Juhu, es gibt wieder was auf die Ohren! Ich war vor Kurzem zu Gast im Podcast von Johanna Fritz „Kreative Rockstars“. Und na, dreimal darfst du raten, worum es ging? – Um es mit Johannas Worten zu sagen: „Introvertierte, Hände hoch!“

Sooo viele tun sich schwer damit, mit anderen ins Gespräch zu kommen und über ihre Arbeit zu sprechen. Johanna und ich gehören definitiv auch dazu. Wir haben viel über meinen eigenen Weg zum Erfolg (und nein, für mich hat Erfolg nichts mit mehr Leistung zu tun!), gesprochen – sind aber schnell zu einer tieferen Ebene gelangt: Wie ich mit mir selbst umgehe, was ich über mich selbst gelernt habe und was ich natürlich hier gern an dich weitergeben möchte.

Also: Diese Podcastfolge ist perfekt für dich, wenn du dich selbst als Angsthase beschreiben würdest. Da ich introvertiert UND schüchtern bin, ist es für mich oftmals eine ganz schöne Herausforderung: Denn gleichzeitig wollte ich eigentlich immer gerne mehr aus mir herauskommen und mich mit anderen austauschen. Ich wusste nur früher nicht so richtig, wie.

Aber genug der Vorrede: Schnapp dir Tee oder Kaffee und hier geht es zum Interview!

[Podcast] In einer lauten Welt die eigenen Pläne umsetzen mit Johanna Fritz und Melina Royer / Kreative Rockstars #introvertiert #schüchtern #kreativ #networking #freelancer #desigern #selbstständig #podcast

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Shownotes zur Folge:

Mein Buch „Verstecken gilt nicht“
Mein Kompaktkurs „Intuitiv netzwerken“
Solo Podcast Folge „Introvertiert und selbständig“
Konferenz für Blogger: Blogst


Zusammenfassung:

Falls du zum Anhören der Folge keine Zeit hast oder lieber liest, habe ich alle wichtigen Learnings aus dem Interview nochmal kurz für dich zusammengefasst:

Selbstvertrauen als stabile Basis

Wenn du hier auf Vanilla Mind schon länger mitliest und vielleicht auch mein Buch kennst, dann weißt du, dass ich Schüchternheit nicht auf die leichte Schulter nehme. Ich weiß, welchem inneren Druck man standhalten muss und wie quälend das eigene Gedankenkarussell manchmal ist:

Früher hatte ich solche Angst vor Menschen, dass ich niemanden von mir aus ansprechen konnte. Wenn ich zum Beispiel in einem Geschäft war und eine Frage hatte, bin ich gefühlte hundert Male durch den Laden geschlichen – nur, um ihn dann am Ende geknickt zu verlassen, weil ich mich nicht überwinden konnte, um Hilfe zu bitten.

Was mir geholfen hat, mental stärker zu werden und Selbstvertrauen zu gewinnen:

#1 Sport. Durch jeden noch so kleinen Trainingserfolg wurde ich (mental) stärker. Ich habe gesehen, was mein Körper kann und angefangen, mir selbst mehr zuzutrauen.

#2 Mein Mann Timon. Er ist introvertiert, aber nicht schüchtern. Mein großer Vorteil: Er hat mir gezeigt, wie er intuitiv auf andere zugeht und wie ich meinen eigenen Stil entwickeln kann. Solche Vorbilder sind unheimlich wichtig: Such dir einen Partner in Crime, du musst nicht alles allein schaffen!

#3 Ich schreibe regelmäßig in mein 6-Minuten-Tagebuch (Johanna übrigens auch, großer Tipp von uns beiden!), um von negativen Gedankenspiralen loszukommen. Außerdem habe ich einen sogenannten Jar of Awesome (hier habe ich ihn schon einmal vorgestellt). Das ist ein Schraubglas auf meinem Küchentisch, in dem ich schöne Momente festhalte, die mich in stressigen und aufwühlenden Zeiten erden.

Kenne deine Grenzen

Ich nehme nicht alles mit, was mir angeboten wird:

Ich arbeite nicht fünf Tage die Woche, sondern nur drei. Das hat vor allem familiäre Gründe, aber ich merke auch einfach, wie wichtig es für mich ist, langsam zu machen und nichts zu erzwingen. Bei größeren Events weiß ich zum Beispiel, dass ich ein paar Tage brauche, um mich wieder davon zu erholen. Ich meide sie deshalb nicht, aber zumindest weiß ich, dass ich mir hinterher mehr Zeit zum Erholen einplanen muss.

Noch krasseres Beispiel: Speaker-Jobs. Von denen muss ich mich sogar wochenlang erholen, weshalb ich die meisten Anfragen hier auch schlichtweg ablehne. Ich bin da sicher sensibler als andere und mache mir zu viele Gedanken, aber das kann ich derzeit nicht ändern und das ist okay für mich. Selbstakzeptanz ist hier das Zauberwort!

Fragen, die ich mir selbst stelle, bevor ich eine Entscheidung treffe:

#1 Will ich das wirklich? Passt das zu meinen Zielen?

#2 Was ist es mir wert? Bis zu welchem Punkt will ich gehen?

#3 Konsequenzen voraussehen: Wohin führt mich diese Entscheidung?

Hier verweise ich auch noch einmal gern auf den Blog-Artikel, über den Johanna und ich in diesem Kontext gesprochen haben: Was ich alles NICHT für meinen Erfolg tue

Wie ich als schüchterne Person auf fremde Menschen zugehe

Für schüchterne und introvertierte Selbstständige ist die eigene Website der Dreh- und Angelpunkt! Denn hier kannst du ganz in Ruhe über Texte, Bilder und Auftritt nachdenken. Für mich ist meine Website meine Visitenkarte: Ich zeige hier, wer ich bin, was mich besonders macht und vor allem: was ich dir gerne geben möchte. Schon bevor wir überhaupt ein persönliches Wort miteinander gewechselt haben, „kennst“ du mich also schon ein wenig. Während für extrovertierte Personen ein großes Event ihre Bühne sein kann, ist es für mich als Introvertierte mein virtueller Auftritt.

Natürlich ist es aber auch wichtig, in der Offline-Welt Kontakte zu pflegen. Aber auch dafür habe ich meinen eigenen Weg. Wenn ich irgendwo hingehe, schaue ich erst einmal, ob ich mich verabreden kann. Meistens recherchiere ich – zum Beispiel in Facebook Veranstaltungen – wer außer mir noch hingeht. Dann versende ich eine E-Mail, in der ich mich vorstelle und frage, ob wir uns auf einen Tee oder Kaffee treffen wollen. So weiß ich schon vorher, was auf mich zukommt und dass ich nicht allein bin. Das minimiert meine Unsicherheit ungemein.

Vor Ort angekommen, kann ich mittlerweile sogar auf fremde Menschen zugehen. Falls du noch nicht so weit bist: Bitte stress dich nicht, es ist ein Lernprozess. Früher konnte ich das auch nicht. Ich mache mir mittlerweile nicht mehr so viele Gedanken und hege vor allem keine Erwartungen.

Mein wichtigster Gesprächseinstieg, der fast immer funktioniert und easy zu merken ist: „Hi, ich bin Melina. Wie war dein Tag bisher?“ Wenn man gute Fragen stellt und aufmerksam zuhört, muss man gar nicht so viel selbst tun. Ich glaube sogar, echte Aufmerksamkeit ist die wichtigste Währung im zwischenmenschlichen Kontakt. Alles andere wird schnell mechanisch und unecht.

(Hast du schon gewusst? – Speziell zum Thema intuitives Netzwerken gibt es auf Vanilla Mind jetzt einen Kompaktkurs: Lerne mit anderen ins Gespräch zu kommen: Entspannt und natürlich. Als du selbst.)

Finde deinen eigenen Weg

Dinge, die vielen anderen Menschen leichtfallen, rauben mir unheimlich viel Energie: Zum Beispiel unter vielen Menschen sein. Wichtige Lektion für uns Stilleren: Wir müssen nicht der Masse hinterher laufen. Es gibt so viele Wege, auf sich selbst aufmerksam zu machen und sich mit anderen auszutauschen, da ist Schema F einfach nicht für jeden von uns das Richtige. Soll heißen, nur weil sich die halbe Welt auf großen Konferenzen tummelt, müssen wir das nicht auch so machen.

Nur, wenn du dich wirklich wohlfühlst in deiner Haut, wird das auch bei den Menschen ankommen, die zu dir passen.

Das lasse ich mal so als Schlusswort stehen. ✨

Frage an dich:

Hast du dich hier und da wiedergefunden? Ich freue mich, wenn du deine eigenen Erfahrungen zu einem dieser Themen mit Johanna und mir teilst!


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[Podcast] In einer lauten Welt die eigenen Pläne umsetzen mit Johanna Fritz und Melina Royer / Kreative Rockstars #introvertiert #schüchtern #kreativ #networking #freelancer #desigern #selbstständig #podcast

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