Ich sitze an meinem Schreibtisch, vor mir liegt ein wunderschöner Planer, für den ich viel Geld ausgegeben habe, um meinem Chaoskopf endlich ein wenig Struktur zu verpassen. Ich verzweifele fast an meinem Verstand, weil auch dieses Journaling-Projekt mal wieder gescheitert ist. „Wie gelingt anderen sowas nur? Ich bekomme es einfach nicht hin!“ – Diese Szene ist mittlerweile etliche Jahre her. Ich habe mich endgültig von Planern verabschiedet, die zwar toll gestaltet sind, aber deren Seiten mir vorschreiben, was ich einzutragen habe. Ich führe mittlerweile ein Bullet Journal und – so cheesy es auch klingt – es hat wirklich mein Leben verändert.
Aber alles schön der Reihe nach.
💡 Warum die Bullet Journal Methode eine Chance verdient (gerade wenn du ein Chaos-Hirn wie ich hast)
🌈 Wie mein Bullet Journal mich im Alltag stärker und resistenter gemacht hat
⚠️ Wie ich Perfektionismus vermeide (und andere Fallen beim Journaling)

Kurz & knackig: Darum geht es bei der Bullet Journal Methode
Das Bullet Journal wurde von Ryder Carroll entwickelt. Er sagt von sich, dass er früher ein sehr abgelenktes Kind war, das in der Schule ständig im Rückstand und sehr ängstlich war. Als Teenager wurde bei ihm ADHS diagnostiziert. Mit dieser Biografie konnte ich mich sofort identifizieren. Heute weiß ich, dass ich selbst neurodivergent bin (Autistin mit ADHS), aber als ich mit dem Bullet Journal anfing, wusste ich das noch nicht.
Im Kern ist es ein analoges System in einem leeren Notizbuch, das Kalender, Tagebuch, To-do-Liste und Skizzenbuch vereint. Carrolls Techniken, die mittlerweile als Bullet Journaling Methode bekannt sind, waren für ihn stetig weiterentwickelte Hilfen, um seine Gedanken zusammenzuhalten und sich zu sortieren.
💡 Das Geniale: Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“. Es gibt nur das, was für dich funktioniert. Hier sind die Grundbausteine (die du alle in einem leeren Punkt-Raster-Notizbuch umsetzen kannst):
- Der Index: Das Inhaltsverzeichnis ganz vorne. Du musst nie wieder suchen, wo du deine Notizen zum letzten Meeting oder deine Urlaubsplanung aufgeschrieben hast.
- Das Future Log: Eine Jahresübersicht für Termine, die noch weit in der Zukunft liegen.
- Monthly Log: Deine Monatsübersicht – ein schneller Blick auf das, was ansteht.
- Daily Log: Dein Herzstück. Hier schreibst du jeden Tag auf, was zu tun ist, was passiert ist und – ganz wichtig – was du beobachtet hast.
Wenn du gerade das Gefühl hast: „Hilfe, das hört sich kompliziert an!“, hear me out. Ich erkläre dir hier nur die Grundlagen. Was du davon am Ende gebrauchen kannst, entscheidest du selbst. Am Ende dieses Artikel gebe ich dir noch einen Quick Start Guide fürs Bullet Journal. Aber jetzt erstmal durchatmen und weiterlesen.
Das BuJo als Stärken-Radar
Früher fühlte ich mich wie eine Versagerin, wenn ich ein paar Tage oder sogar Wochen nichts in mein Journal schrieb. Wenn du einen hohen Anspruch an dich selbst hast, dann besteht immer – ja, auch beim Journaling – die Gefahr, dass du dich im Perfektionismus verlierst.
Ich kann dir sehr ans Herz legen, mehr darüber zu lernen, wie dein Gehirn wirklich funktioniert und was es braucht. Ich weiß heute z. B.: Mein Gehirn braucht keine starren Leitplanken rechts und links, sondern einen Spielplatz. Vorgedruckte Seiten empfinde ich als einengend und irgendwie auch bevormundend. Vordatierte Seiten sind am schlimmsten, ich hasse die Lücken, wenn ich mal Tage auslasse.
Das Bullet Journal hingegen arbeitet genau so, wie ich es brauche. Ich habe damit gelernt, wie ich aufhöre, zu reagieren und stattdessen anfange, zu lenken.
Jeder Eintrag in meinem Journal sieht je nach Bedarf anders aus:
📌 Mal notiere ich mir, wie es mir gerade körperlich geht. Das ist wichtig für mich, denn natürlich schaue ich ganz anders auf mich, wenn ich mich daran erinnere: „Ach ja, du hattest diese Woche jeden Tag Kopfschmerzen, ist ja klar, dass du dir dann weniger vornehmen musst.“ Das fördert meine Selbststeuerung und hilft mir, nicht mehr von mir zu erwarten, als mein Körper geben kann.
📌 Es gibt auch Tage, da geht mir SO viel durch den Kopf, dass ich seitenweise schreiben muss, um das ganze Chaos irgendwo abzuladen. An solchen Tagen schreibe ich auch gerne Listen mit Gegenmitteln, die mir jetzt guttun würden.
📌 An den meisten Tagen bestehen meine Einträge einfach aus den drei Top-Aufgaben des Tages. Wenn ich mehr schaffe, ziehe ich mir weitere Dinge aus meinem Wochen-Log, wo ich Sonntags alles abgeladen habe, was mir durch den Kopf ging a la „das müsstest du eigentlich auch mal machen…“ Mich auf drei Dinge zu beschränken hilft enorm, die Kontrolle zu behalten. Lieber später nachjustieren, als von vornherein zu viel in den Tag zu packen und dann enttäuscht von sich selbst zu sein.
Hier siehst du ein paar Beispielseiten von mir (wie du siehst, alles andere als perfekt):


Wenn du dich nach einer Weile auf die Methode eingeschossen hast, wird das Bullet Journal also zu einem großartigen Werkzeug, um deine Stärken zu fördern und sichtbar zu machen. Die lockere Form der Methode fördert z. B. meine Kreativität. Ich habe mehr Ideen, weil sich mein Gehirn nicht kontrolliert und eingeengt fühlt. Ich fördere meine Besonnenheit und Freundlichkeit, weil ich weder von mir, noch von anderen zu viel auf einmal erwarte. Mich selbst zu beobachten und meine Gefühle und meinen Körper im Blick zu behalten fördert außerdem meine Selbstregulation und mein Urteilsvermögen.
Wie gut kennst du deine Stärken?
Übrigens: Diese fett gedruckten Stärken entstammen den umfangreichen wissenschaftlich fundierten Charakterstärken der Positiven Psychologie. Wenn du deine Stärken ebenfalls kennen- und entfalten lernen willst, dann habe ich hier ein paar nützliche Links für dich:
🌈 Was Stärken sind und wie du sie bei dir wahrnimmst
Extra: 3 Tipps für ein ADHS-freundliches Journaling 🧠
Wenn du wie ich oft unter deinem Chaos-Hirn leidest, hier noch ein paar Extra-Anregungen für dich. Hier sind meine Strategien, um den Druck rauszunehmen und den Fokus auf das zu lenken, was dich wirklich weiterbringt:
📌 Mini Steps statt To-Do-Listen-Terror
Wenn du am Abend den Tag absclhießt („Daily Log“), frag dich: Welche meiner Stärken habe ich heute genutzt?
War es z. B. Mut, weil du ein schwieriges Telefonat geführt hast? Schreibe ein M als Kürzel dazu. Oder vielleicht Beharrlichkeit, weil du trotz Ablenkung an deinem Projekt geblieben bist? (Kürzel: B) – Kniffe wie dieser haben es mir ermöglicht, auf Klasse statt Masse bei meinen To-Dos zu achten und mich auch über kleine Fortschritte zu freuen.
📌 „Kill-den-Perfektionismus“-Regel
Du hast drei Tage lang nichts eingetragen? Egal. Du musst nichts nacharbeiten. Und Lücken entstehen auch nicht, denn du kannst einfach da weiterschreiben, wo du aufgehört hast, yay. Das Leben verläuft nicht linear und das darf man auch an deinem BuJo erkennen. Das Bullet Journal ist für dich da, nicht du für das Journal. Im BuJo-Jargon nennt man das übrigens „Migration“ – wir nehmen von den Tagen und Monaten davor nur das mit, was jetzt noch wichtig ist. Der Rest darf einfach gehen.
📌 Nur eine gute Sache
Ich stelle mir gerne morgens die Frage: „Was ist die eine Sache, die – wenn sie erledigt wurde – den Tag zum Erfolg macht?“ Ich denke nicht immer daran, aber ich habe immerhin ein Lesezeichen, auf dem diese Frage steht, sodass ich mich oft genug daran erinnere.
FAQ: Häufige Fragen und Missverständnisse
„Wie fange ich so an, dass ich wirklich durchhalte?“
Indem du die Erwartungen radikal runterschraubst. Dein Journal ist kein Chef. Dein Journal ist dein externes Gehirn. Wenn du mal eine Woche pausierst, ist das kein Scheitern, sondern eine Pause.
„Es muss doch gut aussehen, oder?“
Nein! Ein Bullet Journal darf hässlich sein. Es darf Kaffeeflecken haben. Es ist ein Gebrauchsgegenstand für deinen Kopf, kein Kunstwerk für Instagram. Das Ziel ist Klarheit, nicht Perfektion. Leg unbedingt selbst dein „gut genug“ fest, indem du dir vergegenwärtigt, welches Ziel du mit deinem Bullet Journal verfolgst.
„Ist die Bullet Journal Methode kompliziert?“
Nein. Die „Sprache“ des originalen Bullet Journal Systems ist das sog. Rapid Logging. Es gibt vier Komponenten: das Thema bzw. die Überschrift, Seitenzahlen, kurze Sätze oder auch nur Stichworte sowie die Bullets, die dem Bullet Journal den Namen geben:
Für Aufgaben mache ich einen klassischen Bullet Point. Wenn die Aufgabe erledigt ist, wird daraus ein X. Falls ich die Aufgabe den Tag über nicht geschafft und auf morgen verschoben habe, mache ich aus dem Punkt einen Pfeil. Für Termine mache ich einen Kreis, den ich abhake, wenn der Termin durch ist. Und für Notizen mache ich klassische Spiegelstriche. Mehr brauchst du im Grunde nicht.
„Woher weiß ich, dass ich die Bullet Journal Methode ‘richtig’ mache?“
Du machst es richtig, wenn du feststellst, dass es dir dient. Wenn du am Abend ein klitzekleines bisschen über dich gelernt hast oder es dir gelungen ist, zufrieden mit dir zu sein, ist es super – egal wie es aussieht.
„Kostet die Bullet Journal Methode viel Zeit?“
Überhaupt nicht! Ich brauche morgens beim Frühstück ca. 5 Minuten, um mich auf den Tag einzustellen und meine Prioritäten festzulegen. Und abends 2-3 Minuten für einen Check-out, bei dem ich z.B. eine Sache notiere, die an dem Tag gut war.
Dein Start: So fängst du heute noch an (ohne Druck!) 🚀
Fang klein an. Schlag die erste Seite auf. Die Angst vorm leeren Blatt kenne ich gut, daher schreib doch für den Start einfach eine Sache auf, die heute gut war. Du hast so viel Kraft in dir – dein Journal hilft dir nur, sie jeden Tag ein bisschen deutlicher zu sehen und smarter zu nutzen.
Du hast ein Notizbuch und einen Stift? Super, mehr brauchst du nicht. Vergiss die komplizierten Layouts auf Pinterest. Hier ist dein minimalistischer 5-Schritte-Fahrplan:
1️⃣ Nummeriere deine Seiten: Falls dein Buch keine Seitenzahlen hat, fang einfach mit den ersten 10 an. Das gibt dir sofort das Gefühl von Ordnung.
2️⃣ Erstelle den Index: Schreibe auf die erste Seite „Index“. Hier trägst du später ein, auf welcher Seite was steht (z. B. „Seite 5: Mai“).
3️⃣ Das Future Log (optional): Nimm zwei Doppelseiten und teile sie in insgesamt 6 oder 12 Boxen für die Monate auf. Hier landen Termine, die erst später wichtig werden.
4️⃣ Dein erster Monthly Log: Schreib den aktuellen Monat groß auf eine neue Seite. Links die Daten (1, 2, 3...), rechts daneben Platz für die wichtigsten Termine und Ziele.
5️⃣ Der Daily Log (dein Anker): Schlag die nächste freie Seite auf, schreib das heutige Datum drüber und notiere einfach untereinander:
Aufgaben (mit einem kleinen Punkt •)
Erledigte Aufgaben: Aus dem Punkt wird dann ein X. Das ist das befriedigendste Gefühl überhaupt!
Termine (mit einem Kreis ○)
Notizen/Gedanken (mit einem Spiegelstrich -)
Fertig! Schreibe deine Fragen gerne in die Kommentare! Dort sammeln wir auch Materialtipps. 💜
Tipp zum Weitermachen: Unsere Podcastfolgen zum Bullet Journal

Schlagwörter: Achtsamkeit / bullet journal / Organisation / Produktivität / Selbstmanagement / Selbstreflexion / Stress / Zeitmanagement



toller Beitrag! Ich führe auch schon seit ein paar Monaten ein Bullet Journal und ich liebe es! Man kann es so gestalten wie es gerade passt und wie man sich fühlt.
Liebe Grüsse
Carla
https://carlakatharina.com/
Das macht mir richtig Lust auf ein Bullet Journal :).
Leider habe ich für dieses Jahr noch einen (eigentlich auch sehr schönen) Kalender, also muss das Bujo noch warten.
Der Minimalismus ist definitiv ein Pluspunkt!
Viele Grüße,
Jana
Hey Jana, das freut mich! Mir ging es genauso wie dir. Ich habe den Planer jetzt aber tatsächlich aufs Eis gelegt. Nach 2 Monaten Testphase ging der Sieg ans Bujo. ;)
Liebe Grüße
Melina
Großartiger Artikel! Ich führe vermutlich unbewusst seit Jahren diverse BJ’s. Meistens jedoch digital auf meinem iPhone, weil ich das wirklich immer dabei habe und es sich kreativ erweitern und anpassen lässt.
Mit der Zeit ist mir jedoch aufgefallen, dass ich gar nicht jeden Bereich meines Lebens „journalieren“ möchte :)
Danke für deine super Artikel und die aufwendig und sehr ansprechend gestalteten Seiten!!!
Das klingt doch erstmal nach einem sehr erfolgreichen Selbstversuch! Ich finde es am Anfang auch am allerwichtigsten, dass man sich von all den Ideen auf Pinterest & Co. nicht verrückt machen lässt. Wir empfehlen auch immer, vor dem eigentlichen Start erstmal zu überlegen, was man eigentlich brauchen könnte und was nicht. Das gibt ein bisschen Struktur und Klarheit und dann kann man einfach nur immer wieder ausprobieren, Layouts anpassen und immer so weiter!
Happy Journaling :)
Liebe Grüße, Lea
Hi Lea,
ja, genauso ist es, deswegen habe ich auch nicht früher angefangen. Ich hatte mir kein klares Ziel gesetzt. Nun merke ich aber, dass es ganz gut ist, meine persönlichen Ziele zu tracken, die fallen manchmal durchs Raster, weil ich immer nur Jobsachen organisiere und genau festhalte. ;-)
Liebe Grüße,
Melina
Hallo!
Ein toller Beitrag, danke!
Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema BuJo, habe einiges darüber gelesen, mir viele Beiträge angesehen. Ich bin von der Grundidee fasziniert.
Alles an einem Ort. Was ich nicht mag, sind die „extra toll“ ausgeschmückten BuJo. Ich mag es lieber „straight“. Mein BuJo hat keinen Kalender. Ich verwende seit Jahren das „Moleskine Weekly Notebook“ und habe es für mich als ideal gefunden. Eine Seite Kaleder, eine Seite leer, A4. Auf die leere Seite schreibe ich einen netten Spruch, eine To-Do-Liste für die Woche und eine Telefon-Mail-sms-WhatsApp-Liste. Falls ich zu einem Termin etwas notieren muss, trage ich das ebenfalls ein. Im Grunde ist mein Kalender schon ein „kleines“ BuJo.
Aber ich tendiere zu vielen Notizen auf vielen Zetteln, die dann sowieso irgendwohin verschwinden. Und da verwende ich jetzt mein offizielles BuJo. Ein hübsches No-Name-Notizbuch, liniert, A4, selbst paginiert. Einige Seiten freigelassen für Index. Hier schreibe ich das Thema und die Seitenzahl. Schreibe ich später zu diesem Thema wieder etwas, trage ich die Seitenanzahl vorne dazu. Rezepte, die ich unterwegs entdecke, Gesprächsvorbereitungen und -mitschriften, Projektplanungen und was so dazu gehört, Geschenkeliste (für andere u für mich), Notizen, wenn ich etwas Interessantes lese (in den Nachrichten, Blogs, Zeitungen, etc.), Ziele werden definiert und terminisiert (und dann in den Kalender eingetragen), Listen, wenn ich etwas recherieren möchte, Finanzplanung, Liste mit Menüvorschlägen,aber auch Tagebuch und Gedanken, die mich beschäftigen…
Einkaufslisten trage ich übrigens in ein kleines Spiralnotizbuch ein. Oben wird das Geschäft eingetragen, darunter die Sammlung. Gehe ich bei einem Geschäft vorbei, das in meinem Notizbuch steht, habe ich die Liste immer bei mir.
Das wurde nun ziemlich viel Text – jetzt siehst du, warum ich ein BuJo brauche :-)
Liebe Grüße aus dem sonnigen Niederösterreich!
Klara
Deine Struktur klingt gut! Nimmst du dein A4 Buch auch unterwegs mit oder überträgst du Dinge von unterwegs einfach später in dein großes Buch?
Huhu :)
Toller Artikel mal wieder. Ich nutze das BuJo auch schon seit fast einem Jahr und hatte am Anfang die gleichen bedenken wie du. Deswegen hatte ich mir auch zuerst ein günstiges buch gekauft um zu testen. Erst seit diesem Jahr habe ich ein Nuuna und ich liebe es. Meine Bucket-list ist mittlerweile so voll- keine Ahnung wie ich das alles in einem leben schaffen soll :D
Ohne mein BuJo geht es einfach nicht mehr und ich bin tatsächlich viel konzentrierter und fokussierter, dadurch das ich alles an einem Ort aufgeschrieben habe. Es ist eine enorme Erleichterung, wie ich finde. :)
Liebe grüße und einen sonnigen Montag,
Jess
Wow, das ist wirklich ein toller Beitrag eines Selbstversuchs. Obwohl ich bisher noch nichts vom Bullet Journal gehört habe, benutze ich so etwas ähnliches (allerdings schon vorgegeben) in Form eines Produktivitätsplaners auf der Arbeit.
Dein Beitrag hat mich motiviert, ein BuJo für zuhause mal auszuprobieren, da ich gerade manchmal das Problem habe, alles unter einen Hut zu bekommen und mein Blog (momentan gerade sehr) darunter leidet.
Ich bin gespannt wie fleißig du dein BuJo nutzt und freue mich auf neue Beiträge.
Liebe Grüße
Mona
Ich nutze das BuJo im vierten Jahr. Ich habe mich viel über Blogs darüber schlau gemacht und auch viele Videos dazu gesehen.
Ich plane und notiere alles damit, habe keine losen Zettel mehr rumfliegen und es ist alles an einem Platz.
Ich benutze ein kariertes Leuchtturm, nach dem Index kommt ein Jahreskalender für die langfristen Termine, dann ein paar Sammellisten (Kino, DVD, Bücher, Ausflüge, Healthtracker, Blogübersichten, Sammlung für Blogideen).
Jeder Monat beginnt mit einer Übersicht, auf der wichtige Termine und Geburtstage stehen, dann kommen die Ziele und ToDos für diesen Monat, dann ein Tracker für verschiedene Dinge und dann geht der Monat los. Immer mit einer Wochen(termin)übersicht, Speiseplan, Top 3 der Dinge, die zwingend erledigt werden müssen und dann noch einer Mind Map, an was ich in der Woche noch denken muss. Danach folgen dann die Tagespläne (7 Tage auf zwei Seiten).
Das Layout und die Art der Planung haben sich im Laufe der drei Jahre schon geändert, aber das ist ja das Tolle am BuJo, es passt sich an die Bedürfnisse des Einzelnen an.
Ich versuche mich auch gerade am Bullet Journaling, Hauptsächlich als Kalender, aber auch mit Habit Tracker, weil ich mir ein paar Gewohnheiten aneignen möchte um alte/schlechte Gewohnheiten loszuwerden.
Ich bin noch am probieren, was für mich am besten funktioniert.
Hallo meine Liebe,
wirklich schöner Artikel!
Ich finde, dass man gerade dadurch sieht, wie vielsieitg ein Bullet Journal ist und dass jeder es so anpassen kann, wie er es braucht.
Bei mir ist es tatsächlich auch so wie bei dir, dass ich kaum echte To-Do Listen benutze (höchstens für Reiseplanung etc.) sondern mehr Übersichten und Tracker für mehr Achtsamkeit im Alltag.
Auf jeden Fall waren da noch so einige hilfreiche Tipps dabei, für die danke ich dir sehr!
Denkst du, du wirst es langfristig in deinen Tagesablauf integrieren?
Liebste Grüße
Laura
Toller Beitrag! Sehr interessant und Neugier-weckend (haha) geschriebe :) Könntest du mal drüber schreiben, was für persönliche Dinge im Sinne von Weiterentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung man tracken kann? Kann mir schwer was darunter vorstellen.
Ich bewundere jeden, der beim Bullet Journal am Ball bleiben kann. Ich habe auch eins (sogar das hyperprofessionelle Leuchtturm 1917 :D) und ich nutze es immer mal wieder und dann verstaubt es wieder im Regal. An sich mag ich es total und finde es auch meditativ, da etwas einzutragen. Aber es ist für mich einfach soooo schwer, am Ball zu bleiben, weil ich meistens einfach zu faul dafür bin. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur noch nicht die richtige Journaling-Methode für mich gefunden :)
Toller Beitrag!
LG Julie
Mir geht es ähnlich wie Julie. Ich finde die Idee BuJo total schön und probiere es gerade selbst aus. Es gibt ja viele wunderschöne und auch schlichte Anregungen online. Aber trotz der Möglichkeiten merke ich immer wieder: wenn ich es so anpasse, wie es meinen Bedürfnissen entspricht, lande ich immer wieder bei einem klassischen vertikalen Wochenkalender mit vielen im Voraus vorgemalten Wochen… und kann dann doch meinen alten Kalender weiter benutzen. Mein Gefühl: zur Strukturierung des Tages ist die Methode „Bullet Journal“ sehr gut geeignet und so werde ich es auf der Arbeit wohl weiterhin einsetzen, wo ich wenige Termine, aber viele todos habe und verschieden Projekte koordinieren muss. Privat habe ich dagegen viele Termine, die sich zeitlich nicht überschneiden dürfen. Um das rasch zu erfassen, habe ich noch nichts besseres als einen akademischen Kalender gefunden – bin aber immer offen für Tipps im BuJo, ein bisschen schade finde ich es nämlich schon, dass der Versuch zu scheitern scheint :-)
Liebe „Alphabeta“ (anonym seine Meinung in den Äther schreien, ist immer so schön einfach, nicht wahr?),
zwei Fragen an dich:
1. Hast du diesen Artikel auch gelesen oder nur die schönen Bilder angesehen und dann deine Schlüsse gezogen?
2. Warum so pauschal und verurteilend? Lass doch jeden machen, woran er Spaß hat. Wie du über mein oder das BuJo meiner Freundin denkst, interessiert uns nicht. Spaß ist, was du draus machst (danke an Fanta für diesen Werbe-Slogan!).
Liebe Grüße,
Melina
Als ich noch Single-Studentin mit Nebenjob war, hat mir das Filofax auch gereicht.
Als berufstätige Mutter reicht es mir eben nicht mehr. Jeder Tag ist anders. Manchmal ein ToDo, wenn ich den ganzen Tag mit meiner Tochter auf dem Sportplatz beim Turnier bin, manchmal 5 Termine und 10 ToDos und dann reicht die Seite nicht mehr aus.
Bei mir findet man kein Washi-Tape, keine Glitzergelstifte und keine Doodles, ich habe eher ein minimalistisches BuJo, das mir das Leben einfacher macht. Und darum geht es mir dabei.
Und wenn jemand mit einem Filofax klar kommt, dann freue ich mich genauso darüber, wie wenn jemand alleine mit einer KalenderApp klar kommt.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Hey Melina,
danke für den tollen Beitrag! Ich nutze jetzt auch schon seit langem das Bullet Journal von Leuchtturm und ich liebe es, darin alle meine Gedanken und platzieren. Und das beste ist: ich weiß immer, wo ich sie finde und gelöscht wird auch nichts :)))
Haha stimmt, Datenchaos gibt’s nicht. :)
Hallo Melina!
Ich liebe Bujo’s schon seit einer ganzen Weile, habe mir aber nie wirklich zugetraut eines selbst zu führen (besonders wegen der ganzen künstlerisch schönen Designs auf Instagram, Pinterest und Tumblr). Als ich dann aber im April deinen Blog gelesen habe war ich gerade am Beginn meines Auslandssemesters und dachte mir „Ein Versuch ist es wert“, besonders weil ich meine Erfahrung sowieso in irgendeiner Form dokumentieren wollte.
Jetzt, 5 Monate später bin ich wieder zurück und mit mir ein Bujo voll mit Erinnerungen auf das ich extrem stolz bin. Deshalb, vielen vielen Dank für die Idee und die „Augenöffnung“, bezüglich der Angst vor dem weißen Blatt!
Liebe Grüße,
Jana
Hallo Jana,
das ist ja eine tolle Geschichte, Dankeschön fürs Teilen! Mein Bujo ist mittlerweile auch nur noch schwarz-weiß, weil ich keine Lust mehr auf große Kunst habe. Zum Monatsanfang gebe ich mir beim Deckblatt noch Mühe, aber das war’s dann auch. Wie du schon sagst, es geht ja um die Erinnerungen. :-)
Alles Liebe,
Melina
Hallo liebe Melina,
ich liebe Bullet Journals und führe meine bereits seit eineinhalb Jahren. Es ist wundervoll wie anpassungsfähig ein Bullet Journal ist. An den verschiedenen Designs und Themen sehe ich ganz deutlich meine Entwicklung über die letzten 18 Monate. Mal ist es sehr ausführlich und verspielt, mal wieder sehr minimalistisch, je nach Lebensphase und Bedürfnissen. Ich hoffe sehr, du findest in deinem Bullet Journal weiterhin einen zuverlässigen Begleiter und Handtaschen-Coach.;)
Auf meinem Blog schreibe ich ebenfalls über das Thema Bullet Journaling – Schau auch gerne mal bei mir vorbei! Ich würde mich freuen, wenn wir uns austauschen und gegenseitig inspirieren.
Von Herzen Danke für diesen tollen Artikel!
Ganz liebe Grüße,
Giulia
Hi Giulia,
danke für die Tipps! Du hast einen sehr schönen Blog.
Alles Liebe,
Melina
Vielen Dank für den schönen Beitrag. Ich hab mich auch lange mit dem Thema Bullet Journal beschäftigt. Letztendlich hab ich es leider nicht geschafft alles so vorzuzeichnen, wie ich mir das vorstelle. Naja. Dennoch bin ich weiter dran geblieben und hab geschaut, ob es nicht was gibt, was mir hilft. Zum einen konnte ich viele Bücher über das Bullet Journaling finden, aber es bleibt dabei, dass man alles selbst malen musss, wo ich eben nicht meine Begabung sehen. Vor ein paar Monaten, hab ich dann auf Kickstarter von einem Projekt gelesen, wo Leute aus München ein Bullet Journal professionell vorzeichnen und man nur mit Eintragen und Ausmalen das Journal fertig machen kann. Um es kurz zu machen: Ich hab die Aktion unterstützt und es hat sich echt gelohnt. Ich hab jetzt ein Bullet Journal – die nennen es Daily Journal von Local & Urban und es ist eine echte Alternative für mich. Kalender nehme ich nun schon lange keinen mehr her. Wen es interessiert das Journal gibt es auf Amazon oder im Onlineshop von Local & Urban unter https://local-urban.de/bullet-journal-ideen-das-daily-journal/
Liebe Melina,
vielen Dank für den schönen Artikel – mir geht es ganz ähnlich wie es dir damals ging und ich habe nun auch angefangen, ein BuJo für mein Privatleben anzulegen. Erstmal nur mit sehr wenigen Seiten, denn es gibt so viel tolle Auswahl dass ich mich da sonst verzetteln würde :D
Was mich immernoch umtreibt ist die Frage, ob und in welchen Umfang mein Berufsleben (ich arbeite festangestellt) dort auch Platz finden darf. Insbesondere, weil ich immer mehr meiner privaten Herzensthemen auch beruflich einbringen darf, aber nicht immer alle beruflichen To Dos auch am Wochenende oder im Urlaub sehen möchte. Wahrscheinlich ist das eine Frage von Ausprobieren und Balance – ich weiß, dass du das Problem so nicht hast, aber vielleicht hast du ja trotzdem einen Gedanken dazu :)
Liebe Grüße & ich freue mich auf neue Posts von dir :)
Hallo Melina,
am Jahresanfang bin ich von der Chaos-ich-hab-eh-5-Apps-Methode auf BuJo umgestiegen. Und bis jetzt läuft es sehr gut. Den digitalen Kalender sowie die digitale Einkaufsliste verwende ich noch, aber für alles andere: BuJo.
Besonders lustig finde ich immer wieder, wie mich Projektkunden darauf ansprechen, dass ich analog Notizen mache und nicht am Computer :-)
Liebe Grüße,
Michael
Hallo Melina,
vielen dank für die tolle Zusammenfassung deines Selbstversuches. Ich bin aktuell selber am überlegen, von Apps auf ein Bullet-Journal umzusteigen. Bin mir aber leider immer noch nicht sicher, ob es wirklich das richtige ist^^
Mal schauen, wo die Reise hingeht. Vielleicht sollte ich es einfach mal ausprobieren^^
Beste Grüße
Simon
Hallo Melina, hallo Timon,
danke für diesen Beitrag! Ich führe seit 2 Jahren ein Bulletjournal und muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich es wirklich als Organisationstool benutze und nicht nur, um es mit Aufklebern, Lettering und Washitape vollzukleistern. :)
Das Buch von Ryder Carroll ist großartig, ich würde es auch echt jeder und jedem empfehlen, der/die mit der Methode anfangen möchte. Das Tolle ist, dass das BuJo eben wirklich kein Korsett ist und alle es für sich anpassen können. Ich nutze meins als flexiblen Kalender, Tagebuch, Gewohnheitsracker, Tracker für meine Arbeit als Selfpublisherin und auch als Sammelstelle für Ideen, Projekte und Plan-Gedöns. :)
Lieben Gruß,
Tina
Hallo Tina,
ja, das ist auch mein größtes Problem. Ich hänge einfach so viel bei Pinterest und Instagram rum, da ist die „Gefahr“ einfach da, den Fokus zu verlieren. Toll, dass du schon seit 2 Jahren dein BuJo hast! Welche Symbole benutzt du eigentlich am häufigsten? Liebe Grüße, Melina
Liebe Melina, lieber Timon,
mich haben auch immer die tollen Entwürfe und Bullet Jounals der begabten Menschen abgeschreckt, weil ich so völlig unbegabt in punkto Zeichnen bin.
Aber jetzt wird das Buch bestellt und ich fange mal an. Meinen Kalender werde ich behalten (Ein guter Plan :-) Aber als Ergänzung notiere ich eigentlich eh immer irgendwo was, das gebündelt zu haben, wäre toll.
Vielen Dank auch, dass es die Podcast Beiträge auch in Schriftform gibt. Ich lese lieber, als dass ich höre. LG Mareike