Eines gleich unmissverständlich vorweg: Wir lieben Mindmaps! Wenn ein neues Projekt ins Haus steht, lautet bei uns gleich die erste Ansage: „Lass ma ’ne Mindmap machen…“

Wofür wir sie nutzen? Für eigentlich alle Aufgaben, bei denen es darum geht, komplexe Zusammenhänge zu vermitteln. Timon hält zum Beispiel seine Vorträge mit Mindmaps als Manuskript und wir strukturieren unsere Bücher gerne mithilfe von Mindmaps.

Das Coole an Mindmaps ist, dass du deine Gedanken und Ideen visuell greifbar machen kannst und dabei noch kreativer wirst und mehr Tiefe gewinnst. Und anders als bei Listen oder Notizen kommt dein Gedankenstrom erst so richtig in Wallung, wenn du mit dem Mindmappen anfängst. – Nein, das ist nicht zu viel versprochen!

Vielleicht kennst du diese Probleme:

  • „Wo bitte soll ich bei der Menge an Ideen überhaupt anfangen?“
  • „Welche Inhalte soll mein Vortrag/Masterarbeit/Präsentation/[setz ein, was immer gerade auf deinem Schreibtisch unerledigt herumliegt] alles abdecken?“
  • „Wie kann ich den maximalen Nutzen aus dem Stoff herausholen?“

Klingt nach dir? Dann lies unbedingt weiter: In diesem Artikel zeigen wir dir alles, was du über Mindmaps wissen musst.

Was du über Mindmaps wissen musst

Mindmaps – die Wunderwaffe für mehr Klarheit im Kopf und bessere Inhalte #Mindmap #Ideen #erstellen #lernen #Produktivität #Klarheit

#1 Was sind Mindmaps überhaupt?

Vielleicht hast du von Mindmaps schon einmal in deiner Schulzeit gehört. Dummerweise vergisst man solche brillanten Techniken schnell wieder, sobald man aus der Schule raus ist.

Kurz gesagt: Im Grunde genommen sind Mindmaps nichts anderes als beschriftete Baumdiagramme. Du kannst diese kognitive Technik nutzen, um ein bestimmtes Themengebiet umfassend zu erschließen und in eine logische Abhandlung zu bringen. Und das kann wirklich alles sein: Deine Masterarbeit, eine Kundenpräsentation, ein Angebot, und so weiter.

#2 Was können Mindmaps, wo andere Techniken versagen?

Tschüss, Schreibblockade!

Wir lieben Mindmaps besonders für diesen Punkt! Nichts ist frustrierender als eine Aufgabe elend lange vor sich herzuschieben, weil man einfach nicht weiß, wo man anfangen soll und das, obwohl man sein Thema eigentlich sogar sehr gut kennt. Hallo Prokrastination.

Hier dienen Mindmaps als Prophylaxe: Du brauchst Ideen erst einmal nur aufzuzeichnen. Keine Logik, keine besondere Sortierung. Erstmal einfach nur raus mit den Gedanken! Strukturiert wird erst im zweiten Schritt, davor ist alles egal. Dass dieses Prinzip einen wirklich vor einer fiesen Blockade bewahrt, haben wir selbst festgestellt.

Bei meinem ersten Buch stand ich vor der Herausforderung, dass die meisten Kapitel sehr in die Tiefe gehen mussten. Es ging um das Thema Schüchternheit und solche sozialen Ängste kann man ja nicht mit ein paar allgemeinen Tipps abfrühstücken. – Hier sind intensive Recherchen, Studien und Auseinandersetzung mit der eigenen Psyche gefragt.

Diese Substanz möglichst umfassend zu behandeln, ist also eine Herausforderung! Zu Beginn hatte ich 2-3 Kapitel ohne Mindmap geschrieben und lief plötzlich gegen eine Wand. Mir fiel nichts mehr ein und irgendwie las sich auch alles nicht so flüssig und einleuchtend. Also alles nochmal neu – diesmal mit Mindmap. Manchmal brauchte ich nicht nur eine Mindmap, sondern auch noch stundenlange Therapie-Gespräche, aber das ist eine andere Story.

Klar ist: Am Ende muss die Message knackig und deutlich auf den Punkt gebracht werden. Ohne Mindmaps wäre das Manuskript auf keinen Fall so klar und leicht zu erfassen geworden!

Mindmaps können komplexe Inhalte viel klarer darstellen und verbessern die Qualität deiner Arbeit.

Du bist Expert*in auf deinem Gebiet und dein Kopf ist voller Ideen, die nur darauf warten umgesetzt zu werden. Aber wie bringe ich eine Idee sinnvoll zu Papier, ohne mich zu verzetteln?

Oder: Wie bringe ich etwas (das ich intuitiv mache und für mich selbstverständlich ist) jemandem näher, der dies zum ersten Mal hört?!

Hier kann eine Mindmap helfen: Du erkennst schnell, wo ein Thema komplexer wird, als du vielleicht zunächst dachtest. Du kannst sämtliche Informationen festhalten und dank der baumartigen Struktur beliebig tief – oder eben auch kurz – ein Thema vermitteln. Bei herkömmlichen Inhaltsverzeichnissen kann man auch viel Quatsch hintereinander wegschreiben, ohne es wahrzunehmen. Und dann liest man am Ende drüber und denkt nur so: „Meh.“ Ist mir häufig passiert. Wenn du einmal angefangen hast, Inhalte zu produzieren und danach feststellst, dass dein Konzept Lücken hat – yay, alles umsonst. Und im schlimmsten Fall ist es sogar zu spät, um einen sauberen Neustart zu machen!

Eine Mindmap zwingt dich schon von vornherein, eine gute Struktur festzulegen. Du vermeidest dadurch, Inhalte zu produzieren, die keiner lesen will. Wenn du vor deiner eigentlichen Arbeit nicht gründlich genug ins Detail gegangen bist, wird diese fehlende Struktur auch nicht plötzlich durch glückliche Fügung zustande kommen!

Wenn es keinen Zusammenhang gibt und du auf Lücken stößt, dann erkennst du das dank einer Mindmap sehr schnell und kannst die Gedanken entsprechend neu sortieren.

Mindmaps arbeiten ganz ähnlich wie unser Gehirn.

Das menschliche Gehirn denkt nicht nur linear in eine Richtung, sondern vernetzt. Durch die Methodik der Mindmap, Gedanken sowohl in Bild und Text darzustellen, fällt es uns leichter, unsere Gedanken zu Papier oder auf den Bildschirm zu bringen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, welche Lerntypen es gibt und wie unser Gehirn Information verarbeitet, kann ich dir diesen TED Talk ans Herz legen: Bodybuilding for the brain: John Pelley at TEDxTexasTechUniversity

Auf Autopilot schalten und im Schlaf gute Ergebnisse erzielen.

Klingt übertrieben für dich? Eine Mindmap bringt dir wirklich viel Ruhe und Ordnung. Gerade wenn es hektisch wird und man kurz vor einer Deadline steht, tendiert man schnell dazu, Fehler zu machen. Die Mindmap ist dann wie eine Landkarte. Dann kann man ohne Risiko den Kopf ausschalten und muss nur noch den Anweisungen zu folgen, die man sich vorher zurechtgelegt hat. Nichts wird vergessen und am Ende ergibt sogar alles noch einen Sinn. – Luxus! Und das alles nur dank guter Vorarbeit.

#3 Wie lege ich mir eine Mindmap an?

Wir verwenden für unsere Mindmaps am liebsten eine App. Apps haben den Vorteil, dass wir schneller editieren können und es immer übersichtlich bleibt. Alles kann blitzschnell neu sortiert werden. Auf Papier wäre es bei uns ein einziges hingeschmiertes Chaos! Aber: Du entscheidest. Manchen macht es unheimlich Spaß, ihre Mindmaps mit handgezeichneten Icons und Visuals aufzuwerten.

Du brauchst keine besonderen Fähigkeiten für das Erstellen einer Mindmap. Lass dich nicht abschrecken – anfangen ist wichtiger als in Schönheit zu sterben!

Unsere Empfehlung für einen schnellen Einstieg mit App: iThoughts. (Gibt es für macOS, iOS und Windows.) Toketaware hat auch super Videos, die alles sehr schnell und ohne viel Aufwand erklären. An iThoughts mag ich die extrem schnelle Bedienung mit Hotkeys (ein MUSS für uns) und dass wir uns eigene Design Templates anlegen können. Wer erstmal mit einem kostenlosen Werkzeug anfangen möchte, kann FreeMind für sich testen.

Fazit: Darum lieben wir Mindmaps

Mindmaps sind ein „lebendiges“ Werkzeug, das heißt…

… sie haben viele Verzweigungen und sind hierarchisch aufgebaut.

… du musst deine Gedanken nicht filtern. Schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt.

… du kannst Ideen verschieben und jederzeit neue ergänzen.

… du kannst sofort erkennen, ob noch Information fehlt.

…Und: Du brauchst keine besonderen Skills, um mit Mindmaps loszulegen!

Zum Weiterlesen:

Let’s talk tech: ALLE Apps, Geräte und Techniken, die den Kopf bei der Arbeit freihalten

Hast du schon einmal eine Mindmap genutzt? Wenn nicht, wofür wirst du sie ab jetzt nutzen? 

Buchtipp für konzentriertes Arbeiten: Deep Work

„Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen“*, erschienen beim Redline Verlag

Cal Newport empfiehlt unter anderem individuelle Rituale, die die eigene Konzentration fördern und einen achtsamen Umgang mit der eigenen Energie unterstützen: „[Meine] Rituale habe ich über die Jahre für mich entwickelt und lange herumexperimentiert, bis ich herausgefunden habe, was für mich gut funktioniert und was nicht. Und welche Strategie zu welcher Form der Arbeit passt. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, ich kann mich besser konzentrieren. Für mich ist ein Tag voller idyllischer Muße – so wie ihn Jung, Darwin und McCullough benötigten – nicht der einzige Weg. Deep Work ist keine nostalgische Anwandlung von Denkern und Philosophen. Den Zustand von Deep Work kann jeder erreichen.“ (– Auszug aus „Konzentriert arbeiten“ von Cal Newport)


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