Sichtbarkeit ist ein richtiges Buzzword in unserer digitalen Welt. Und wenn du eher zurückhaltend bist, stellst du dir vielleicht erst recht die Frage: „Wie kann ich online sichtbar werden und meine Kompetenz zeigen, ohne mich aufzuplustern?“

Die Antwort auf diese Frage ist eine ganz individuelle. Denn jede*r von uns hat andere Vorlieben und andere Grenzen. In dieser Artikel-Serie möchten wir dir Möglichkeiten und Ideen zeigen, wie du für dein Projekt oder dein Business deine Sichtbarkeit online erhöhen kannst. Denn gerade für Introvertierte und Schüchterne steckt das Internet voller interessanter Chancen. Guck mich an, ich bin offline ein Nobody. Aber hier, in meinem digitalen Wohnzimmer, wird mir zugehört.

Viel zu viele Websitebesitzer*innen und Blogger*innen verstecken ihre Kompetenz hinter leeren Floskeln und austauschbaren Stockfotos. Das finden wir unheimlich schade! Denn dadurch kann niemand erkennen, wie wertvoll ihr Wissen ist und man erfährt wenig über die Werte und die Persönlichkeit der Personen. Das hat nichts mit Sichtbarkeit zu tun. Ich sage gern:

Design ist so viel mehr als gute Optik! Design macht Persönlichkeiten und ihre Kompetenz sichtbar.

– Melina Royer

In diesem Artikel profitierst du von dem Wissen von Squarespace-Expertin Victoria Weber. Sie schreibt über Website-Tipps und Online-Branding und teilt in diesem Artikel ihr Wissen mit dir. Weil dieses Thema etwas komplexer ist, teilen wir den Artikel in mehrere Teile.

Kurz noch zu Squarespace: Mit Squarespace kannst du auch als ungeübte*r Anfänger*in eine moderne und professionelle Website erstellen, die deine Ideen zum Leben erweckt. Auf Vanilla Mind verwenden wir WordPress, da wir auch flexibel selbst coden möchten. Aber Kundinnen habe ich schon häufig Squarespace empfohlen, weil es kein technisches Verständnis voraussetzt und einfach trotzdem todschick ist. :)

Online sichtbar werden: Was du in diesem Artikel lernst

In Teil 1 zeigen wir dir, warum deine Website nicht von der Stange sein sollte und wie sie dein bester Mitarbeiter werden kann.

Teil 2 gibt dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um dir zu überlegen, was du wirklich von dir zeigen möchtest – und in Teil 3 bauen wir das Ganze zu einem handfesten Konzept zusammen. – Los geht’s!


Squarespace-Expertin Victoria Weber

Warum deine Website ein sehr persönlicher Ort ist

Hast du dich schon mal selbst dabei beobachtet, auf welchen Websites du hängen bleibst? Und bei welchen du mit einem innerlichen Schulterzucken sofort den Tab schließt?

Wenn du eine Website hast oder planst, bist du in der schwierigen Situation, genau solch einen Ort zu schaffen, an dem die Leute bleiben (und kaufen!) wollen.

Wie bei einem guten Leuchtreklameschild musst du es hinbekommen, dass die Leute innerhalb weniger Sekunden anbeißen und denken: „Hier gibt es genau das, was ich brauche!“

Klingt gar nicht so einfach? Ist es auch nicht!

Die gute Nachricht: Gerade, wenn du schüchtern bist, ist deine Website dein bester Freund zum online sichtbar werden! Ohne Feierabendansprüche ist sie dazu bereit, 24 Stunden pro Tag zu arbeiten, damit du es selbst nicht machen musst. Sie spricht für dich, verkauft für dich und erledigt im besten Fall einen Großteil der Überzeugungsarbeit.So zumindest die Idealvorstellung. Aber warum funktioniert das nur für so wenige Leute? Und warum sehen viele Websites so nichtssagend und austauschbar aus?

Der Knackpunkt ist, dass deine Besucher (schnell!) eine Lösung suchen, die perfekt zu der Situation und auch Stimmung passt, in der sie sich gerade befinden. Er oder sie möchte deswegen nicht auf eine Seite geführt werden, bei der abstrakte Sätze oder Fotos ihn fragend zurücklassen.

Anstatt die vermeintlich sichere Standardausführung zu wählen, dich hinter vielen Stockfotos zu verstecken und mit allgemeinen Floskeln aufzuwarten, ist mein Rat: Bau eine leuchtende, persönliche, überzeugende Website!
In diesem und den beiden nächsten Artikeln zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du das angehen kannst.

Social Media ist kein Ersatz für eine Website!

Eine Menge Selbstständig investieren ihre Zeit lieber in Kanäle wie Instagram oder Facebook statt in ihre Website. 

Wenn du gerade nickst und denkst: „So ist das bei mir auch…“, bist du nicht alleine.Bei vielen liegt es einfach daran, dass sie die Technik vor der Arbeit an der eigenen Website zurückschrecken lässt. 

Außerdem ist der strategische Aufbau deiner Website etwas, das sich erst mittelfristig auszahlen wird (bei Instagram bekommst du dagegen “Instant Gratification”, die ständige Belohnung durch Likes und Aufmerksamkeit).

Es gibt aber ein paar gute Gründe, warum du trotzdem eine eigene – richtig gute und persönliche! – Website brauchst.

Grund 1: Deine Website zieht die wirklich interessierten Leute an

Wenn du dich für Ergebnisse oder tiefgehende Informationen interessierst, wirst du normalerweise nicht in sozialen Medien fündig. Sondern: Du gehst online und suchst gezielt nach dem Thema, zu dem du Wissen oder eine Lösung brauchst.

Am Ende landest du im Normalfall immer auf einer Website. Selbst gute Youtube-Videos, die ja eigentlich in sich abgeschlossen sind, verweisen meistens auf – genau – Websites!

Websites sind nicht tot – und schon gar nicht sind sie tot, wenn es darum geht, zu verkaufen. 

Du magst für dein Unternehmen kein physisches Ladengeschäft mehr brauchen, aber du brauchst online eine Homebase. Deine eigene Website ist dafür die allerbeste Wahl, um sichtbar zu werden. Egal ob du Olivenöl, Designdienstleistungen oder Bastelanleitungen anbietest – und selbst wenn du Transaktionen über Plattformen wie Etsy oder Elopage abwickelst: Deine Website ist der zentrale Ort, an dem alles zusammenlaufen sollte.

Grund 2: Deine Website beschützt deine begrenzte Zeit 

Du selbst musst erstmal mit niemandem reden – alleine durch deine Bilder und Texte kannst du ziemlich gut steuern, wen deine Seite ansprechen soll.

Das Tolle an einer Website ist, dass sie gleichzeitig offene Tür und regulierende Eingangsschranke ist.

– Victoria Weber

Und wenn es dann läuft, musst du dich nicht darum kümmern, die herein strömenden Besucher manuell zu verwalten. Du kannst dir zum Beispiel überlegen, alle eingehenden Anfragen direkt durch Kategorien in deinem Kontaktformular zu ordnen. Oder du lässt Email-Abonnent*innen je nach Themenbereich automatisch einteilen.

Das ist viel zeitsparender, als einen einzigen Instagram-Nachrichteneingang zu haben, der sich ungeordnet immer weiter füllt. 

Deine Website erledigt solche Filterarbeiten für dich. Wie ein gut gelaunter Servicemitarbeiter am Empfang, der eintreffende Leute mit freundlichem Lächeln darauf hinweist, dass du leider erst wieder am Montag ab 9 Uhr auf Mails antworten wirst – und ihnen einen frisch dampfenden Kaffee für die Wartezeit serviert.

Nur dass der Kaffee in diesem Fall eine automatisierte Email oder eine Liste an informativen Blogposts zur Überbrückung sein kann. Und statt eines Servicemitarbeiters lächelt dein Foto die Websitebesucher an. 

Deine Website hält also für dich die Stellung. Und schafft so Freiheiten für deine umsatzbringenden Tätigkeiten hinter den Kulissen.

Grund 3: Auf deiner Website bist du Chef

Deine Website ist der Ort, an dem deine Regeln gelten. Hier sagt dir niemand, dass deine Bilder nur quadratisch sein dürfen oder dein Text auf 1800 Zeichen beschränkt sein muss. Kein Algorithmus beschränkt, wie viele Leute deine Website sehen werden. 

Das Gute am Chefsein ist auch, dass du nicht ständig selbst zur Stelle (bzw. in Instagram-Stories präsent) sein musst. Du kannst eine absolut überzeugende, wunderschöne, Anfragen-generierende Website haben – und den ganzen Tag in bequemer Kleidung herumlaufen, von zu Hause aus oder auf Bali arbeiten.

Wenn du deine Website als eine Art Sales-Mitarbeiter siehst und auch längerfristig so aufbaust, hat das den tollen Effekt, dass du nie wieder Kaltakquise-Momenten ins Auge blicken musst. Dein potenzieller Kunde hat sich dann nämlich schon online alles angesehen und ist vermutlich bereits zu 80% überzeugt, wenn er anfragt. 

Lass deine Website das Reden für dich übernehmen!

Du bist vom Konzept einer solchen Website überzeugt? Sehr gut.

Wir gehen jetzt einfach davon aus, dass du deine Website nicht nur als Hobby betreibst. Sondern dass du seriously im Business bist, du zeigen willst, was du kannst und dass du Geld mit deiner Website verdienen möchtest.

Wenn das dein fester Plan ist, gibt es vier Punkte, die du mit deiner Website umsetzen bzw. erreichen musst: 

  1. Du musst zeigen, für wen du der/die Richtige bist
  2. Du musst deine Besucher sowohl inhaltlich als auch mit den richtigen “Vibes” einfangen
  3. Du musst beweisen, dass du wirklich kannst, was du versprichst
  4. Du musst die Leute in Aktion treten lassen, sodass sie einen kleinen Schritt näher in Richtung Bezahlangebot treten (+ ein System haben, das darauf dann aufbaut)

„Gut!“, denkst du jetzt vielleicht, „klingt alles sehr vernünftig. Aber wie mache ich das denn jetzt?”

Kleiner Spoiler: Auf jeden Fall nicht mit einer Lösung von der Stange. Das Ganze fängt damit an, dir anzusehen, was du eigentlich mit deiner Website vorhast. Bevor es an die Inhalte geht – oder solche Details wie Schriftarten – ist das der allererste Schritt.

Was sind deine Ziele für deine Website?

Die Frage, was denn eigentlich deine Ziele sind, wirkt so banal, dass die meisten sie einfach überspringen. Denn „es ist doch ganz klar”, was man mit einer Website erreichen möchte, oder?

Tatsächlich ist dem nicht so!

Es gibt zum Beispiel zig verschiedene Motivationen, einen Modeblog zu starten: 

  • Du möchtest den Blog gründen, um mit der Reichweite durch Affiliatemarketing Geld zu verdienen 
  • Du möchtest eine eigene Modemarke aufbauen und willst dir durch den Blog schon mal eine modeaffinine Zielgruppenliste aufbauen
  • Du möchtest als Designer angeheuert werden und versuchst, durch den Blog auf den Radar bestimmter Institutionen/Medien zu kommen
  • Du bist unzufriedener Print-Moderedakteur und versuchst, dir eine eigene Leserschaft aufzubauen, der du später einen Styling-Onlinekurs verkaufen möchtest
  • Du nutzt den Blog als Akquise-Kanal, um Leute für deine geschlossene Facebookgruppe zu werben, in der du für Produkte von Werbepartnern Live-Video-Demos veranstaltest
  • Du bist Mode-Youtuber und kommst langsam bei der Youtube-Optimierung an deine Grenzen. Jetzt versuchst du, durch textbasierte Blogposts deine Videos zu promoten, damit du auch bei Suchanfragen in Google auftauchst

Hinter dem scheinbar gleichen Ziel eines Modeblogs steckt in Wirklichkeit ein tiefer gehender Zweck, für den ein eigener strategischer Aufbau der Seite notwendig ist. 

Und das gilt nicht nur für Blogs. Dasselbe ist auch der Fall, wenn du eine “einfache” Website als Selbstständiger aufbaust! Auch hier gibt es wieder zig Motive, die hinter deiner Website stehen können. 

Vielleicht möchtest du mit anderen Selbstständigen große Projekte betreuen und siehst dich als Teil eines temporären Teams. Vielleicht möchtest du zu einem bestimmten Thema deine Expertise zeigen und dadurch Beratungsangebote verkaufen. Vielleicht brauchst du auch einfach nur ein virtuelles Portfolio, zu dem du potentielle Kunden schickst, die du ohnehin über mündliche Weiterempfehlung bekommst.

Alle Websites haben also ihren ganz eigenen Zweck – auch wenn sie nach außen hin oft sehr ähnlich aussehen.

Bevor du dich also in die Planung stürzt, setz dich hin, schreib dir dein Hauptziel auf – und dazu noch 2-6 Unterziele, welche direkt damit zu tun haben bzw. dort hinführen.

Schreib dir diese Ziele auf und du hast die beste strategische Basis, um online zu zeigen, was du kannst!

Wie du dann weitermachst, schauen wir uns in Teil 2 der Artikelserie an.

Mehr Sichtbarkeit: Plane deine neue Website in 5 Tagen!

Victoria ist Squarespace-Expertin und bloggt zu Website-Tipps und Online-Branding. Das Ziel: Deine Marke auf ein neues Level zu heben und online zu überzeugen!

Hier kannst du dir ihr gratis Planungs-Workbook für deine Website holen.

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