Selbstbewusstsein

Wie unsozial darf ich als Introvertierte eigentlich sein?

Wie unsozial darf ich eigentlich sein? – www.vanilla-mind.de

Selbstverständlich wissen wir, dass Introvertierte nicht „unsozial“ sind, aber gutes Copy Writing verlangt von mir ein bisschen Drama, damit alle neugierig werden und sich ein wenig empören können.

Und mal Hand aufs Herz: Hast du dich als Introvertierter nicht auch schon hin und wieder ziemlich unsozial gefühlt, wenn du gerade zum zwanzigsten Mal eine Einladung von deinen Kollegen ausgeschlagen hast und nach der Arbeit lieber nach Hause gehst? Gehörst du auch zu denen, die mitunter Gewissensbisse haben, weil sie viel Zeit für sich allein brauchen?

Willkommen im Club! Die Grenze zwischen „ich bin introvertiert und brauche meine Ruhe“ und „ich fühle mich wie ein sozial inkompetenter Einsiedler“ ist manchmal fließend. Aber ich habe ein paar Abmachungen mit mir selbst getroffen, um dieses Problem in Zukunft besser im Griff zu haben.

Da isser wieder, der innere Zwiespalt

Ich sag’s einfach mal, wie es ist: Ich bin ein Eigenbrötler, schon immer gewesen. Ja, ich mag Menschen. Sehr sogar! Ich tausche mich liebend gern mit anderen aus und mitunter leide ich auch unter meinem nicht vorhandenen Sozialleben und wünsche mir dann, doch öfter mal vor die Tür zu gehen. Vor allem mag ich Menschen aber dann, wenn sie nicht unangemeldet vor meiner Tür stehen, um mich zu „überraschen“. Und wenn sie einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten und mich nicht ständig antatschen wollen. Dieser Umstand sorgt bei mir dafür, dass ich mich für einen „nicht so netten“ Menschen halte. Schließlich muss sich doch jeder über Besuch freuen, oder?!

Um das mal zu verdeutlichen: Das ist meine Welt. 😉

Map of my 💙 #introvert #comics

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Eines vorweg: Hier geht es nicht um Schüchternheit und den Wunsch, Kontakt zu anderen aufzunehmen. Ja, ich bin auch schüchtern, aber das ist etwas anderes als Introversion. Anders als andere brauche ich nicht permanent Menschen um mich. Und das hat keineswegs etwas mit sozialer Inkompetenz zu tun, sondern ist reine Typsache. Introvertierte Menschen können ihre Akkus am besten aufladen, wenn sie viel Ruhe und Zurückgezogenheit genießen können. Extrovertierte ziehen Energie aus der Interaktion mit anderen. Soweit so platt. Natürlich sind diese Bedürfnisse bei allen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt.

Viele haben manchmal wenig Verständnis für den Charakterzug der Introversion. Ich blühe auf, wenn möglichst wenig Leute mit mir in einem Raum sind – andere blühen auf, wenn sie das Bad in der Menge genießen können. Total okay – bis zu dem Punkt, an dem sie es persönlich nehmen, dass ich nicht andauernd mit ihnen um die Häuser ziehen will. Das ist frustrierend. Was dann?

Die eigene Balance finden

Ich frage mich immer wieder:
„Wie macht man anderen klar, dass man nichts gegen sie hat, aber viel Zeit für sich braucht?“
„Wie werde ich den Erwartungen anderer gerecht?“
„Wann sollte ich mich anpassen?“

Meine persönlichen Antworten auf diese Fragen:

1. Ich entschuldige mich nicht, wenn ich Zeit für mich brauche.

Ich erkläre anderen, dass Ruhe wichtig für meine innere Ausgeglichenheit ist und ich dadurch Energie tanke. Es ist doch wie mit allem: Wenn man ein Bedürfnis selbst nicht kennt, kann man sich auch nicht vorstellen, dass dieselbe Sache für andere aber lebenswichtig sein kann. Also versuche ich Verständnis dafür zu schaffen, dass es völlig normal ist, dass andere Menschen mehr Me-Time brauchen als andere. Nur rechtfertigen und entschuldigen kommt gar nicht in die Tüte – so gewinnt man keinen Respekt.

2. Ich verbiege mich nicht.

Ich habe alles Mögliche probiert und festgestellt: Niemand mag mich lieber, wenn ich mir eine Maske aufsetze und krampfhaft versuche jemand anderes zu sein. Ich mache mich dabei nur lächerlich und bin komplett überdreht, wenn ich versuche, ein Partyclown zu sein. Ich lache viel zu laut, rede viel zu viel und es schlaucht mich ungemein, weil das nicht meine Art ist. Andere zu unterhalten und lustige Anekdoten zu erzählen, ist absolut nicht mein Ding. Und es mag mich definitiv niemand lieber, wenn ich versuche jemand anderem nachzueifern.

Ja, es gibt diese Leute, die nicht verstehen, dass Charaktere einfach unterschiedlich sind. Aber gegen diesen Typus hilft nur: Sich ein dickes Fell zulegen und ignorieren. Menschen, die einen nur mögen, wenn man NICHT man selbst ist, gehören sicher nicht zu meinem Freundeskreis. Es hat Jahre gedauert, bis mir die Erkenntnis kam, dass ich – egal wie ich mich verhalte – gar nicht von jedem gemocht werden KANN. Wenn die Chemie stimmt, dann merkt man das ziemlich schnell. Aber wenn nicht, muss ich mir jetzt zumindest keinen Zacken mehr aus der Krone brechen, um es jedem recht zu machen.

„Normalsein“ hat eine Menge Facetten – und zuhause bleiben, wenn man Bock drauf hat, ist eine davon.

3. Manchmal muss ich mich vor mir selbst retten.

Ich habe so eine Regel mit mir selbst, dass ich versuche, wenigstens einmal in der Woche etwas mit anderen zu unternehmen, um sie besser kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern. Nur weil ich introvertiert bin, heißt das ja nicht, dass ich NIE jemanden sehen will. Abgesehen davon kann es ja nicht immer nur um mich gehen, das ist auch egozentrisch. Vermutlich würde ich sonst wirklich 24/7 in meiner Wohnung hocken und Bücher lesen oder mir DIY Projekte ausdenken. Wenn ich dieses Einsiedlertum zu lange praktiziere, werde ich eigenartig. Frag bloß nicht meine Familie. 😛

Außerdem muss ich zugeben: Manchmal wenn ich mit anderen unterwegs war, obwohl ich vorher keine Lust hatte, habe ich es am Ende sogar genossen – sofern die Unternehmung nicht darin besteht, laute und überfüllte Orte zu besuchen, versteht sich. Es ist für niemanden gut, zu lange mit seinen eigenen Gedanken allein zu sein. Auch wenn man gern allein ist, heißt das nicht, dass man keine neuen Impulse braucht. „Stay in your head, you’re dead.“, sagt Tony Robbins. Recht hat er!

Ich finde es von Situation zu Situation immer noch nicht einfach, den perfekten Mittelweg zu finden, um anderen nicht unnötig vor den Kopf zu stoßen (kann man aber nicht immer vermeiden). Zumindest sollte man sich immer der Tatsache bewusst sein, dass man es nicht jedem recht machen kann und dass die eigenen Bedürfnisse absolut nichts sind, wofür man sich entschuldigen oder gar schämen müsste! Ich fühle mich manchmal ein wenig unzulänglich, weil ich mich dämlicherweise mit den falschen Leuten vergleiche und daraus folgere, ich müsste mehr wie sie sein. Das ist so ein Blödsinn und ich gewöhne es mir immer mehr ab. 🙂

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12 Kommentare

  • Reply Maxi 27. März 2017 at 9:43

    Hach du bist so herrlich „normal“ und das macht dich so sympathisch.
    Ich fühl mich so wohl in deinen Artikeln.
    Hab eine tolle Woche!

    • Reply Melina 27. März 2017 at 14:55

      Hahahaaa 😛
      Dankeschön, dir auch! ❤️

  • Reply Moni Lehnert 27. März 2017 at 17:03

    Hey Melina,
    ich finde, Du hast Deine Frage schon ideal selbst beantwortet:
    -wieso sich für jemanden verbiegen, der nicht mein Freund ist? (und den ich wahrscheinlich nicht mal leiden kann!)
    -Freunden kurz erklären, dass man selbst Robbie Williams heute nicht treffen wollen und lieber allein sein würde
    Schwieriger finde ich es bei Familie. Wenn Tante Gerda doch „gar nichts Großes machen will und Du sollst doch nur mal wieder vorbeikommen“; wenn die Familie Verständnis hat, dass Du geschlaucht bist, „aber wir sind doch Familie, da hast Du doch keinen Stress“ (…kicher), oder die Familie Null Verständnis hat „wovon hast Du denn Stress?!“ und manchmal waren diese Diskussionen dann energieraubender als wäre ich den Abend doch vorbeigegangen. Schwiegerfamilie finde ich noch schwieriger, denn die kennen meine Macken noch nicht und mal nicht mit zu ihnen zu fahren, könnte als „die mag uns wohl nicht“ ausgelegt werden (was überhaupt nicht der Fall ist!)

    Meine Lösung:
    komm damit klar oder nicht! Guten Freunden, die dann „ach männo, komm doch mal mit!“ quengeln, und die schon n Rappel kriegen, wenn sie einen Abend pro Woche alleine sind, die frage ich dann, ob sie es gut fänden, wenn ich jedes mal wenn sie sich mit Leuten treffen, „empfehle“ doch mal mehr allein zu sein – eben weil ich das ganz gerne mag.
    Ist jemand sauer, dann tut mir das zwar leid, aber derjenige ist dann sauer- sein Pech. Besser er sauer, als ich genervt, gestresst, weil ich mitmusste.
    Da müssen Leute mit mehr Ruhe-Bedürfnis durch, nicht everybodies darling zu sein.

    • Reply Melina 27. März 2017 at 19:00

      Hallo Moni,
      den Satz mit Robbie Williams werde ich mir merken! Der bringt es perfekt auf den Punkt! ?
      Die Lösung ist, wie du schon sagst, eigentlich immer dieselbe: Mehr Mut und Selbstvertrauen! Nur bis dahin ist es ein weiter Weg…
      Mittlerweile habe ich das schon besser drauf und es juckt mich nicht so sehr, dass mich nicht jeder liebhaben kann. Aber manchmal da kommen dann eben doch wieder leise Zweifel: „Hat er/sie es nicht verdient, dass ich mich etwas mehr kümmere?“ Oder: „Was wäre denn jetzt so schlimm daran gewesen, mal ja zu sagen, wenn man das ganze Wochenende danach für sich hat?“ Dieses „ich hab keine Lust“ hinterfrage ich schon öfter, um meine eigenen Motive zu ergründen. 😉
      Liebe Grüße! 🙂

  • Reply Juliane Poppe 27. März 2017 at 17:33

    Hallo, ich finde „Introvertiertheit“ wird irgendwie zu gehypt. Meines Erachtens hat „gerne allein sein“ nichts mit introvertiert sein zu tun. Klar, gibt es ruhige Menschen, die eher nur beobachten als mitzureden, es existieren auch die, die erst ruhig beobachten und dann mit anderen interagieren. Es gibt jedoch auch viele egal, welchen „Typus“, die für „sich allein sein“ nicht aushalten, weil sie sich nicht allein ertragen. Introvertiert sein heisst auch nicht, dass man nicht mit Anderen zurechtkommt oder nur alleine ist. Es beschreibt eher, dass man seine Impulse oder Energien von innen bezieht, wohingegen das Wort „extrovertiert“ beschreibt, dass Energie von außen also durch sein Gegenüber bezogen wird. Es gibt genug Menschen, die sowohl extro- als auch introvertiert sind und sowohl alleine sowie auch mit anderen aufblühen. Ich zähle mich auch dazu. Warum ist man gleich asozial, wenn man seine Zeit allein genießen kann? Den Ansatz verstehe ich nicht. Allein sein heisst nicht, dass man nicht rausgehen kann. Man kann auch alleine spazieren gehen. Ob es mit seinem Gegenüber klappt hängt genauso vom Gegenüber ab sowie von deinen Erfahrungen. Wenn man oft blöde Erfahrungen mit Mitmenschen macht oder gemacht hat ist es egal, ob du extro- oder introvertiert bist, du wirst dich deinem Gegenüber skeptisch und eher vorsichtiger nähern. Vielleicht wartest du auch auf den Anderen, dass der den ersten Schritt macht. Oder du wirst es trotzdem probieren. Das hängt von dir als Mensch ab. Ich finde das hat auch viel mit deinem allgemeinen Grundeinstellung zu tun. Da meine ich, ob jemand eher eine positive oder negative Einstellung hat. Deshalb finde ich diese schwarz/weiß Analyse unpassend. Das >>Extrovertierte Introvertierte nicht bestehen<>Die eigene Balance finden

    Ich frage mich immer wieder:
    „Wie macht man anderen klar, dass man nichts gegen sie hat, aber viel Zeit für sich braucht?“
    „Wie werde ich den Erwartungen anderer gerecht?“
    „Wann sollte ich mich anpassen?“<<

    … Ernsthaft? Warum fragst du dich das?
    Zur 1. Frage: Menschen, die dich gut kennen und schätzen und Menschen, die Interesse an dir haben, werden dich so nehmen, wie du bist.
    Zur 2. Frage Du wirst NIEMALS den Erwartungen anderer gerecht. Das ist auch nicht der Sinn. Umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun und mit denen du fließt, egal ob Intro-, Extro oder sonst wie -vertiert.
    Zur 3. Frage: Im Allgemeinen passt man sich dann an, wenn man sich wohl fühlt. Das kommt automatisch. Anpassen an etwas oder jemanden, nur weil das verlangt wird, funktioniert im Allgemeinen nicht, da du dann deine Authentizität verlierst somit Dich selbst.
    D.h. allerdings nicht, dass du jeden ins Gesicht sagen sollst, ich bin introvertiert und will meine Ruhe haben. Introvertiertheit ist keine Allerweltausrede. Man kann beispielsweise sagen, ich habe ein Energieleck und muss auftanken gehen. Meine Tankstelle ist zu Hause. Ich glaube damit stößt man anderen weniger vor den Kopf.

    Ich lese immer deinen Newsletter, da ich deine Texte ganz gut finde. "

    • Reply Melina 27. März 2017 at 18:40

      Liebe Juliane,
      danke für dein ausführliches Feedback! 🙂
      Ich verstehe aber ehrlich gesagt gar nicht, was du mir damit sagen möchtest. Worauf willst du hinaus?
      Liebe Grüße,
      Melina

    • Reply Moni 30. März 2017 at 18:03

      Hallo Juliane,
      Du sagst, du verstehst den Ansatz nicht, wieso man asozial ist, wenn man alleine sein will; man kann ja auch alleine rausgehen. Sozial heißt ja „in einer Gemeinschaft sein“, „dazugehörend“, „Normen der Gesellschaft respektieren“, „gesellig lebend“.
      Etwas allein zu tun oder allein sein zu wollen ist also in diesem Sinne unsozial (ich vermeide „asozial“, weil es so negativ behaftet ist).
      Menschen sind ja nicht in jeder Phase ihres Lebens gleich. Bestes Beispiel ist die sogenannte Midlife Crisis, wo der sonst so Ruhige plötzlich zum Partybär mutiert. Die meisten sind Mischtypen -also weder introvertiert, noch extrovertiert-, es gibt aber auch die „extremen“. Nun ist ein Introvertierter ja kein Eremit und hat sicherlich auch Phasen, wo er für seine Verhältnisse viel mit anderen Leuten zusammen ist. Diese Phasen sind nur meist nicht so lang und dann kann es ganz schnell dazu führen, dass er nach einigen Absagen zu Partys, Treffen etc. als „komisch“ und „unsozial“ wahrgenommen wird. Es gibt eben viele Leute, die dieses Gefühl und Bedürfnis nach Alleinsein in der Häufigkeit nicht verstehen, nachvollziehen können.
      Ich stimme Dir vollkommen zu, dass Introvertiertheit gehypt wird, obwohl es wohl eher darum geht, dass jeder mal auftanken muss und sich etwas zurückzieht.
      Bei „Mrs. Vanilla-mind“ vermute ich eher den überwiegend introvertierten Typ.
      Viele Grüße 🙂

      • Reply Melina 30. März 2017 at 18:09

        Seeehr introvertiert! 😛
        Klar fühlt sich nicht jeder von meiner Beschreibung angesprochen, wir sind alle unterschiedlich. Das war auch nicht mein Ziel.
        Was mit gehypt gemeint ist, verstehe ich dennoch nicht. Ich kann nur von mir ausgehen, deswegen weiß ich nicht, wo dieses Thema sonst noch überall so stark präsent ist? Ich würde es mir eher so erklären, dass man sich mit Introversion meistens auf der missverstandenen Seite sieht. Daher braucht es einfach Leute, die darüber reden und es richtigstellen. Challenge accepted! 😉

  • Reply Jana 28. März 2017 at 16:25

    Hallo Melina,
    was für ein schöner Beitrag, so alltäglich und trotzdem so ehrlich und schön geschrieben.
    Ich habe mich beim Lesen gefragt was ich für ein Typ bin, ich glaube ich bin eine Mischung aus Intro- und Extrovertiert. Ein Mensch der immer auf Achse ist und immer nette Menschen um sich herum haben will, eigentlich noch viel mehr Zeit mit seinen Freunden und der Familie verbringen will und deshalb oft in Freizeitstress gerät. Einerseits. Andererseits bräuchte ich eigentlich mehr Zeit für mich weil ich auch unglaublich kreativ werde wenn ich alleine bin, nur dass küsst mich die Muse 🙂 Leider klappt das nicht besonders gut mit der Zeit für mich (damit meine ich mich alleine mit mir), aber ich taste mich in kleinen Schritten heran. Heute ist der Anfang: Ich sitze 2 Stunden in der Sonne auf dem Balkon, lese meine liebsten Blogs und trinke Kaffe. Grüße aus Dachau <3

    • Reply Melina 28. März 2017 at 16:36

      Hey Jana,
      erstmal viele liebe Grüße nach Dachau, da wohnt auch eine Freundin von mir!
      Ich stelle mir Intro- und Extroversion immer wie zwei Enden einer Skala vor – dazwischen gibt es sooo viel Spielraum und na klar, auch Mischtypen. Wobei ich mich schon echt am unteren Ende bei den ganzen „dollen“ Intros befinde. Es ist genauso wie du sagst: Schwer eine Balance zu finden. Du hast Schwierigkeiten die Zeit für dich zu nehmen, bei mir ist es oft ein Kampf in genau der entgegengesetzten Richtung. Hast du es schonmal mit festen Kalendereinträgen probiert? So mache ich es manchmal. 🙂

  • Reply Julia 30. März 2017 at 22:43

    Liebe Melina,
    ich habe mich sehr in diesem Beitrag wiedergefunden. Mit am Besten hat mir der Satz gefallen, wo es um den Überraschungsbesuch geht. Ich hasse es wie die Pest, wenn Menschen unangemeldet vor meiner Tür stehen und mir ihre Anwesenheit aufdrängen. Genau in solchen Momenten komme ich mir dann allerdings auch asozial / unsozial, wie auch immer, vor – auf jeden Fall irgendwie unnormal, anders als die meisten anderen. Ich brauche sehr viel Zeit für mich und habe lange gebraucht, um dieses Bedürfnis als Teil meiner Persönlichkeit wahrzunehmen und anzuerkennen.
    Viele Grüße,
    Julia

  • Reply Sabine 2. April 2017 at 22:23

    Liebe Melina,
    cool – wir haben ein gemeinsames Thema! Ich hab dich eben über Instagram gefunden und bin total begeistert von dem Artikel hier. Während ich nämlich meistens eher „Tagebuch“ schreibe, hast du direkt Lösungsansätze dabei und die treffen auch total ins Schwarze! Außerdem schreibst du so ungezwungen, das mag ich. Und schaue mich jetzt weiter um!
    xx Sabine

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