mehr als einfach nur Fleiß.
Toxische Produktivität (engl. toxic productivity) und Arbeitssucht (engl. workaholism) sind Begriffe, die aktuell oft durch die Medienlandschaft geistern. Extremes Leisten kann viele Ursachen haben, z. B. um zu kaschieren, wie wenig selbstbewusst du bist. Oder es fällt dir generell sehr schwer, abzuschalten. Heute schauen wir mal gemeinsam hinter die Fassade der superfleißigen Expertin.
⚠️ Hinweis vorab: Ich weiß heute, dass viele meiner Verhaltensweisen mit ADHS in Verbindung stehen. Wenn du dich hier wiederkennst, bedeutet das aber nicht automatisch, dass du auch ADHS hast. Es gibt viele Ursachen für dieses Verhalten! Dieser Artikel dient der Selbstreflexion und Information, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose.
💡 Warum die Grenze zwischen Leidenschaft und Sucht oft so verschwommen ist
🚨 Welche konkreten Warnsignale dir zeigen, dass du die Kontrolle verlierst
🔧 Welche kleinen Kniffe dir sofort helfen, bessere Grenzen zu setzen

Ist das noch normal oder schon toxische Produktivität?
„Woher weiß ich, dass es zu viel war?“ – Der britische Guardian hat vor Kurzem eine Analyse veröffentlicht, in der ich mich wiedererkannt habe. Darin wird Workaholismus nicht als Fleiß-Medaille gerahmt, sondern als das, was es oft ist: eine echte Sucht. Es geht nicht darum, wie viel wir arbeiten, sondern warum.
Wissenschaftlich gesehen fungiert Arbeit oft als emotionaler Regulator: Wenn wir uns im Job verlieren, müssen wir uns nicht mit der Leere, der Angst oder dem Chaos in unserem Kopf auseinandersetzen. Arbeit gibt uns Struktur, Bestätigung und das Gefühl von Kontrolle. Der folgende Überblick hilft dir, dein eigenes Verhalten besser einzuschätzen:
Die Warnsignale von erkennen: Wo stehst du gerade?
Ein Workaholic zu sein bedeutet nicht unbedingt, dass du 80 Stunden im Büro sitzt. Es ist eher eine innere Haltung. Hier sind die Zeichen, die ich bei mir selbst und in meiner Arbeit mit Klientinnen immer wieder beobachtet habe:
🚨 Körpersignale werden nicht mehr wahrgenommen
Du spürst deinen Körper erst, wenn er schreit. Kopfschmerzen, eine extrem volle Blase, ein knurrender Magen – all das wird völlig ausgeblendet. Wir behandeln unseren Körper oft wie ein lästiges Anhängsel unseres Kopfes, das gefälligst zu funktionieren hat.
🚨 Abschalten funktioniert nicht mehr
„Setz dich doch mal hin und mach nichts.“ Für eine Person, deren Kopf ständig auf Hochtouren arbeitet, klingt das wie eine Drohung. Wenn Entspannung nicht produktiv ist, fühlt sie sich wie Zeitverschwendung an. Aber Achtung: Wenn du nicht lernst, die Stille auch mal zu genießen, wird dein Tatendrang irgendwann zur Last.
🚨 Suche nach immer mehr Input und Stimulation
Du kannst einfach nicht stillstehen. Im Browser hast du 50 Tabs offen oder du scrollst stundenlang durch Instagram und News-Meldungen. Falls ein Termin ausfällt, machst du keine Pause, sondern hast stattdessen sofort einen Plan mit anderen To-dos parat, um ja keine kostbare Minute zu „verschwenden“. Lücken gibt es bei dir nicht, alles muss sofort und auf der Stelle erledigt werden.
🚨 Schleichende Einsamkeit
Je mehr dein Mental Load zunimmt, desto eher ziehst du dich in deine eigene Welt zurück. Toxische Produktivität kann direkt in einen Teufelskreis führen: Der ungesunde Leistungsdruck isoliert dich zunehmend von deinem sozialen Umfeld, was deine Einsamkeit verschlimmert und wiederum zu noch mehr Flucht in die Arbeit führt.
🚨 Stresssymptome werden immer stärker
Zuckende Augenlider, Schlafstörungen, Migräne oder Tinnitus sind keine Zufälle. Es sind die Notbremsen deines Systems. Wer sagt: „Ich darf auf keinen Fall krank werden“, ist meistens schon längst über dem Limit und steckt tief im Mindset der toxischen Produktivität.
Diese toxischen Verhaltensweisen darfst du ab heute verlernen
❌ Pausen als Belohnung behandeln
Wenn du dir erst erlaubst, eine Pause zu machen, wenn du alles geschafft hast, wirst du dort niemals ankommen. Es gibt immer etwas zu tun. Also plane Pausen aktiv in deinen Tag ein und überlege dir konkret, wie du sie verbringen möchtest, damit du dich darauf freuen kannst.
❌ Jede freie Minute optimieren wollen
Podcasts hören beim Laufen, E-Mails lesen beim Essen,… Schluss damit! Nicht jede freie Minuten muss auch genutzt werden. Langeweile macht Platz für neue Ideen, Kreativität und Reflexion. Lass deinen Blick wandern, nimm deine Umgebung wahr und beobachte, was um dich herum passiert.
❌ Die Woche völlig überplanen
Planung ist nicht das Problem, sondern die Neigung dazu, alles überzuorganisieren. Du brauchst kein perfektes, farbkodiertes System, sondern Klarheit. Lege morgens deine Top 3 Prioritäten fest – und das war's. Glaub mir, der Tag füllt sich eh von alleine mit alle möglichen unvorhergesehenen Entwicklungen. Wenn deine Struktur dich überwältigt und deine Pläne beim ersten Realitätstest in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus – dann hast du es eindeutig übertrieben und dich falsch eingeschätzt.
Das Ziel ist nicht, jede Minute zu kontrollieren, sondern Entscheidungen zu reduzieren und dich wieder atmen zu lassen. Ich nutze dafür übrigens seit Jahren ein Bullet Journal, weil es mir genau diese Freiheit ermöglicht.
❌ Motto: Koffein & Disziplin
Koffein ist ein Tool, aber ganz sicher kein Ersatz für gesunden Schlaf, gute Ernährung und Erholung. Wir neigen dazu, uns mit Kaffee die Energie von morgen "zu borgen", aber erinnere dich daran: Das hat seinen Preis!
❌ Ja zu jeder Gelegenheit sagen
Ambitioniert sein ist gut. Aber ich weiß aus Erfahrung nur zu gut, dass mich meine Ambition auch anfällig für Overcommitment macht. Mach dir bewusst, dass jedes Ja von dir auch automatisch ein Nein zu etwas anderem ist. Dein Fokus, deine Energie und deine Zeit sind nunmal limitiert.
Anregungen für den Ausstieg aus der Workaholic-Falle
Hier drei schnelle Ideen, die du heute schon ausprobieren kannst:
🔧 Der Bedürfnis-Wecker: Stelle dir Timer für „Körper-Check-ins“. Nicht für die nächste Aufgabe, sondern für ein Glas Wasser oder um dich kurz zu strecken und aus dem Fenster zu schauen. Beschrifte sie konkret, damit dein Gehirn versteht, warum die Unterbrechung gerade wichtig ist.
🔧 Strukturelle Grenzen: Blocke dir im Kalender Me-Time, die genauso unantastbar ist wie ein Termin mit Kund:innen. Sag bei jeder neuen Anfrage: „Ich muss erst meinen Kalender checken, ich melde mich gleich noch mal.“ Das verschafft dir Zeit zum Reflektieren. Es wird dir anfangs nicht leichtfallen, den starken Impuls zum Ja-Sagen zu unterdrücken. Aber es wird mit etwas Übung immer leichter.
🔧 Aktive Entspannung finden: Wenn stilles Meditieren für dein Gehirn Stress ist, weil es dir so schwer fällt einfach nur zu sein, probiere Methoden aus, bei denen du leichte Aktivität mit einbindest. Yoga, Pilates, Klopfmeditation (EFT) oder Sport als wichtiger Ausgleich können wirklich viel zum Guten verändern.
Schlusswort: So kannst du extremen Leistungsdruck langfristig abbauen
Wie gut kennst du eigentlich deine persönlichen Stärken? – Und ich meine damit nicht „Ich kann gut programmieren.“ oder „Ich spreche viele Sprachen.“ Das sind Fähigkeiten. Doch echte Charakterstärken im Sinne der positiven Psychologie beeinflussen dein Denken, Fühlen und Handeln. Sie stärken deine Selbstwirksameit und dein Wohlbefinden und schenken dir Energie, statt sie dir abzuziehen.
So hilft dir Stärkenkenntnis dabei, toxische Produktivtät und Leistungsdruck abzubauen:
✨ Du entwickelst einen realistischen Selbstwert: Du machst deinen Selbstwert nicht mehr ausschließlich von äußeren Erwartungen oder fehlerfreier Leistung abhängig.
✨ Du lenkst deinen Fokus auf deine eigene Ressourcen: Vielleicht hast du bisher viel Energie darin investiert, dich an Schwächen und Defiziten abzuarbeiten. Mit dem Bewusstsein für deine Starken kannst du dich jedoch besser auf deine Kernkompetenzen konzentrieren. Das spart Kraft und führt viel schneller zu Erfolgserlebnissen.
✨ Besseres Stress-Mindset: Die bewusste Nutzung deiner eigenen Stärken entlastet dich, weil du dein intrinsische Motivation anzapfst, statt alles nur zu "müssen". Außerdem fällt es dir leichter Aufgaben gezielt anzunehmen oder zu delegieren, weil du genau weißt, ob sie zu deinen Stärken passen oder nicht.
Du bist so viel mehr als dein Wissen und deine Produktivität. Wahre Freiheit bedeutet, dass du entscheidest und nicht fremdgesteuert wirst! Im Coaching mit uns lernst du, wie du mit deinem Gehirn zusammenarbeitest, statt ständig gegen deine Natur anzukämpfen. Erfahre hier mehr über unser Stärkencoaching.

FAQ: Deine Fragen zu Arbeitssucht & Workaholismus
Warum habe ich das Gefühl, ständig etwas tun zu müssen?
Oft stecken gesellschaftliche und psychologische Muster dahinter, z. B. die Verknüpfung von Selbstwert und Leistung. Dann entstehen ungesunde Verhaltensweisen, wie z. B. starker Leistungsdruck oder die Angst, nie gut genug zu sein oder etwas zu verpassen (FOMO).
Was ist Toxische Produktivität?
Toxische Produktivität ist der ständige Drang, viel leisten zu müssen. Wenn das Streben nach Leistung und Effizienz über das eigene Wohlbefinden gestellt wird, verlieren wir die Kontrolle und können selbst in unserer Freizeit unter starken Schuldgefühlen leiden. Es fällt uns schwer, zu entspannen und Leerlauf fühlt sich wie „verschwendete Zeit“ an.
Wann ist man ein Workaholic?
Der entscheidende Unterschied liegt im inneren Zwang (internale Getriebenheit). Ein Workaholic kann nicht aufhören, selbst wenn er möchte, und nutzt die Arbeit als primäre Strategie zur Flucht vor Emotionen.
Steckt hinter innerer Unruhe immer ADHS?
Nein, nicht immer. Innere Unruhe ist zwar ein klassisches Symptom für ADHS (dieses Gefühl, „wie getrieben“ zu sein), kann aber auch viele andere Ursachen haben. Chronischer Stress, Angststörungen, Schilddrüsenprobleme oder ein zu hohes Cortisol-Level durch ständige Überforderung fühlen sich oft ganz ähnlich an. Wenn dich die Unruhe chronisch begleitet, ist es wichtig, das medizinisch abklären zu lassen, um die richtige Strategie für dich zu finden.
Was hilft gegen Arbeitssucht?
Der erste Schritt ist die ehrliche Erkenntnis, dass die Arbeit als Schutzschild genutzt wird. Da echte Arbeitssucht eine ernstzunehmende Abhängigkeit ist, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen. Das kann eine spezialisierte Psychotherapie, eine Suchtberatungsstelle oder ein fachärztliches Gespräch sein. Es ist wichtig, die emotionalen Ursachen hinter der Getriebenheit zu verstehen und zu lernen, den eigenen Selbstwert radikal von der erbrachten Leistung zu trennen. Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Quellen & weiterführende Links:
Guardian Analyse: Am I addicted to work?
Schlagwörter: Achtsamkeit / Arbeit / Balance / Entschleunigung / Entspannung / Job / Produktivität / Selbstmanagement / Selbstständigkeit / Stress / Work-Life-Balance



Hmm, ich weiß nicht so genau, was ich mit dem Begriff „Workaholic“ anfangen soll. Für mich ist er irgendwie negativ behaftet, weshalb ich ihn glaube nicht für die „Arbeit“ an seiner Leidenschaft benutzen würde. Wenn man wirklich für die Sache brennt, die man tut, wie z.B. du (oder auch ich) mit deinem Blog, dann ist das Arbeiten daran Selbsterfüllung und dann sollte es auch okay sein, das 24 Stunden am Tag zu machen. Sobald es in Stress ausartet, wird’s schon wieder gefährlich.
LG!
Oh ja ich bin dann wohl auch ein Wiesel. Vor allem jetzt, wo ich eine Arbeit habe, die ich so liebe. Ich kann das gar nicht trennen. Aber ja ich stimme dir total zu, manchmal weiß ich gar nicht mehr, wie man richtig entspannt und deshalb finde ich das Wort Workaholic auch überhaupt nicht toll und schon gar nicht etwas, was man als Kompliment verwenden sollte.
Hallo liebe Melina,
das ist eine wunderbare Idee von Dir, den Begriff „Workaholic“ mal zu durchleuchten! Ich selbst gehöre auch zu den Wieseln und habe mich in Deiner Beschreibung schmunzelnd wiedergefunden ;-)) Ich würde zwar nicht sagen, dass ich mich dazu zwinge, nicht an die „Arbeit“ zu denken … Ich treffe eher eine bewusste Entscheidung z. B. im Kino: „Jetzt bin ich im Kino und genieße die Zeit hier und lasse mich auf den Film ein“ – oder abends im Bett … da schicke ich einfach alle diese Gedanken vor die Tür und „sage“ ihnen, dass sie dort gerne bis morgen früh auf mich warten dürfen … denn jetzt werde ich erstmal in meinen wohlverdienten Schlaf sinken …. Herzlichst Irmgard Bronder
Hallo Melina,
„Workaholic“ wird ähnlich wie „Stress“, wie Du sagst, „inflationär“ verwendet. „Diesen Monat können wir uns nicht treffen, ich bin total im Stress!“, heißt oft nur:“Ich habe diesen Monat viele Termine.“ Meist würde eine weitere Verabredung vielleicht zu Stress führen oder derjenige hat zu viele knapp hintereinander gelegte Termine vereinbart und sich somit Hektik ausgesetzt. „Im Stress sein“ hatte aber lange Zeit was cooles. Da war ich gefragt, ich war wichtig, unersetzbar, vielseitig interessiert…Mann, was war man toll, wenn man ständig „im Stress war“. Bewunderung pur „was Du so alles machst, wie Du das alles schaffst“.
Ähnlich beim Workaholic:
Jemand, der viel arbeitet, ist nicht automatisch ein Workaholic, wobei ein Workaholic allerdings viel arbeitet. Der Unterschied ist, dass ein Workaholic süchtig nach Arbeit ist; das Leben sich nur noch darum dreht, der Kopf nur noch daran denkt, derjenige sich immer mehr aus dem sozialen Umfeld zurückzieht. Von daher passt dieses Wort schon bei solchen Leuten. Warum Leute süchtig nach Arbeit sind? Da gibt es sicherlich viele Gründe: fehlende Anerkennung, soziales Umfeld, anfangs noch Motivation und Spaß am Erfolg, was in einer Spirale immer allgegenwärtiger Arbeit endet….und das ist Sucht. Das Leben desjenigen und derjenige selbst leidet darunter.
Jemand der „nur“ viel arbeitet, nach der Arbeit aber auch lebt und abschalten kann, ist kein Workaholic.
Das Umfeld wo und wie jemand aufwächst, hat viel damit zu tun. In meiner Familie wurde immer gearbeitet. Egal was. Auch zu schlechten Konditionen.
Als ich nach einem Motorradunfall gezwungenermaßen eine mehrmonatige Pause einlegen musste und somit weniger Einkommen hatte, merkte ich, dass das auch geht. Und als ich danach meine Arbeitszeit reduzierte, kam mir viel Unverständnis entgegen: „Warum arbeitest Du denn Teilzeit? Ist das noch wegen Deinem Unfall?“
„Nein, ich möchte einfach mehr Freizeit.“
„Aha“
Und ich habe meine Arbeit gerne gemacht. Hatte ich auch weiterhin. Ich hab in der reduzierten Zeit fast genauso viel geschafft, wie in Vollzeit. Konzentrierter, effektiver, entspannter, ausgeschlafener. Aber cool war ich eben damit nicht mehr :-)
Ich kenne es auch allzu gut, wenn man nach der Arbeit nicht abschalten kann, weil man ständig an den Job denkt. Wenn man sich dann wirklich nur vor den Fernseher setzt, um sich berieseln zu lassen, kann es passieren, dass die Gedanken über die Arbeit dann im Bett wieder auftauchen. Und dann wird das Schlafen noch schwieriger. Mir hat es bis jetzt am besten geholfen, an richtig stressigen Tagen direkt nach der Arbeit laufen zu gehen. Besonders bei gutem Wetter freue ich mich da richtig drauf, ab dem Herbst muss ich mich dann allerdings schon oft zwingen. Aber der Effekt ist super und vor allem ist man danach richtig schön müde und hat gar keine Energie mehr für stressige Gedanken.
Liebe Melina,
ich bin wirklich froh, dass ich deinen Blog gestern entdeckt habe. Danke also für den Kommentar bei mir ;) Ich kann es kaum fassen dass ich nicht schon viel früher hier war! Du sprichst mir oft aus der Seele und es ist wirklich eine Freude durch deinen ganzen alten Beiträge beim morgendliche Kaffee zu stöbern. Ich werde jetzt auf jeden Fall öfter hier vorbeischauen und sende dir ein ganz dickes virtuelles Lob. Liebste Grüße, Lisa
Liebe Lisa,
vielen, vielen Dank für das nette Lob! Da freue ich mich riesig!
Ich kannte deinen Blog auch noch nicht und finde deinen Stil großartig. Genau mein Ding. :-)
Liebe Grüße,
Melina
Hallo Melina,
vielen Dank für den interessanten Artikel.
Die Aussage “ich habe die letzten Wochen immer 60 Stunden pro Woche gearbeitet” beeindruckt mich gar nicht.
Entscheidend ist doch, was man in jenen 60 Stunden gearbeitet hat.
Viele Aufgaben können heute mit Tools, Apps und Onlinediensten automatisiert werden.
Wer stattdessen alles aufwändig per Hand macht und dabei viel Zeit verliert, arbeitet in erste Linie unproduktiv.
Meine typische Reaktion ist daher: „Was hast Du in diesen 60 Stunden geschafft?“
Das finde ich dann viel spannender :-)
Hallo Mathias,
ja, total. Viele meiner Kollegen und auch Freunde verwechseln auch gerne mal Anwesenheitszeit mit tatsächlicher Arbeitszeit! Was bringt es 10h auf der Arbeit zu sein und davon aber nur 4h wirklich produktiv zu sein!?
Liebe Melina,
oje, ich bin auch ein Wiesel, ganz definitiv.
Ich liebe das Arbeiten, das Recherchieren, das Schreiben, das Kreativsein und empfinde es häufig gar nicht als „Arbeit“ im eigentlich negativ besetzten Sinne. Sodass ich manchmal viel zu spät merke, wie ausgepowert ich eigentlich bin und dass ich (in der Rückschau) doch eigentlich schon wieder den ganzen Tag (ohne, dass es mir aufgefallen wäre) nicht anderes gemacht habe, als eben das: zu arbeiten.
Ich habe glücklicherweise eine bessere Hälfte an meiner Seite, die die Funktion des Ruhemodus bei mir regelmäßig (manchmal mit sanftem Zwang) aktiviert – und das, obwohl er selbst ein Wiesel erster Klasse ist. Manchmal machen wir uns gegenseitig über unser Verhalten lustig, manchmal arbeiten wir Seite an Seite die Nacht durch, machmal reiße ich ihn vom Projekt weg, manchmal andersherum. So bleibt glücklicherweise alles irgendwie von selbst in Balance. Und das ist so unglaublich wichtig.
Danke dir für diesen erneuten Denkanstoß, der sehr zum Reflektieren angeregt hat!
Liebe Grüße
Jenni
Willkommen im Wiesel-Club! <3 Ich liebe meine Arbeit über alles und bekomme manchmal um 3 Uhr nachts Ideen für neue Konzepte und Layouts. Da eine gesunde Grenze zu ziehen ist manchmal wirklich unfassbar schwer. Leider.
Aber alleine einen Job zu haben, den man über alles liebt, ist schon reiner Luxus.
Love,
Sylvie
Liebe Melina,
danke danke danke für diesen Beitrag. Ich habe selber das Gefühl jeden Tag zwischen den ganzen Workaholics unterzugehen und mich immer schlecht zu fühlen, weil ich mich hinsetze mit einem Kaffee und einem Stück Schokolade und da definitiv die Ausnahme bin.
Zu krass wird dieses Wort heutzutage als „Status“ angesehen und wenn man nicht so ist, dann hat man keinen Erfolg und gibt nicht sein bestes. Manchmal fehlt mir da ein Engel auf der Schulter, der sagt man kann auch so erfolgreich sein ohne sich tot zu schuften.
Viele erholsame Grüße, Theresia von http://www.epiloguewoman.de
Ja, dieser negative Gruppenzwang ist nicht zu unterschätzen! Such dir am besten so oft es geht (gern auch via Internet) die Unterstützung von Gleichgesinnten.
Liebe Grüße und einen schönen Abend!
Melina
Geniale Wortführung (sagt man das so?). Interessante Darstellung jedenfalls. =)