Vielleicht kennst du das auch: Du sitzt abends auf dem Sofa, der Tee in deiner Lieblingstasse wird langsam kalt, und eigentlich hast du dir fest vorgenommen, einfach mal zehn Minuten gar nichts zu tun. Nur durchatmen. Den Tag sacken lassen.
Aber kaum sitzt du da, fängt es im Kopf schon wieder an zu rotieren. „Habe ich diese eine Mail wirklich abgeschickt? Was koche ich morgen? Und ach ja, ich muss dringend noch das Treffen für das Wochenende koordinieren...“ Ehe du dich vernehmen kannst, hast du dein Smartphone in der Hand, scrollst durch Instagram und checkst nebenbei deine To-do-Liste.
Bäm! Da ist er wieder, der Gedankenstrudel, der einfach nie Ruhe gibt. Wir wollen so dringend unser Gedankenkarussell stoppen und endlich mal wieder den Kopf frei bekommen, aber unser Gehirn läuft im Hintergrund permanent auf Hochtouren – wie ein Browser mit 47 offenen Tabs. Ich kenne das so gut! Mein Kopf ist oft so voll, dass ich das Gefühl habe, er explodiert gleich. Und genau in so einer Phase voller Reizüberflutung stolperte ich immer wieder über einen Trend, den ich früher ehrlich gesagt ziemlich belächelt habe: Malbücher für Erwachsene.
Mein erster Gedanke war: „Niemals! Aus dem Alter bin ich raus.“
Doch dann fing meine Schwester an, mit Alkoholmarkern und Cozy Malbüchern die schönsten Kunstwerke zu zaubern und mir davon vorzuschwärmen, wie sehr es ihr rasendes ADHS-Gehirn beruhigt, wenn sie abends ihre Stifte zur Hand nimmt. Und als dann auch noch der Spiegel das Thema Malbücher aufgriff, war ich endgültig davon überzeugt:
„Wenn ich das nicht ausprobiere, verpasse ich eine wertvolle Chance, mein Nervensystem zu beruhigen. Und dann auch noch auf die schönste Art und Weise!“
🖍️ Wie Malbücher für Erwachsene deinen Vagusnerv stimulieren
🎨 Wie du Perfektionismus verhinderst und wirklich entspannst
🌟 Wie du mit Cozy Malbüchern sogar deine Stärken für Alltag & Beruf trainierst
Die Biologie der Ruhe: Wie Malen als sanfte Vagusnerv-Übung wirkt
Wenn wir gestresst sind, ist unser Sympathikus – der Teil des Nervensystems, der für „Flucht oder Kampf“ zuständig ist – daueraktiviert. Um das Gedankenkarussell anzuhalten, müssen wir den Gegenpart aktivieren: den Parasympathikus. Und der wichtigste Hauptdarsteller in diesem Szenario ist unser Vagusnerv.
Der Vagusnerv ist der längste Nerv unseres autonomen Nervensystems und reguliert fast alle inneren Organe. Wenn wir ihn stimulieren, signalisiert er dem Gehirn: „Alles ist sicher. Du darfst dich entspannen.“
Meistens denken wir bei Vagusnerv-Übungen an komplizierte Atemtechniken oder Meditationen. Das sind auch hervorragende Methoden. Aber wusstest du, dass auch so kreative Tätigkeiten wie das Ausmalen wunderbare, unkonventionelle Vagusnerv-Übungen für den Alltag sind?
Wenn du es schaffst, ein paar Minuten dabeizubleiben, passiert in deinem Gehirn Folgendes:
🖍️ Sensorisches Feedback: Das gleichmäßige, leise Krakeln des Stifts auf dem Papier. Der Duft von Holz oder die Haptik des Papiers. All das sendet beruhigende Signale über deine Sinne direkt an deinen Vagusnerv.
🔄 Rhythmische Monotonie: Deine Hand führt immer wieder dieselben, sanften Bewegungen aus. Diese Monotonie verlangsamt automatisch deinen Atem. Und ein langsamer, tiefer Atem ist der direkteste Weg, um den Vagusnerv zu triggern und dein System sofort herunterzufahren.
🧠 Musterbrechung im Gehirn: Weil du dich darauf konzentrieren musst, nicht über die feinen Linien des Elefanten hinauszumalen, bleibt für das Grübeln schlichtweg kein Platz mehr. Du nimmst dem Gedankenkarussell das Futter weg.
Je länger du malst, desto leiser wird das Hintergrundrauschen in deinem Kopf. Menschen berichten immer wieder, dass sie mit Cozy Malbüchern komplett die Zeit vergessen und ihr Smartphone null vermissen. Einfach nur da sein. Beschäftigt mit einer total schlichten, aber wunderschönen Tätigkeit.
Achtung, Perfektionismus: So verhinderst du, dass Entspannen zu neuem Stress führt
Lass mich raten: Wenn du eine Sache anfängst, dann willst du auch, dass sie richtig gut wird. Verständlich. Aber unser eigener, perfektionistischer Anspruch, der uns wie ein Schatten überallhin folgt, ist hier ein echter Stolperstein. Wenn du einfach nur den Kopf frei bekommen willst und diese fiese kleine Stimme in deinem Kopf anklopft – dann war’s das mit Entspannung. Lass dich von diesen zwei Denkmustern nicht verunsichern:
🔎 Alles-oder-nichts-Denken
„Wenn ich jetzt nicht mindestens eine Stunde am Stück Zeit habe, um das ganze Motiv in einem Rutsch fertigzumalen, dann brauche ich ja gar nicht erst anzufangen.“
Zack! Schon haben wir uns die nächste mentale Hürde aufgebaut und machen aus einer entspannten Pause ein To-do-Projekt. Dabei reichen schon fünf Minuten, in denen du nur ein paar Blüten ausmalst, um dein Nervensystem runterzufahren und das akute Grübeln zu stoppen.
🔎 Angst vor einem hässlichen Ergebnis
„Das muss jetzt richtig gut aussehen. Wenn ich mich vermale oder die falschen Farben wähle, versaue ich das ganze Buch – und dann tut es mir leid um das schöne Malbuch.“ Wie absurd ist das eigentlich? Wir sind so darauf gepolt, immer Leistung zu bringen, dass wir selbst beim Entspannen Angst haben, zu scheitern.
Wenn du dich dabei ertappst, wie du dein Malbuch kritisch beäugst, als müsstest du eine Prüfung ablegen, dann atme einmal tief durch. Erlaube dir ganz bewusst, über die Linien zu malen. Mach den Elefanten pink, neongrün oder krakelig. Es geht hier nicht um Kunst für eine Galerie. Es geht einzig und allein um dein Wohlbefinden. Dein innerer Kritiker hat hier striktes Hausverbot!
Was das Ausmalen mit deinen inneren Kraftquellen zu tun hat
Vielleicht fragst du dich jetzt: „Das klingt ja super, aber wie schaffe ich es, diese Ruhe langfristig in meinen stressigen Alltag zu retten?“
Keine Sorge: Die Antwort ist nicht, dass du ab jetzt jeden Tag drei Stunden malen musst, bis endlich der letzte Gedanke Ruhe gibt. Das Malbuch ist ein Türöffner. Um dein Gedankenkarussell dauerhaft sanfter werden zu lassen und dich selbst besser zu führen, solltest du unbedingt einen Blick auf deine ganz persönlichen Kraftquellen werfen, nämlich deine persönlichen Charakterstärken.
Die positive Psychologie zeigt uns, dass jeder Mensch 24 universelle Charakterstärken in sich trägt. Wenn wir im Alltag und im Job im Einklang mit unseren sogenannten „Signaturstärken“ leben, fühlen wir uns lebendig, voller Energie und im Flow. Wenn wir sie jedoch permanent ignorieren oder unterdrücken, rutschen wir unweigerlich in die Erschöpfung.
Lass uns mal schauen, wie das Ausmalen diese inneren Stärken anspricht und wie du sie für dich nutzen kannst:
1. Selbstregulation
Die Fähigkeit, deine eigenen Impulse zu steuern. Wenn dein Handy vibriert und du es schaffst, trotzdem den Stift nicht wegzulegen, trainierst du genau diese Stärke. Je stärker deine Selbstregulation ist, desto leichter fällt es dir im Alltag, gesunde Grenzen zu setzen, das Grübeln zu regulieren und Nein zu Dingen zu sagen, die dir Energie rauben.
2. Sinn für Schönes & Exzellenz (Appreciation of Beauty)
Wenn du dich an den harmonischen Farbübergängen erfreust, nimmst du dir bewusst Zeit für Ästhetik. Menschen mit dieser Stärke tanken extrem viel Kraft aus der Natur, aus Kunst oder eben aus der Gestaltung eines Bildes. Sie brauchen diese visuellen Pausen ganz dringend, um ihren Vagusnerv zu stimulieren und ihr Nervensystem zu beruhigen.
3. Kreativität
Kreativität bedeutet nicht, dass du ein Meisterwerk erschaffen musst. Es bedeutet, mit Farben zu spielen, neue Kombinationen zu wagen und dich auszuprobieren. Wenn du deiner Kreativität im geschützten Raum eines Malbuchs freien Lauf lässt, öffnet das auch in deinem Kopf wieder Türen für innovative Lösungen im Job. Es hilft dir, den Kopf frei bekommen, weil du den Fokus von logischen Problemen auf spielerisches Erschaffen lenkst.
4. Ausdauer (Perseverance)
Sich durch die unzähligen, winzigen Felder eines Elefanten zu arbeiten, erfordert Geduld. Du bleibst an einer Sache dran, Schritt für Schritt, ohne sofort das schnelle Dopamin eines Social-Media-Likes zu suchen. Das stärkt deine mentale Resilienz für langfristige Projekte.
Entdecke deine persönlichen Signaturstärken!
Wir versuchen im Alltag viel zu oft, Rollen zu spielen, die gar nicht zu uns passen. Wir wollen perfekt funktionieren, überall die Beste sein und wundern uns, warum wir am Ende des Tages nur noch leer sind und uns nachts schlaflos im Bett wälzen.
Der Schlüssel zu mehr Leichtigkeit liegt darin, deine ganz eigenen, individuellen Stärken zu kennen und sie gezielt als Schutzschild gegen den Stress einzusetzen. Denn nur wenn du weißt, was dich wirklich auflädt, kannst du dein Nervensystem nachhaltig regulieren.
Lass uns gemeinsam herausfinden, was dich im Innersten wirklich stark macht! Ich lade dich von Herzen ein, unseren wissenschaftlich fundierten VIA-Fragebogen auszufüllen. Nimm dir diese wertvolle Zeit für dich selbst – es ist der erste Schritt zu einem Leben mit weniger Müssen und viel mehr Dürfen.
💡 Hier geht es direkt zu deinem persönlichen Stärken-Test:

Dein 3-Schritte-SOS-Plan, um den Kopf frei zu bekommen
Wenn dir das nächste Mal der Kopf schwirrt und du merkst, dass du wieder in den stressigen Autopiloten verfällst, probiere diese drei simplen Schritte aus:
📌 Kombiniere Malen mit bewussten Vagusnerv-Übungen: Schnapp dir ein Bild und passe deine Atmung an deine Stiftstriche an. Atme beim Ausmalen einer Linie langsam 4 Sekunden lang ein und doppelt so lange (8 Sekunden) wieder aus. Diese verlängerte Ausatmung ist wie ein direkter Ausschalter für deinen Stress im Körper.
📌 Mach einen physischen Cut: Leg dein Handy in einen anderen Raum. Wenn es in Reichweite liegt, verliert dein Gehirn schon Energie allein durch den Versuch, nicht hinzusehen. So kann kein Mensch sein Grübeln stoppen!
📌 Feiere die Unvollkommenheit: Erlaube dir ganz bewusst, ein „Projekt“ nicht fertigzustellen. Lass das unfertige Bild liegen, lass das puzzle ungelöst. Zeig deiner inneren Kritikerin, dass dein Wert nicht von deiner Erledigungsquote abhängt.
Du musst nicht perfekt sein, meine Liebe. Du musst nicht jede Sekunde deines Lebens produktiv nutzen. Und das Schöne ist: Indem du dir diese bewusste Pause schenkst, tust du nicht nur deiner Seele etwas Gutes – du wirst schnell merken, wie du mit Cozy Malbüchern ganz nebenbei und spielerisch sogar deine Stärken für Alltag & Beruf trainierst.
Manchmal ist das Beste, was du für deine mentale Gesundheit tun kannst, dich einfach mit ein paar bunten Stiften auf den Boden zu setzen und die Welt für einen Moment ganz sanft auszusperren. Schnapp dir deine Stifte und leg los!
FAQ und Fun Facts: Alles über das Kopf-frei-bekommen und deinen Vagusnerv
„Cozy Coloring“ ist ein Entspannungstrend, bei dem Malbücher für Erwachsene genutzt werden, um das Nervensystem zu beruhigen und beim Stressabbau zu helfen. Hier geht es nicht um komplizierte, winzig kleine Felder, die dich am Ende nur frustrieren. Stattdessen steht das “cozy” für einfache, niedliche Motive – wie gemütliche Zimmer, dampfende Teetassen, schlafende Katzen oder traumhafte Landschaften. Es ist die perfekte Methode, um es dir abends nach der Arbeit gemütlich zu machen, dein Grübeln zu stoppen und ohne Leistungsdruck runterzufahren.
Ja, sie sind ein genialer, wunderbar analoger Anker in unserer oft viel zu lauten, digitalen Welt. Wissenschaftlich gesehen helfen sie dir dabei, Grübeln zu stoppen, indem sie deine Amygdala (das Angstzentrum im Gehirn) nachweislich beruhigen. Gleichzeitig sind sie unkomplizierte Vagusnerv-Übungen, weil das gleichmäßige, repetitive Malen deine Atmung verlangsamt. Deinem Nervensystem wird signalisiert: „Alles ist gut, du bist in Sicherheit.“
Viele Menschen mit ADHS lieben diesen Entspannungstrend! ADHS-Gehirne laufen permanent auf Hochtouren und suchen ständig nach Stimulation. Das Ausmalen bietet genau das richtige Maß an Beschäftigung und Stimulation. Es kanalisiert die überschüssige mentale Energie auf eine ganz sanfte Weise, sodass du viel leichter deinen Kopf frei bekommen kannst, ohne dich zu einer stillen, starren Meditation zwingen zu müssen.
Erlaubt ist alles, was deiner Seele guttut. Wenn du neu startest, kannst du mit symmetrischen Mandalas experimentieren oder dich an Naturszenen versuchen. Eine tolle Idee ist es auch, das Malen mit einer Achtsamkeitsübung zu verknüpfen: Lass die Farbwahl rein intuitiv aus dem Bauch heraus entstehen, ohne vorher darüber nachzudenken, ob der Elefant z. B. grau sein „muss“.
Die Palette ist mittlerweile riesengroß: Besonders beliebt sind detailreiche Tiermotive, wunderschöne botanische Gärten, geometrische Mandalas und verträumte Fantasiewelten. Aber auch sehr alltagsnahe cozy Szenen oder nostalgische Motive aus der eigenen Kindheit (wie Disney-Klassiker) stehen ganz hoch im Kurs. Jede:r findet hier das passende Thema, um das eigene Grübeln zu stoppen.
Es sind keineswegs Kinder! Die größte Gruppe der Käufer:innen von Malbüchern für Erwachsene ist zwischen 18 und 29 Jahre alt. Also genau die Generation, die im Dauerspagat zwischen Karriere, Familie, ständiger Erreichbarkeit und dem Wunsch nach Entschleunigung steckt. Für sie ist das Ausmalen der perfekte, unkomplizierte Rettungsanker, um im stressigen Arbeitsalltag das Nervensystem zu beruhigen.
Malbücher für Erwachsene wurden ursprünglich nicht primär zur Entspannung erfunden, sondern als Protest gegen den Digitalisierungs-Stress. Der Trend startete, als Verlage herausfanden, dass Erwachsene heimlich die Malbücher ihrer Kinder auch benutzten. Heute ist es ein weltweiter Markt mit Millionen verkauften Exemplaren.
Quellen:
https://www.spiegel.de/stil/malbuecher-fuer-erwachsene-selbstversuch-ausmalen-im-cafe-a-1059366.html
Schlagwörter: Achtsamkeit / Alltag / Arbeit / Balance / Buchtipps / Entschleunigung / Entspannung / Erholung / Kreativität / Selbstversuch / Stress




Interessant… ich habe diesen Trend bisher auch ignoriert.
Vor zwei Wochen oder so war ich bei einer Probestunde Yoga (mit Thema Dehnung und Entspannung), und als mich die Kursleiterin danach gefragt hat, wie es mir gefallen hat und ich angefangen habe mit „Jaaa, also mir fällt es ja eher schwer, mich zu entspannen…“ meinte sie gleich „Ja, DAS habe ich gemerkt!“.
Wenn man von mir erwartet, jetzt entspannt zu sein, dann fängt in mir drin alles an zu kribbeln (sogar jetzt beim schreiben!!) und zu jucken. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren. Wobei ich sicher – wegen des Leistungsgedanken, den du angesprochen hast – ein Bild immer fertig malen wollen würde… hast du dir eine bestimmte Zeit gesetzt? Jeden Tag zehn Minuten oder sowas?
Viele Grüße
Leni
Nein, ich habe mir keine Zeit gesetzt. Ich denke, so würde es auch nicht funktionieren. Ich mache das einfach als Beruhigung und Entspannung, wenn ich merke, dass ich zu aufgekratzt bin. Und dann mach ich das so lange, bis ich merke, wie sich etwas verändert. Den Elefanten z.B. habe ich in mehreren Phasen über zwei Tage ausgemalt. Man muss wirklich loslassen und sich sagen: Das ist keine Fleißarbeit und ich bekomme keinen Preis dafür. Irgendwann nach 30 Minuten oder so war ich auf einmal in so einem Flow und habe an gar nichts mehr gedacht. :)
Oh, großartig, dass Du darüber einen Artikel schreibst. Ich habe letztens auch einen Artikel darüber gelesen, das Thema dann aber leider wieder vergessen. Früher habe ich auch als ich aus dem Grundschul- und somit Ausmalalter raus war, immer mal wieder Mandalas oder sowas ausgemalt. Dass das meditativ sein soll, wusste ich damals nicht bzw. hätte mit dem Begriff wahrscheinlich allgemein nicht viel anfangen können. :-D Aber es hat schon damals dafür gesorgt, dass ich stundenlang still am Tisch sitzen und mich mit mir selbst beschäftigen konnte. Weshalb sollte das also heute nicht auch funktionieren?!
Vielen Dank also für die Anregung und die Buchvorschläge, da werde ich auf jeden Fall zuschlage. Einige meiner Stifte sollten sich auch noch irgendwo in den Tiefen der Kisten im Keller meiner Eltern befinden. :-D Und dann einfach mal Handy und Kopf aus, ich freu mich schon drauf.
Ach, dann funktioniert es bei dir ja auch sehr gut. :D Mit dem Kopf aus und Gedanken aus, klappt wirklich. Bei mir aber nicht, wenn ich das nur 5 Minuten mache und hoffe, hinterher möglichst entspannt zu sein. Ich brauch schon 30 Minuten bis ich überhaupt merke, dass ich runterkomme. Ist wie eine Massage: Am Anfang will ich immer gleich wieder aufstehen und aufs Handy gucken, aber später lass ich mich drauf ein und mach mich locker. ;)
So wie Du auch komme ich aus dem Bereich Grafik/Design. Als ich das erste Mal von diesem Zentangle und dann auch dem Ausmalen gehört habe, dachte ich: Mädel, Du hast Design studiert – Zentangle hast Du in jeder Vorlesung am Blattrand betrieben. Von Ausmalen mal ganz zu schweigen. Dafür also extra Geld ausgeben? Nö. Lieber Skizzenbuch zur Hand nehmen und fertig.
Das Problem an dem Plan: wann greift man schon bewusst zum Skizzenbuch, wenn das eh noch nie so richtig „mein Ding“ war? Dazu kam, dass es so unendlich viele schöne Ausmalbücher gibt, die ich zu gerne mit Farbe versehen würde. Das Ende vom Lied? Ich habe selbst schon zwei (!!!!!) Ausmalbücher gekauft. Die quadratischen Kleinen von ZenColour mit Mandalas und Natur/Vogelmotiven (okay, das Zweite nur, weil da eine toller Pfau drin ist…und ich liiieeebe Pfauen :-D) Ich nenne das Ganze dann „Farbstudien“. :-D Aber ja, etwas peinlich wars mir schon, die zu kaufen und vor meinem Freund würde ich das jetzt auch nicht machen. Obwohl er wahrscheinlich mitmalen würde. :-D Allerdings habe ich mir die Bücher auch nicht wirklich zum Entschleunigen zugelegt, sondern aus Neugier. Tatsächlich beruhigt es mich auch nicht so richtig. Ich sitze dann akribisch an einem Motiv bis es endlich fertig ist. Ich glaube, das ist nicht unbedingt der Sinn der Sache. :-D Aber ich kann bestätigen, dass man alles andere vergisst, sogar die Zeit.
Liebe Grüße,
Jasmin
Genau das ist das Problem! So ging es mir auch. Ich habe seit Jahren kein Skizzenbuch mehr in der Hand gehabt. Ich kann nicht mehr zeichnen und ich kann nicht mehr malen. Ich habe es zu lange nicht mehr gemacht und ich empfinde auch einfach keine Lust mehr dazu, im Gegenteil: Ich finde es anstrengend, wenn ich daran denke, mir das wieder beibringen zu müssen. Ich bin wäre wohl nicht mal mehr auf dem Niveau meines 19-jährigen Ichs, sondern ganz weit hinten. ;)
Witzig, dass du da so akribisch drangehst. Das schließt Entspannung aber nicht aus, finde ich. Ich saß zum Beispiel erstmal da und habe alle meine 48 Stifte einzeln angeguckt. Dann hab ich mir ein Farbset aus 8-10 Farben erstellt, mit denen ich das ganze Bild ausmalen wollte. Alles fein aufeinander abgestimmt. Es ist ok, sich da richtig reinzufuchsen. Hauptsache man kommt weg vom Handy und vergisst die Welt da draußen. ;)
Hallo Melina,
na so ein Zufall.
Ich habe mir das Büchlein von EMF – Naturinspiration – vor einiger Zeit gekauft und es genau mit den gleichen Argumenten – Malbuch für Erwachsene!? – einem Kollegen geschildert.
Das Cover hat mich allerdings derart angesprochen, das musste ich einfach haben – ja und es hilft tatsächlich.
Danke für diesen wundervollen Artikel und dasss ich nicht alleine bin mit dem Ausmalen für Erwachsene.
Liebe Grüße
Susanne
Ich finde es auch eine schöne Beschäftigung. Normalerweise bin ich total heiß auf alles, was digital ist, aber ich merke, dass es richtig gut tut, mal was ganz anderes zu machen. Ist mir egal, ob andere das peinlich finden. Und endlich kann ich meine ganzen Stifte mal benutzen! ;)
Also mach auf jeden Fall weiter. :)
Eine schöne Inspiration, danke dafür! Ich glaube, sowas besorge ich mir auch, mir hilft sowas immer total dabei, den Kopf ein bisschen frei zu bekommen. Allerdings sollte ich dann vielleicht auch endlich mal in viele, viele Buntstifte investieren. ;)
Wäre es dir recht, wenn ich deinen Link auch auf meinem Facebook-Kanal teile? Das passt nämlich sehr gut zu dem Blogpost, den ich gestern online gestellt habe.
Liebe Grüße
Leonie
Follow The Daisies
Aber unbedingt! Ich freue mich sehr, wenn meine Artikel geteilt werden, davon lebt jeder Blog. Dankeschön!
Deinen Blogpost finde ich sehr schön, besonders der Punkt mit „Mama und Papa anrufen wenn was schief läuft“. Erwischt! ;)
wow toller beitrag
http://carrieslifestyle.com
Posts online about Beijing, Egypt, Miami…
Es geht doch nichts darüber, in unserer vituellen Welt mit echten Buntstiften auf echtem Papier Muster auszumalen. Wenn dann das Handy mal nicht mit im selben Raum ist, ist die Entspannung noch größer. Es vergeben mal gut 1-2 Stunden, der Kopf kann in der Zeit kaum Schlechtes denken, wir beschäftigen uns mit Farben und angenehmen Formen … was kann daran verkehrt oder gar lächerlich sein?
Lernen wir von den Kindern: Die zeigen ihre Malwerke mit Stolz! … und alle finden es toll!
Hast Recht! :) Man kennt das gar nicht mehr, aber ich muss auch ganz ehrlich zugeben: Mir macht das irgendwie noch genauso viel Spaß wie früher.
Auch ich habe diesen Trend mitbekommen und weiß selber nicht so genau, was ich davon halten soll. Therapie? Ich? Wofür? Aber du hast Recht, irgendwie muss man abschalten können. Im TK Maxx gibt es zur Zeit tolle Ausmalbücher und nicht nur in der Richtung „Eshoterik“ :) Schau da doch mal vorbei, vielleicht findest du ja etwas tolles?
Liebe Grüße
Mai von Monpipit.de
xox
Oh cool! In der Einrichtungsabteilung? Da werde ich auf jeden Fall nachsehen, danke für den Tipp. :)
Hallo liebe Melina,
bin gerade über Deinen Social Media Detox hier gelandet :)
Ich habe mir vor einem Jahr in England „The Mindfulness Colouring Book“ von Emma Farrarons gekauft und liebe es. Das Ausmalen an sich hab ich in der Klinik für mich entdeckt, dort gab es Mandalas usw., mit denen ich mir die Zeit vertrieben hab. So entspannt wie beim Ausmalen bin ich selten :) Bei dem Buch von Emma Farrarons ist das Problem nur, dass ich es sooo schön finde, dass ich manche Motive nicht verhunzen möchte :D Natürlich nicht Sinn der Sache.
Um das „Inspiration Weltreise“ Buch bin ich kürzlich auch schon herumgeschlichen. Das hat so wunderbare Motive! Sind die, die Du zeigst auch daraus?
Liebe Grüße
Andrea
Hi Andrea,
nein die beiden Motive habe ich mir spaßeshalber so ausgedruckt. Ich habe die beiden oberen Bücher „Blütentraum und Farbenzauber“ und „Blumenmeer und Gartenzauber“. Das Weltreisebuch reizt mich aber auch, muss ich zugeben. ;)
Mit dem Verhunzen kenn ich, aber ich bin eh total talentfrei. Ich habe schon früher immer übergemalt und bin da nicht gerade filigran veranlagt, haha. Ich habe mich damit abgefunden und es sieht am Ende trotzdem gut aus. ;)
Viele liebe Grüße!
Hey Melina,
ich habe das für mich auch mal ausprobiert. Vor allem die von Dir erwähnte „Kleinteiligkeit“ finde ich schon wieder irgendwie stressig. Insgesamt ist ein Malbuch aber wirklich eine tolle Sache. Das hat mich dann gleich dazu geführt, mein eigenes Malbuch zu entwickeln.
Wieso ist es ein Nachteil, so viele Buntstifte nicht überall hinschleppen zu können? Ist es nicht eine Frage der Größe der Handtasche? ;)
LG
Ronny
Hallöchen!
Habe mir heute das erste Malbuch gekauft, da meine Freundin so begeistert davon ist. Ich bin zwar den ganzen Tag kreativ, aber: wie du schon sagtest, man hat dabei immer noch 2-15 andere Dinge im Kopf.
Ich bin ja mal gespannt, ob ich beim Malen abschalten kann!
Sehr guter Artikel. Ich betreibe die Webseite http://malbuch-fuer-erwachsene.org und weiß genau wovon du sprichst. Die Kunst besteht darin die innere Unruhe zu besiegen und sich nicht zu hetzen. Das fällt anfangs ziemlich schwer! Doch sobald man die Ruhe gefunden hat, kann man prima relaxen! Viele Grüße Alex
Ich finde diesen neuen Trend super. Beim Malen kann man endlich abschalten und sich nur auf eine Sache konzentrieren. Ist also für jeden zu empfehlen, der seinem stressigen Alltag mal entkommen möchte.
Hallo,
schöner Bericht über den neuen Trend des Ausmalens für Erwachsene. Ich werbe auf meinem Blog viel für die Anwendung von Achtsamkeit zum Entschleunigen und Entspannen.
In diesem Zusammenhang habe ich das Ausmalen als eine tolle Möglichkeit entdeckt. Hier mein Bericht darüber: http://goo.gl/Xe6bcf
Hi Melina, Ich habe von diesem Trend bis vor ein paar Tagen überhaupt nichts gehört. Als ich erfahren haben das es Malbücher für Erwachsene gibt, dachte ich mir gar nichts dabei und fand es total toll. Da ich mit meiner kleinen Tochter öfters in Malbücher male habe ich mich wieder daran erinnert das ich das als Kind früher auch gerne gemacht habe. Ich finde es gut das du dir selbst ein Bild von diesem „Trend“ gemacht hast obwohl du vorher skeptisch warst. Ich werde mir so ein Malbuch besorgen. Bin jetzt schon begeistert. Ganz liebe Grüsse Lissy
Danke Melina!
Gerade gestern Abend habe ich mit meinem Babysitterkind mal wieder gemalt und dann abends im Bett gedacht: ja, ich brauche ein Malbuch. Um runterzukommen, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, um auszuprobieren, ob es mir hilft, wenn meine Gedanken mal wieder überlaufen. Und dann wurde mir gerade dieser Blogbeitrag von dir empfohlen, nachdem ich deinen neuesten Artikel gelesen hatte – richtig richtig gut. ?
Danke dir!
Hi Mimi,
na perfekt! Ich male mittlerweile nicht mehr mit meinen Malbüchern – aaaaber: Sie waren der Start, um mit Aquarellmalen anzufangen. Hat sich also sehr gelohnt, einfach mal wieder etwas Neues zum Abschalten zu entdecken.
Viel Spaß beim Entspannen! :)
Melina
Hallo, Melina! Ich bin auch schon über einige dieser Bücher gestolpert. Insbesondere Johanna Basford, Kerby Rosanes und Catalina Estrada mag ich sehr. Allerdings bringt mich nichts und niemand dazu, irgendwas davon auszumalen. Das würde mich wahnsinnig machen! Ich bleibe lieber bei einer Farbe, wenn es ums so kleinteilige Motive geht. Aber es stimmt schon, vieles davon hat mit innerer Ruhe zu tun. Ich kann diese Ruhe zwar gewinnen, wenn ich mir Bilder anschaue – am besten jedoch, wenn ich mich meinen eigenen Ornamenten widme.
Hallo Cornelia,
ist doch super! Gibt ja keine Regeln außer, dass es dir gefallen muss. :)
Liebe Grüße,
Melina
Auch wenn der Artikel schon etwas älter ist, möchte ich kommentieren. Ich selbst habe mir mein erstes Malbuch für Erwachsene 2014 gekauft. Als ich sie in der Buchhandlung gesehen habe, war ich gleich begeistert. Allerdings finde ich nicht, dass man den Malbüchern vorrangig einen Nutzen anhängen muss, also Stresabbau, Achtsamkeit etc. Obwohl sie definitiv diese Wirkung haben können, was ich dann ein Jahr später auch tatsächlich gemerkt hab, weil ich gesundheitliche Probleme, die stressbedingt waren u.a. mit ihnen sehr gut in den Griff bekommen hab. Ich male heute noch, aber nicht wegen eines Nutzens, sondern einfach nur weil es schön ist und Spaß macht. Wie schon in manchen Kommentaren und auch im Artikel bereits angesprochen worden ist: Wir denken immer, etwas leisten zu müssen. Daher rechtfertigen wir uns sogar schon bei unseren Hobbies mit dem Nutzen, den sie bringen.
Es macht Spaß und macht glücklich, das reicht doch :-)
Ein schöner Artikel, war sehr bereichernd, danke!
Hi Anna,
wie schön, dass du so viel Freude daran findest! Für mich ist Spaß = Nutzen. Alles, was wir tun, hat ja einen Sinn. Ich glaube nicht, dass es möglich ist sich zu erholen und abzuschalten, wenn man keinen Spaß am Ausmalen hat. Da hast du natürlich vollkommen recht. Der Sinn ist ja gerade das Glück im Kleinen zu finden. :)
Liebe Grüße,
Melina
Ich hab in den Kommentaren gesehen, dass viele hier sowieso einen Hintergrund in Design haben daher steuer ich jetzt mal eine ganz wilde Perspektive vor: Die von jemanden, die überhaupt kein Auge für Design, Perspektive, Proportionen hat, kurz: nicht zeichnen kann.
Der Griff zum Malbuch ist für mich also kein Downgrade, sondern ein Upgrade. Denn natürlich kann man sagen: Kinderkram, dann lerne halt zeichnen, das ist wenigstens eine Fähigkeit und dann mach Deine eigene Bilder!
Und da ist er wieder, der Produktivitätszwang von dem wir so schwer los kommen. Alles muss etwas bringen. Entspannung? Mach Yoga, da wirste noch fit bei. Sprachen lernen? Nur zum Spaß? Dann nimm aber eine, die Dich beruflich weiter bringt (hab ich mir anhören müssen als ich in Japanisch reinschnupperte)! Fernsehen? Ja, aber bitte nur Arte und denk gar nicht erst dran, frisch geschlüpften Nachwuchs, der eigene oder nicht, Spielzeug zu kaufen, das nicht pädagogisch wertvoll ist!
Selbst in kreativen Kreisen sieht es oft nicht besser aus. „Nein, nein, Du tust nicht einfach nichts. Alles was Du tust ist produktiv für die Schreiberei!“ Alles muss irgendwie was bringen, selbst wenn man es sich nur einredet. Einfach mal nichts tun weil man müde ist oder einfach mal keinen Bock hat = Versagen. Sogar entspannende Computerspiele haben Erfolgsfaktoren: Die schönere Farm, die wachsene Zahl an Geld, die steigende Highscore, 101 Achievements.
Auf Malbücher für Erwachsene kam ich durch Kitsch. Ich fand ein Notizbuch mit Einhörnern, das war so furchtbar kitschig, ich musste es haben. Während ich den einen Tag produktive Notizen machte kam mir der Gedanke, ich könnte das Einhorn auf der Seite ja wirklich mal ausmalen. Stifte von der Mitbewohnerin (Illustratorin) geklaut, und los ging es (laut ihr tun es übrigens die Buntstifte von Aldi am Besten, besser als die üblichen Markenkästen in deren unterem Preissegment, wenn man sich keine Profistifte zulegen möchte).
Das erste Malbuch für Erwachsene folgte kurz darauf. Danach kam die Schwerstarbeit für das Hirn: Nein, es muss nicht schön sein. Nein, wir müssen nicht planen. Nein, es ist nicht schlimm wenn eine Linie verfehlt wird. Das alles ist für uns, liebes Hirn, wenn wir nicht wollen müssen wir es niemanden zeigen. Niemand wird uns bewerten, nicht einmal wir selbst können viel rummeckern weil es einfach nicht viel gibt, was unseren inneren Kritiker, das alte Biest, reizt.
Es ist herrlich und entspannend für mein autistisches ADD Hirn. Ich schaffe sogar etwas, was ich seit 30 Jahren nicht konnte: Einem Erzähler zuhören. Sei’s ein Hörbuch oder Podcast. Einfach nur sitzen und zuhören geht nicht. So gut wie alle Nebenbeschäftigungen lösen wieder ein Anspruchsdenken aus und verlangen Konzentration.
Beim Ausmalen scheint der Kopf wirklich leer. Wahrscheinlich hebt da das Urtier in uns seinen Kopf, denkt sich „uiii buuunt, schööön“ und genießt mit einem stupiden Lächeln im Gesicht.
Im Vergleich, gestern wartete ich an einer Ampel und fand die Herbstbäume einfach schön. Das war die Intention, aber so einfach geht das nicht. Sofort meldet sich die graue Masse. Vergleicht mit dem Anblick im Sommer, kommt mit Bildern der letzten Jahre um die gleiche Zeit, brabbelt mir was von der Historie der Altstadt vor, will entscheiden welche drei Adjektive den Anblick am Besten beschreiben würden, und versucht sich zu erinnern, wann genau noch mal in Ohio, USA vom Indian Summer gesprochen wird weil wir vor 20 Jahren mal da waren. Nicht mal für eine Minute gönnt unser Hirn es uns, einfach mal abzuschalten.
Um es so wenig poetisch wie möglich auszudrücken: Die Malbücher können so was wie ein Klospülung für den Kopf sein. Einfach mal alles raus. Bis man sich wieder dem lieben Internet widmet und den nächsten Schei- okay, man muss es mit Metaphern auch nicht übertreiben.
Jedenfalls hab ich für mich die Antwort auf das skeptische „Was soll das bringen?“ gefunden, nämlich eine Gegenfrage:“Wann hast Du denn das letzte Mal etwas gemacht einfach nur des Machens wegen, ohne die Sorge, ob es Dir was bringt?“ Gefolgt von:“Na, dann sieh es doch als mögliche neue Erfahrung und probier es mal aus.“
Sicher sind Malbücher nicht die Antwort auf alle Probleme des Lebens für jeden. Das haben aber alle Entspannungsmethoden gemeinsam. Yoga ist für mich spaßig aber nicht entspannend. Autogenes Training empfinde ich als Quälerei.
Man muss es halt ausprobieren und gucken was passiert und wenn Methode 1,2, und 3 nichts gebracht haben, dann ist eben das Nächste dran. Immerhin ist das Risiko sich was zu zerren oder als sonnengrüßender Baum ins Möbilar zu fallen ausgesprochen gering. Aber alle 20 Minuten mal die Wirbel strecken und Schultern rollen sollte man dann vielleicht doch.
Hi, ich kann mich bei jeder Art von Zeichnen super entspannen. Zentangle wirken super gut, aber auch normale Flipchart usw. Nun gut, als Trainer bekomme ich oft Gelegenheit dazu.
Ausmalbücher finde ich nicht so klasse. So viel Papier und immer die Stifte mitschleppen. Kennst du die App Procreate fürs iPad? Sie ist zwar speziell für Zeichner, aber dank der neuen Symmetrie-Funktionen, gelingen quasi jedem Mandalas & Co.
VG David
Hi David!
Ja, Procreate ist eine geniale App. Ich nutze sie auch beruflich, zum Beispiel, wenn ich Logos für Kunden entwerfe.
Liebe Grüße
Dann sind wir schon 2
Super App
Haha, ja, die liebe Effizienz. Aber ich finde, Effizienz und Malbücher ausmalen passt auch nicht gerade gut zusammen. Denn malen ist ja nicht wirklich „sinnvoll“. Dann könnte man sich auch gleich hinsetzen und sich sagen: „Entspannen! Jetzt sofort!“ ;)
Malbuch-malen (wie jedes andere Hobby auch) soll schließlich Spaß machen und nicht unbedingt effizient sein …
Ich kann nicht zeichnen oder malen, zumindest so, dass man etwas erkennt, habe aber immer gern Kästchen ausgemalt und Muster gezeichnet. Mein „Erwachsenen-Malbuch“ habe ich mir dann bei Aldi gekauft, auch wenn ich mit der Musik-CD nicht viel anfangen konnte. Ja, die Felder sind wirklich sehr klein, weswegen ich mir gleich Faserschreiber und Fineliner anschaffte. Wenn die Kleinteiligkeit so sein soll, damit man lange braucht, dann sollte ich das Buch mal wieder rausnehmen. Mein guter Vorsatz, wenn auch schon Ende Oktober und nicht zum 1.1., war übrigens zum Fernsehen das iPad beiseite zu lassen. Wenn ich meine, dass meine Hände zu zappelig werden um stillzusitzen, stricke ich eben, statt auf dem iPad zu daddeln.
In einer Welt mit zu vielen Ablenkungen gleichzeitig, kann das Konzentrieren auf eine Arbeit, wie dem Ausmalen sehr ausgleichend sein. Es gibt allerdings mittlerweile auch relativ witzige Malbücher Bücher zum Frustabbau bei Amazon, wie „Außmalscheiße“ oder „Kollegen du kannst nicht alle töten“.
Das wusste ich gar nicht! Ich kannte bisher nur die schicken floralen Malbücher, aber ein bisschen Humor schadet ja auch nicht. ;)
Für die Selbst-Regulierung ist malen sicher eine gute Idee. So ein Elefanten Mandala sieht eigentlich wie ein Kunstwerk aus, zum Aufhängen.
Toller Artikel!
Wir stellen auch Ausmalbilder zum kostenlosen Herunterladen und Ausdrucken bereit. Gerade der Aspekt des „Versinkens“ ist meiner Meinung nach super wichtig und ist auch ein Zeichen dafür, dass man auch tatsächlich durch das Abschalten zur Ruhe kommen kann.
Unsere Malvorlagen findet man auf: https://mal-o-mat.de
Ein kostenloses Malbuch zum Herunterladen zum Thema Einhörner gibt es seit neustem hier: https://mal-o-mat.de/kostenloses-einhorner-malbuch/
Ich sehe das etwas anders. Es ist kein stupides und dumpfes ausmalen. Das kann man natürlich tun. Aber mit der Zeit kann man wirklich schöne Bilder malen. Es gibt ein breites Angebot. Für Anfänger. Für Fortgeschrittene. Starke Linien, oder fein bis kaum zu sehen. Fantasie und Kreativität werden gefördert. Mit Buntstiften kann man auch mischen. Ich grundiere oft manche Motive mit hellen vor, dann schimmerte die weiße Farbe nicht durch. Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten. Ich habe ein Etui mit über 70 Buntstiften drin. Sieht aus wie eine Mappe. Diese schleppe ich mit, wenn ich es kann. Und ja, es ist entspannend. Für mich ist das ein Skill zum Herunterkommen. Auf jeden Fall! Wer aber nicht malen mag, braucht es j nicht zu tun. Vielleicht wollen manche zum Entspannen lieber musizieren. Trommeln. Oder schwimmen gehen. Malbücher sind eine eine tolle Sache! Ich mag gegenständlich malen lieber als Mandalas ausmalen. Das ist mir zu graphisch. Andere mögen gerade Mandalas oder Formen ausmalen. Jedem das Seine. Ich liebe Malbücher ausmalen! Ich liebe es! Mir hilft es!
Und was das Anspruchsdenken angeht: Man kann nichts falsch machen. Man muss auch nicht zu Ende ausmalen. Ich male an bis zu drei Bildern. Oder vier wenn ich will. Dann male eins zu Ende. Fange das nächste an. Es gibt keine Regeln. Außer den inneren Kritiker. Es gibt kein falsch. Alles darf, nichts muss. Wunderbar!