Ich will jetzt endlich wissen, warum alle so begeistert vom Bullet Journal sind! Was funktioniert da am besten? – Selbst eins anfangen!

Erinnerst du dich noch mein Interview mit Bullet Journal Profi Lea Giltjes? Falls nicht, fasse ich kurz für dich zusammen: Ich bin blutige #bujo-Anfängerin und hatte keine Ahnung, ob ich überhaupt ein Bullet Journal anfangen soll, wo ich doch so happy mit meinem digitalen Planer bin. Warum versuche ich es trotzdem? Weil das Bullet Journal mehr verspricht, als nur ein Planer zu sein: Es kann bei der persönlichen Weiterentwicklung helfen und wie ein Coach dabei helfen, sich im Alltag besser zu beobachten und achtsamer zu werden. Falls du noch nie vom Bullet Journal gehört hast und wissen willst, woher es kommt, schlage ich vor, du liest zunächst das Interview.

Du hast schon einiges vom BuJo-Trend gehört und dich interessiert, wie das Ganze dann in der Praxis aussieht? Dann lies hier weiter:

Herzlich willkommen zum neuen Selbstversuch: „Melina und ihr Leben in einem offline Notizbuch“. Keine Delete- oder Backspace-Taste, nur meine linke Sauklaue (mit der ich alles, was schön werden soll, grundsätzlich erstmal verschmiere) und ein leeres Notizbuch. Help, please!

„Journal writing is a wonderful pathway to self-awareness.“

– Rand Olson

Meine Hilfsmittel für den Bujo-Versuch:

Was du auf meinen Fotos noch an Material herumliegen siehst, ist ausdrücklich optional. Ich mag es normalerweise auch eher minimalistisch.

Mein Einstieg ins Bullet Journal:

Keine Angst vorm weißen Blatt!

Bullet Journaling ist tatsächlich viel einfacher, als ich dachte. Ich ließ mich lange davon abschrecken, weil ich dachte, ich müsste ein komplett neues System erlernen und hatte schlichtweg keine Lust mich damit auseinanderzusetzen. Auch sah ich die schönsten Layouts auf Instagram und Pinterest herumgeistern und fühlte mich komplett überfordert.

Ja, es gibt zigtausend Möglichkeiten, sein Journal zu gestalten. Und ja, es gibt nochmals so viele Tipps, Hacks und Verbesserungsvorschläge. Das ist ein ganz klassischer Fall von Entscheidungsparalyse: Zu viele Möglichkeiten erschweren die Entscheidung und lähmen einen am Ende. Dann fängt man besser gar nicht erst an und alles bleibt beim Alten. So war es auch bei mir.

Fazit: Die ganzen Ideen und Möglichkeiten müssen einen zum Start nicht interessieren. Zum Anfangen genügt ein leeres Notizbuch, ein Fineliner und der Wille ganz unperfekt (!) den ersten Schritt zu gehen. Alles andere folgt von allein.

Was will ich überhaupt?

Okay, jetzt weiß ich aber immer noch nicht wie ich anfangen soll. Da helfen Bücher für Anfänger: Stöbert man durch die Bücher von Jasmin Arensmeier und Nathalie Güllü wird ganz schnell klar, wie individuell das Bullet Journal sein kann. Nicht jede Idee ist die passende für meinen Alltag.

  • Was erwarte ich von meinem Bullet Journal?
  • Soll es einen herkömmlichen Planer ersetzen? Brauche ich einen Kalender?
  • Will ich das BuJo für Persönlichkeitsentwicklung nutzen? Wenn ja, was will ich erreichen? Bis wann?

Diese Fragen musst du dir selbst beantworten. Lege dein Ziel fest: Willst du dir eine Sportroutine aufbauen, selbstbewusster werden oder deinen Fokus verschieben und öfter von negativen Gedanken loskommen? Danach entscheidet sich, wie dein neues Journal aussehen wird. Alles kann, nichts muss.

Auf das Wichtigste zu reduzieren hieß in meinem Fall: Kein Kalender, keine Monatsübersicht, keine Terminplanung mit To-Do-Listen. Eigentlich sind dies die Kernkompetenzen eines Bullet Journals, dennoch brauche ich sie nicht. Meine Selbstorganisation wird digital bleiben, weil ich ein Tool verwende, das ich Timon und ich gemeinsam verwenden (welches das ist, liest du hier).

Wie individuell und flexibel ein Bullet Journal ist, zeigt dir diese zufällige Auswahl an verschiedenen Modulen. Module nennt man die einzelnen Funktionen und Übersichten, die sich bei vielen bewährt haben:

  • Jahresübersicht / Jahresziele
  • 5-Jahres-Plan
  • Monatsübersicht / Monatsziele
  • To-Do-Listen
  • Leselisten
  • Verliehene Gegenstände
  • Schlaf-Log
  • Stimmungs-Barometer / Gefühlstracker
  • Business Ziele
  • Gewohnheiten
  • Ausgaben und Sparpläne
  • Fitness-Tracker
  • Für Blogger: Social Media Planung, Redaktionsplan
  • Dankbarkeitstagebuch
  • Kochplaner
  • Morgenroutine / Abendroutine

Achtung: Ja, dass es viele Optionen gibt, kann einen erstmal abschrecken! – Aber ich habe mir einfach nur das rausgesucht, wofür ich wirklich den Elan habe. :)

Viele der genannten Module werden in den Büchern Mein Bullet Diary selbstgemacht* von Nathalie Güllü und Gestalte dein Journal mit der Bullet Methode* von Jasmin Arensmeier erklärt. Während das erste Buch von Nathalie Güllü sehr auf Schritt-für-Schritt Anleitungen setzt, findet man bei Jasmin besonders kreative und inspirierende Ideen. Beide Bücher haben mir den Start sehr erleichtert. Weg vom Internet und dem schier endlosen Ideenstrudel – rein ins Machen!

Das Notizbuch anlegen.

Ich habe mich für folgende Module entschieden – UPDATE JUNI 2020:

  • Eine Seite für meine 3 Monatsziele inklusive Evaluierung (Was habe ich erreicht? War war positiv, was negativ?)
  • Meine Tagesnotizen
  • Update: Mein BuJo ist mittlerweile extrem clean geworden. Keine instagrammable Illustrationen und Verschönerungen mehr – nur noch meine Monatsübersicht und die Erlebnisse der einzelnen Tage. Notizen und Ideen sammele ich in sogenannten Collections auf einer Doppelseite. Dort lege ich ein Lesezeichen hinein, um sie später wiederzufinden. Das wars auch schon. Ich mache mir keinen großen Aufwand mehr, das gibt mir viel mehr Freiheit und Flexibilität. Diese Herangehensweise entspricht auch viel mehr der ursprünglichen Idee von Ryder Carroll. Untern findest du sein Buch verlinkt.

Alles andere brauche ich nicht, weil ich ohnehin schon sehr viel Struktur im Alltag habe. Meine Morgenroutine ist seit Jahren fix. Termine, Projekte und Deadlines sind im gemeinsamen digitalen Kalender.

Jetzt bin ich soweit, meine Wunschmodule ins mein Notizbuch zu übertragen. Für den Anfang haben mir die Vorschläge aus meinen Ratgebern gereicht. Später kann ich mir immer noch überlegen, ob ich andere Layouts ausprobieren möchte. Am besten ist es aber immer, mit erprobten Techniken und Vorlagen zu beginnen.

Tipp: Die ersten beiden Seiten am besten erstmal freilassen, denn dort kann man ein Inhaltsverzeichnis und die sogenannte Legende unterbringen. Während der Gestaltung der Übersichten kann man nach und nach die Seitenzahlen eintragen (bei vielen Büchern ist die Seitenzahl schon vorhanden), um immer den Überblick zu behalten.

Fazit

Was mich auf jeden Fall überzeugt, ist die Einfachheit und Flexibilität. Am Anfang wirkt ein leeres Buch sehr abschreckend und ich habe mir mitunter gewünscht, ich müsste einfach bloß ein paar Platzhalter ausfüllen wie in herkömmlichen Planern. Das hat mich aber in der Vergangenheit nicht sehr weit gebracht: Ich hatte die schönsten Planer, aber sie wurden kaum verwendet, weil sie nicht auf meine Bedürfnisse zugeschnitten waren.

Des Weiteren ist mein Bullet Journal für mich mehr als ein „neuer Hack“ für mehr Produktivität: Es hilft mir, aufmerksamer mit mir selbst umzugehen, weil ich jetzt anhand meiner Notizen sehen kann, was an Tagen los war, an denen es mir schlecht ging. Zuvor habe ich auch nicht meine persönlichen Ziele notiert, sondern nur geschäftliche Ziele, weil es woanders keinen Platz für Persönliches gab. Das läuft jetzt zum Glück besser und ich merke, was ich alles für mich selbst erreicht habe.

Die beiden Bücher waren für mich ebenfalls wertvoll. Durch die Anleitungen zu blättern war für mich nicht so stressig wie online nach geeigneten Hilfen wie Videos und Fotos zu suchen. Mich überfordert die Informationsflut auf Pinterest schnell, daher ziehe ich gebündelte Information, die auf das Wichtigste reduziert ist, ganz klar vor.

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahres auf jeden Fall am Ball zu bleiben und mein Bullet Journal fortzusetzen. Wer weiß, vielleicht kommen sogar noch ein paar Module hinzu…

Material Tipps zum Starten*:


Hast du schon ein Bullet Journal?
Wie verwendest du es?


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Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist ein leeres Notizbuch, das du komplett selber gestaltest. Wofür du es benutzt, liegt ganz bei dir: Planer, Kalender, Notizbuch… was immer du gerade benötigst. Du kannst also dein gesamtes Leben darin planen und festhalten!

Was ist an der Bullet Journal Methode besser als an einem herkömmlichen Planer?

Die Flexibilität. Es ist nichts vorgegeben, was bedeutet, dass du dein Bullet Journal exakt an deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst. Und wenn die sich ändern, dann kannst du das in deinem Journal neu anpassen.

Wie lege ich am besten los?

Am besten überlegst du dir zuerst einmal, wofür du dein Bullet Journal überhaupt verwenden möchtest. Als klassischen Kalender? Willst du deinen Haushalt und den Zeitplan deiner ganzen Familie damit managen? Oder planst du auch Projekte für die Arbeit damit? Das kann dir ein bisschen Orientierung geben. Dir sind keine Grenzen gesetzt! Und dann hilft nur starten und ausprobieren.

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