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Planst du deine Wochentage vor und setzt dir regelmäßig Ziele? Lerne, wie ein Bullet Journal dir dabei helfen kann, dich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist – und wie es deine Produktivität boosten kann. Das Bullet Journal ist inzwischen auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Das ist das Versprechen:

→ Produktivität
→ Individualität
→ Flexibilität
→ Kreativität

Das Bullet Journal 1×1 – Interview mit Lea Giltjes

Das Bullet Journal, kurz #BuJo ist in aller Munde, weil: persönlich, individuell, flexibel – und effektiv. Im Interview mit Journaling Profi Lea Giltjes will ich wissen: "Wie fange ich damit an? Muss ich dafür besonders kreativ sein?" #bulletjournal #interview #einsteiger #anfänger #tipps #material

Da ich selbst bisher nicht so viel Ahnung hatte, was da auf mich zukommt, habe ich mit Journaling-Profi Lea Giltjes von punktkariert.de gesprochen und mir ein paar Tipps eingeholt.

Du bist Bullet Journal Expertin. Magst du deine Arbeit kurz vorstellen?

Ich bin Lea und habe gemeinsam mit meiner Freundin Theresa Punktkariert gestartet, den bisher einzigen deutschen Blog nur zum Thema Bullet Journal. Wir möchten mit dem Blog Leuten dabei helfen, mithilfe des Bullet Journals den Alltag zu planen und zu verbessern.

Was ist das Bullet Journal überhaupt? Wie hilft es im Alltag?

Ein Bullet Journal ist ein leeres Notizbuch, das du komplett selber gestaltest. Wofür du es benutzt, liegt ganz bei dir: Planer, Kalender, Notizbuch… was immer du gerade benötigst. Du kannst also dein gesamtes Leben darin planen und festhalten!

Ryder Carroll, der Erfinder des Bullet Journals, hat einige Elemente dafür vorgesehen: den Index, der ganz am Anfang zu finden ist. Hier trägst du alles ein, was du später vielleicht mal wiederfinden möchtest – wie ein Inhaltsverzeichnis deines Journals. Als nächstes kommt der Future Log, wo du alles, was in den kommenden Monaten wichtig ist, eintragen kannst.

Das dritte Element ist die Monatsübersicht, in der du alle deine Termine und Aufgaben für einen Monat einträgst. Und dann gibt es noch die Tagesübersicht, die überwiegend als To-Do-Liste gedacht ist. Wie du diese einzelnen Elemente gestaltest und ob du sie überhaupt verwendest, kannst du selber entscheiden! Und zwar jeden Tag auf’s Neue.

Ein Bullet Journal macht den Alltag einfacher: Du hast damit alles Wichtige direkt auf einen Blick und vor allem an einem Ort gesammelt. So geht nichts verloren. Termine, To Do’s, wichtige Notizen… in den USA ist das System sehr verbreitet, hier in Deutschland leider noch nicht. Das wollen wir ändern! Deswegen haben wir uns dazu entschieden, den ersten deutschen Blog zu starten, auf dem es einzig und allein ums Bullet Journal geht. Gerade für Neulinge ist das System oft nicht ganz so leicht zu durchblicken, und genau dabei wollen wir helfen.

Was ist an der Bullet Journal Methode besser als an einem herkömmlichen Planer? 

Ganz klar: die Flexibilität. Es ist überhaupt nichts vorgegeben, was im Umkehrschluss bedeutet, dass du dein Bullet Journal exakt an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Und wenn die sich ändern, dann kannst du das in deinem Journal wieder neu anpassen! Außerdem muss ein Bullet Journal nicht nur ein Planer im klassischen Sinne sein. Du kannst jeden Lebensbereich einbringen, festhalten und gestalten.

Wie ist ein Bullet Journal aufgebaut?

Die „Sprache“ des originalen Bullet Journal Systems ist das sog. Rapid Logging. Es geht darum, möglichst schnell und einfach wichtige Sachen aufzuschreiben, um den Überblick zu behalten. Es gibt vier Komponenten: das Thema bzw. die Überschrift, Seitenzahlen, kurze Sätze oder auch nur Stichworte sowie die Bullets, die dem Bullet Journal den Namen geben. Die Bullets werden nochmal in drei Kategorien unterteilt: Aufgaben, Termine und Notizen. Jede dieser Kategorien bekommt ein eigenes Symbol, wie eine Legende. Die Legende dient der Übersicht. So kannst du auf einen Blick sehen, was an einem Tag noch ansteht und was du schon erledigt hast. Welche Symbole du für die jeweiligen Kategorien verwendest, liegt bei dir. Ich habe meine zum Beispiel etwas abgewandelt vom originalen System.

Für Aufgaben mache ich einen klassischen Bullet Point. Wenn die Aufgabe erledigt ist, wird daraus ein X. Falls ich die Aufgabe den Tag über nicht geschafft und auf morgen verschoben habe, mache ich aus dem Punkt einen Pfeil. Für Termine mache ich einen Kreis, den ich abhake, wenn der Termin durch ist. Und für Notizen mache ich klassische Spiegelstriche.

Alle Vorteile auf einen Blick:

#1 dein persönlicher Produktivitäts-Coach in einem Notizbuch

#2 messbarer (!) Erfolg bei persönlichen Projekten und Zielen

#3 unzählige Layout-Möglichkeiten für jeden Bedarf

#4 geringer Zeitfaktor durch Legenden und Symbole

#5 Klarheit und Struktur: das Kopf-Chaos hat keine Chance

 Brauche ich dafür besondere Kreativ-Skills?

Überhaupt nicht. Du brauchst keine besonders schöne Schrift oder musst nicht toll zeichnen können, um vom Bullet Journal System zu profitieren. Ursprünglich ist das System nämlich total minimalistisch gedacht. Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt z.B. bei Instagram einen kleinen Wettbewerb, wer das schönste Journal hat. Darum geht es aber natürlich nicht. Wichtig ist, dass es dir hilft, deinen Alltag, all deine Projekte und generell dein Leben zu organisieren!

Der richtige Einstieg

Ich habe wenig Zeit. Wie aufwändig ist es, ein Bullet Journal zu führen?

Die Antwort ist hier wie so oft: Es kommt drauf an. Wenn du dein Bullet Journal minimalistisch führst, gehen vielleicht maximal 10 Minuten pro Tag dafür drauf. Wenn du aber jede Seite künstlerisch gestalten willst, dauert das natürlich entsprechend länger. Nimm dir einmal Zeit, dich wirklich ins System reinzufinden und dann jeden Tag nur so viel Zeit, wie du gerade hast. Der Faktor Zeit muss dich nicht davon abhalten, ein Bullet Journal zu starten!

Wie strukturierst du dein eigenes Bullet Journal?

Ich habe am Anfang ganz klassisch den Index. Und der ist wirklich Gold wert, ich wüsste nicht, was ich ohne machen würde. Dann folgen ein paar Seiten, die quasi für das ganze Jahr gelten, z.B. meine Ziele für 2017 und meine Spar-Challenge. Die übertrage ich auch ins nächste Notizbuch, wenn das aktuelle voll ist. Als nächstes kommt dann der Future Log, da habe ich die nächsten acht Monate drin. Weiter plane ich eh nicht im Voraus. Und dann kommt auch schon die erste Monatsübersicht.

Mir ist wichtig, dass die Flexibilität erhalten bleibt. Deswegen würde ich mein Bullet Journal niemals schon mehrere Monate im Voraus gestalten. Wer weiß, wie sich meine Bedürfnisse bis dahin verändert haben? Bisher hatte ich noch keine zwei Monatsübersichten, die genau gleich waren. Ich wollte immer etwas verbessern und anpassen. Konkretes Beispiel: Manchmal setze ich mir bestimmte Ziele für den Monat, manchmal nicht – dementsprechend gestalte ich dann auch die Übersicht.

Wie lege ich am besten los, wenn ich gar keine Ahnung habe?

Am besten überlegst du dir zuerst einmal, wofür du dein Bullet Journal überhaupt verwenden möchtest. Als klassischen Kalender? Willst du deinen Haushalt und den Zeitplan deiner ganzen Familie damit managen? Oder planst du auch Projekte für die Arbeit damit? Das kann dir ein bisschen Orientierung geben. Dir sind keine Grenzen gesetzt! Und dann hilft nur starten und ausprobieren.

Wenn du noch unsicher bist, nimm erstmal ein günstiges Notizbuch und einen Bleistift. Damit kannst du z.B. einen Monat üben und schon mal vieles ausprobieren. Du merkst schnell, ob dir bestimmte Tracker oder Listen weiterhelfen oder ob sie total überflüssig sind. Wenn du sicherer bist, kannst du dir ein gutes Notizbuch und verschieden Stifte kaufen.

Ist es wichtig, auf bestimmte Materialien zu achten? 

Nein, überhaupt nicht. Jedes beliebige Notizbuch eignet sich prinzipiell dazu, ein Bullet Journal zu werden! Die punktkarierte Version ist allerdings sehr empfehlenswert. Dadurch hast du keine störenden Linien auf dem Papier, kannst dich aber trotzdem an etwas orientieren, sodass du nicht kreuz und quer schreibst.

Grundsätzlich verwende ich nur sehr wenig Zubehör. Ich gehöre nicht zu denen, die hunderte von Washi Tapes sammeln :) aber das ist einfach Geschmackssache. Zum normalen täglichen Schreiben verwende ich den PITT Artist Pen von Faber Castell* in Größe S. Der drückt im Leuchtturm Notizbuch nicht durch, was eindeutig der größte Vorteil ist. Für farbliche Akzente benutze ich die Dual Brush Pens von Tombow*.  Man sieht die Farbe im Leuchtturm* überhaupt nicht durch und sie sind auf Wasserbasis, das heißt, man kann die einzelnen Farben auch miteinander vermischen, was wirklich schön aussehen kann.

Gestalte dein Journal mit der Bullet-MethodeBullet Journal Stiftebullet journal leuchtturm

Vielen Dank für die vielen Tipps, Lea! Jetzt haben wir alle wichtigen Hilfen, um selbst anzufangen!

Und so geht es weiter:

Was ist aus meinem Selbstversuch mit dem Bullet Journal geworden? Wie verliere ich die Angst vor den leeren Seiten und fange endlich mit dem BuJo an? Das liest du hier:

#Selbstversuch: Ich starte ein Bullet Journal!

Welchen Zweck soll mein Planer haben und was ist überhaupt wichtig für mich persönlich? Ich nehme dich dabei mit, wie ich Schritt für Schritt mein eigenes Bullet Journal aufgesetzt habe.


Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist ein leeres Notizbuch, das du komplett selber gestaltest. Wofür du es benutzt, liegt ganz bei dir: Planer, Kalender, Notizbuch… was immer du gerade benötigst. Du kannst also dein gesamtes Leben darin planen und festhalten!Was ist das Bullet Journal?

Was ist an der Bullet Journal Methode besser als an einem herkömmlichen Planer?

Ganz klar: die Flexibilität. Es ist überhaupt nichts vorgegeben, was bedeutet, dass du dein Bullet Journal exakt an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Und wenn die sich ändern, dann kannst du das in deinem Journal wieder neu anpassen! Außerdem muss ein Bullet Journal nicht nur ein Planer im klassischen Sinne sein. Du kannst jeden Lebensbereich einbringen, festhalten und gestalten.

Wie lege ich am besten los, wenn ich gar keine Ahnung habe?

Am besten überlegst du dir zuerst einmal, wofür du dein Bullet Journal überhaupt verwenden möchtest. Als klassischen Kalender? Willst du deinen Haushalt und den Zeitplan deiner ganzen Familie damit managen? Oder planst du auch Projekte für die Arbeit damit? Das kann dir ein bisschen Orientierung geben. Dir sind keine Grenzen gesetzt! Und dann hilft nur starten und ausprobieren.

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