Es gibt Momente im Leben, die fühlen sich an wie ein Klassentreffen, bei dem plötzlich alle feststellen, dass sie jahrelang die gleiche Geheimsprache gesprochen haben, ohne es zu wissen. Kennst du das auch? Du scrollst durch deinen Feed und liest von Menschen, die jahrelang das Label „hochsensibel“ wie einen schützenden Umhang getragen haben und nun – mit 30, 35 oder 40 Jahren – plötzlich ein ganz neues Wort für sich finden: ADHS. Oder Autismus. Oder die Kombination aus beidem (AuDHS).
Vielleicht geht es dir wie mir. Vielleicht hast du damals auch den Podcast „Proud to be Sensibelchen“ von Maria Anna Schwarzberg gehört. Maria war für uns Millennials die Pionierin schlechthin! Sie hat uns beigebracht, dass es okay ist, viel zu fühlen und dass unsere Verletzlichkeit auch eine Stärke sein kann. Ich war selbst mehrfach Gast in ihrem Podcast, durfte Teil ihres Crowndfunding-Projekts „We are proud to be Sensibelsten“ sein und habe diese Zeit als eine riesige Welle der kollektiven Erleichterung in Erinnerung.
Damals waren die Begriffe „introvertiert“ und „hochsensibel“ die Worte, nach denen wir alle gesucht hatten. Es war der sanfte Anker in einer lauten, oft zu schnellen Welt. Aber heute, ein paar Jahre später, stellen sich viele von uns die fast schon beängstigende Frage: War Hochsensibilität nur das „Pflaster“ für eine tiefere, neurodivergente Wahrheit?
🤯 Warum hinter einem überlasteten Nervensystem oft mehr steckt als Hochsensibilität
🌈 Wie sich Hochsensibilität, ADHS und Autismus überschneiden
🌟 Wie du deine eigene Wahrheit findest und dich annimmst, wie du bist
Die Ära der „Sensibelchen“: Warum wir das Label so sehr brauchten
Erinnerst du dich an das Gefühl, als du das erste Mal „hochsensibel test“ gegoogelt hast? Wahrscheinlich war es spät abends, du warst völlig erschöpft von einem normalen Arbeitstag und hast dich gefragt, warum alle anderen scheinbar mühelos durch den Alltag gleiten, während du dich fühlst, als wärst du ein Alien.
💡 Die Fragen in so einem Test klingen meistens sehr ähnlich:
Fühlst du dich von hellen Lichtern, starken Gerüchen oder kratzigen Stoffen schnell gestresst?
Hast du ein reiches, komplexes Innenleben und denkst viel über alles nach?
Brauchst du nach sozialen Interaktionen tagelang Ruhe, um dich zu regenerieren?
Reagierst du empfindlich auf Koffein oder den Weltschmerz in den Nachrichten?
Wenn du damals bei fast jedem Punkt „Ja“ gerufen hast, fühlte sich das an wie eine warme Umarmung. Endlich waren wir nicht mehr „die Mimose“ oder „die Überempfindliche“. Wir waren hochsensibel. Es war ein Begriff, der Stärke implizierte und uns auch ein kleines bisschen besonders machte. Er klang nach feinen Antennen und tiefen Gedanken. Oftmals auch von Superkraft, aber wir wissen alle, dass das Quatsch ist! Wer wirklich hochsensibel ist, weiß, dass das Leben damit auch wahnsinnig anstrengend sein kann.
👉 Dennoch: Für viele von uns – mich eingeschlossen – war das der erste, unverzichtbare Schritt in die Selbstakzeptanz. Aber während wir uns in der HSP-Community gemütlich einrichteten, passierte im Hintergrund etwas Entscheidendes: Die Wissenschaft entwickelte sich weiter und mit ihr das Verständnis für alles, was wir heute unter dem Begriff Neurodivergenz zusammenfassen.

Der Wendepunkt: Wenn das Label HSP an seine Grenzen stößt
Heute sehen wir eine faszinierende Entwicklung: Viele der damaligen Vorbilder der HSP-Bewegung – inklusive Maria Anna Schwarzberg und mir – haben mittlerweile eine Diagnose erhalten, die über die klassische Hochsensibilität hinausgeht (beide AuDHS übrigens). Ob ADHS im Erwachsenenalter oder eine späte Autismus-Diagnose: Die „Schublade“ wird plötzlich präziser.
Dabei stellt sich eine Frage: Ist Hochsensibel Sein überhaupt ein eigenständiges, isoliertes Persönlichkeitsmerkmal? Oder ist es in vielen Fällen schlicht ein Teilaspekt von Autismus oder ADHS? Die Debatte Hochsensibilität (HSP) und Neurodivergenz ist in vollem Gange, deshalb versuche ich etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Kurz gesagt: HSP ist oft gleichbedeutend mit dem Autismus-Spektrum und ADHS, aber nicht immer. ⚠️
Hochsensibel vs. Neurodivergenz: Die Suche nach der Wahrheit
Um zu verstehen, warum wir heute so oft darüber sprechen, müssen wir zu den Wurzeln zurückkehren. Elaine Aron, die Psychologin, die den Begriff in den 90er Jahren prägte, leistete Pionierarbeit. Doch ein Detail, das oft untergeht, wirft ein völlig neues Licht auf ihre Arbeit: Elaine Aron hat immer betont, dass Hochsensibel Sein und Autismus nicht dasselbe seien.
HSP ist ein Oberbegriff für eine erhöhte Sensibilität gegenüber Umweltreizen, Emotionen und Sinneserfahrungen. Obwohl weit verbreitet, handelt es sich hierbei nicht um eine medizinische Diagnose! Der Begriff wird in der Persönlichkeitspsychologie verwendet.
Wenn du heute einen Test für Hochsensibilität machst und eine hohe Punktzahl erreichst, ist das oft erst der Anfang deiner Reise. Die Überschneidungen zu neurodivergenten Profilen sind so groß, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Lass uns das einmal differenziert und ohne Angst vor Stigmatisierung analysieren.
Leider hat der Begriff häufig zu Fehldiagnosen bei neurodivergenten Menschen geführt und ist daher umstritten. Ich wurde in den letzten Jahren deshalb sehr skeptisch und habe viel dazu recherchiert. Das Ergebnis? Je mehr ich mich mit Hochsensibilität auseinandersetzte, desto schwammiger wurde der Begriff für mich. 🤷🏼♀️
1. Hochsensibilität und das autistische Spektrum
Vieles von dem, was in den klassischen HSP-Büchern steht, deckt sich eins zu eins mit dem sogenannten „weiblichen Phänotyp“ von Autismus. 💡
Beispiele sind:
😵💫 Sensory Overload. Die Reizüberflutung ist kein exklusives Merkmal von Hochsensiblen, sondern ein Kernaspekt autistischer Wahrnehmung. Aber Achtung: Ich kenne genügend Menschen, die zwar hochsensibel, aber nicht autistisch sind. Viele autistische Menschen wiederum nehmen an, dass Hochsensibilität ein Kernmerkmal von Autismus sei. Doch es gibt auch autistische Menschen, die Umweltreizen gegenüber hyposensibel sind, also weniger Reize als üblich wahrnehmen.
🔎 Deep Processing. Die tiefe Detailverarbeitung und das Versinken in Themen sind ebenfalls typisch autistisch.
🎭 Das Maskieren im sozialen Umfeld. Früher hieß es, Autist:innen hätten kein Mitgefühl. Heute wissen wir: Viele (besonders Frauen) sind sogar hyper-empathisch. Sie spüren die Emotionen anderer so stark, dass sie lernen, sich perfekt anzupassen (Masking). Das Ergebnis? Totale Erschöpfung, die dann oft als „soziale Hochsensibilität“ gelabelt wird.
2. Hochsensibilität und ADHS
Dann gibt es die Menschen, die eigentlich so gar nicht in das Bild des „stillen Sensibelchens“ passen wollen. Die „High Sensation Seeker“. Menschen, die einerseits totale Ruhe brauchen, aber andererseits ständig neuen Input und Abenteuer suchen. 🤯
Klingt das nach einem Widerspruch? Nicht, wenn man das Phänomen Hochsensibilität im Kontext von ADHS betrachtet. Das Gehirn schreit nach Dopamin, ist aber gleichzeitig unfähig, die einströmenden Informationen zu filtern. Wer diese Dynamik als reine Hochsensibilität versteht, übersieht oft, warum das Leben trotz aller Entspannungsübungen ein permanentes, anstrengendes Chaos bleibt.
Es kommt übrigens oft vor, dass Autismus und ADHS gemeinsam auftreten. Die Überschneidung dieser neurodivergenten Profile (AuDHS) ist mit extrem hoch: Etwa 40–70 % der Menschen im Autismus-Spektrum erfüllen auch die Kriterien für ADHS. Umgekehrt weisen etwa 20–50 % der ADHSler:innen autistische Züge auf.
3. Der Faktor Trauma (CPTSD)
Aber hinter Hochsensibilität kann auch noch etwas ganz anderes stecken: Wir dürfen auch das Entwicklungstrauma nicht ignorieren. Menschen, die in einem unsicheren Umfeld aufgewachsen sind, entwickeln oft eine sogenannte Hypervigilanz. Ihr Nervensystem ist ständig im „Scan-Modus“, um kleinste Veränderungen in der Stimmung der Mitmenschen zu registrieren.
Von außen sieht das exakt aus wie Hochsensibilität: Man bekommt alles mit, reagiert extrem feinfühlig und ist schnell erschöpft. Doch während echte Neurodivergenz angeboren ist, ist Hypervigilanz eine Antwort auf Erlebtes. Auch hier ist eine Abgrenzung sehr kompliziert, denn: Oft finden wir auch beides gemeinsam vor. ⚠️
Warum ein Test allein oft nicht ausreicht
Ich liebe Selbsttests. Sie können ein guter Anfang sein, um sich selbst besser kennenzulernen. Aber ein herkömmlicher „hochsensibel“ Test fragt oft nur nach den Symptomen, nicht nach der Ursache!
Mein Appell: Schau unbedingt genauer hin! Miss einem Test nicht zu viel Bedeutung zu und bleib weiterhin offen und neugierig. 🔎
Wenn du merkst, dass die typischen Ratschläge für Hochsensible („Zieh dich öfter mal zurück“, „Mach Achtsamkeitsübungen“) bei dir nicht fruchten oder dich sogar noch frustrierter machen, weil dein Alltag trotzdem nicht funktioniert, dann ist das ein wichtiges Zeichen! 💡
Es reicht nicht, zu wissen, dass man sensibel ist. Man muss verstehen, warum das Nervensystem so reagiert. Ist es ein Mangel an Dopamin? Ist es eine autistische Reizverarbeitung? Oder ist es ein erschöpftes Nervensystem nach jahrelangem Überlebenskampf? Das Verständnis für dein Nervensystem ist der Schlüssel, um von der reinen Verwaltung der Erschöpfung zur echten Gestaltung des Lebens zu kommen.
3 Schritte, um deine eigene Wahrheit zu finden
Wenn du dich gerade fragst: „Bin ich noch HSP oder ist da mehr?“, möchte ich dir diese 3 Impulse mitgeben, die mir auf meinem Weg geholfen haben:
📌 Hinterfrage das Masking: Überlege mal ganz ehrlich: Wie viel von deiner „Anpassungsfähigkeit“ ist eigentlich die Angst, negativ aufzufallen? Wie sehr verstellst du dich jeden Tag? Hochsensibilität sollte sich nicht wie ein permanenter Schauspieljob anfühlen. Lies dich in das Thema Neurodivergenz ein oder höre Podcasts. Unter diesem Artikel gebe ich dir ein paar Buchtipps, die ich sehr wertvoll finde.
📌 Sei geduldig und liebevoll mit dir: Diese Reise ist kein Sprint. Es ist völlig okay, wenn du dich erst einmal weiter als hochsensibel bezeichnest, während du dich langsam an Themen wie ADHS oder Autismus herantastest. Dein Gehirn braucht Zeit für dieses neue Update.
Mein Fazit: Vom „Sensibelchen“ zum „Ganz“ Fühlen
Ich kenne das Gefühl ganz genau, wenn man Angst hat, dass eine Diagnose alles „schlimmer“ macht. Dass man dann „offiziell gestört“ ist. Aber lass dir von mir sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Für mich war die Erkenntnis, dass mein Gehirn neurodivergent ist, die ultimative Befreiung. Es war das Upgrade von der „überempfindlichen Melina“ zur „Melina, deren Betriebssystem einfach auf einer anderen Architektur läuft“. 🧠
Die Labels introvertiert und hochsensibel waren quasi meine Einstiegsdroge in die Selbstakzeptanz. Das Wissen um meine Neurodivergenz ist jetzt die Bedienungsanleitung für meine Mechanik.
Du bist nicht zu viel. Du bist nicht falsch. Und du bist definitiv nicht allein. Wir sind eine riesige Gemeinschaft von Menschen, die gerade erst anfangen zu verstehen, wie wertvoll unsere andere Art zu denken und zu fühlen wirklich ist.
Lass uns die Antennen nicht einfahren, sondern lernen, die Frequenzen so zu tunen, dass wir unsere eigene Musik hören können.
Wie geht es dir mit diesem Thema? Hast du dich schon mal gefragt, ob hinter deiner Hochsensibilität noch eine andere Geschichte steckt? Schreib mir deine Gedanken in die Kommentare – ich freue mich riesig auf deine Geschichte.
Du willst tiefer eintauchen? Hast du das Gefühl, dass du genug gelesen hast und jetzt endlich jemanden brauchst, der dich auf deiner Reise begleitet? Im Stärkencoaching begleiten Timon und ich dich dabei, dein individuelles Profil zu entschlüsseln und in Job und Alltag mit deinen Stärken aufzublühen.
Wir lassen alle Labels außen vor und entwickeln Strategien, die wirklich zu dir und deinem Gehirn passen – damit du deinen Alltag nicht mehr nur überlebst, sondern bewusst gestaltest. Hier erfährst du ganz genau, wie Timon und ich mit unseren Stärken-Coachees zusammenarbeiten.

FAQ: Häufige Fragen zu Hochsensibilität und Neurodivergenz
Wie merkt man, ob man hochsensibel ist?
Meistens fängt es mit diesem einen Moment an, in dem du eine Beschreibung liest und denkst: „Moment mal, redet diese Person über mich?“. Du merkst es daran, dass du Dinge intensiver wahrnimmst als dein Umfeld. Während andere eine Party genießen, spürst du das flackernde Licht, die zu laute Musik und die schlechte Stimmung des Gastgebers gleichzeitig. Es ist dieses Gefühl von „Keine Filter zu haben“ und die ständige Suche nach Rückzug, um das Erlebte zu verarbeiten.
Was sind typische Symptome von Hochsensibilität?
Auch wenn Hochsensibilität keine Krankheit ist, äußert sie sich oft durch klare Merkmale, u.a.: Schreckhaftigkeit bei lauten Geräuschen, ausgeprägte Empathie, schnelle Erschöpfung durch Reizüberflutung (Licht, Gerüche, Menschenmassen), tiefes Erleben von Kunst, Musik oder Natur, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und eine Abneigung gegen Gewalt in Filmen oder Nachrichten.
Ist Hochsensibilität eine Krankheit?
Ganz klar: Nein. Hochsensibilität (wissenschaftlich: Sensory Processing Sensitivity) ist keine medizinische Diagnose und keine psychische Störung. Es ist ein angeborenes Temperamentsmerkmal – eine Art biologische Strategie des Nervensystems. Allerdings kann ein hochsensibles System in einer nicht passenden Umgebung schneller Symptome von Stress, Burnout oder Angst entwickeln, weshalb das Verständnis für die eigene „Verdrahtung“ so wichtig ist.
Sind Hochsensible autistisch?
Nicht zwingend, aber es gibt eine große Schnittmenge. Die Forschung zu Hochsensibilität und Neurodivergenz legt jedoch nahe, dass viele Menschen, die sich früher als HSP identifiziert haben, oft im autistischen Spektrum liegen – besonders wenn sie gut darin sind, ihre Züge im Alltag zu tarnen (Masking).
Woran erkenne ich, ob ich „nur“ hochsensibel bin oder eine Neurodivergenz wie ADHS oder Autismus habe?
Das ist oft gar nicht so leicht zu trennen. Ein starkes Indiz für eine Neurodivergenz wie ADHS oder Autismus ist, wenn die Sensibilität mit massiven Schwierigkeiten in der Alltagsorganisation (Exekutive Funktionen) oder in der sozialen Interaktion einhergeht, die sich durch Ruhe und Entspannung nicht lösen lassen. Hochsensibilität beschreibt die Wahrnehmung, Neurodivergenz beschreibt oft die gesamte funktionale Architektur des Gehirns.
Kann man gleichzeitig hochsensibel und neurodivergent sein?
Absolut! Viele Expert:innen sehen Hochsensibilität heute als einen Teilaspekt des neurodivergenten Spektrums. Man kann zum Beispiel eine ADHS haben und gleichzeitig die klassischen Merkmale der Hochsensibilität (SPS) aufweisen. Die Begriffe schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich oft.
Was ist der Unterschied zwischen Hochsensibilität und einer Trauma-Folge (CPTSD)?
Hochsensibilität ist ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal. Ein Trauma (besonders Entwicklungstrauma) führt oft zu einer erworbenen Hypervigilanz. Während eine HSP auch in sicheren Umgebungen tiefer verarbeitet, ist das traumatisierte Nervensystem primär auf Gefahrenabwehr programmiert. Eine professionelle therapeutische Begleitung kann helfen, diese feinen Unterschiede in der eigenen Biografie zu entwirren.
Quellen & Inspiration:
Elaine Aron (1996): The Highly Sensitive Person. (Die Basis für alles, was wir heute über HSP wissen).
Christine Carl / Ismene Ditrich / Swantje Matthies / Christa Koentges (2022): Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S. (Ein wunderbarer Einblick in die spezifischen Herausforderungen von Frauen im ADHS-Spektrum).
Ismene Ditrich / Manon Mannherz / Christa Koentges (2025): Die Welt autistischer Frauen und Mädchen. (Essentiell, um das Masking und die feinen Unterschiede in der autistischen Wahrnehmung zu verstehen).
Maria Anna Schwarzberg: Proud to be Sensibelchen. (Podcast & Buch – ein Muss für die emotionale Einordnung).
Schlagwörter: Achtsamkeit / Alltag / Balance / Entschleunigung / Entspannung / Gefühle / Gesundheit / Introversion / Persönlichkeit / Produktivität / Selbstmanagement / Stress



Hallo Melina,
Vielen Dank dafür, dass du deine Herausforderungen, aber vor allem auch deine Lösungsstrategien mit uns teilst! Ich nehme jedes Mal ein paar wertvolle Anregungen mit und vor allem fühle ich mich mit meiner eigenen Befindlichkeit weniger allein!
Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche.
Hans-Günther
Hallo Hans-Günther,
aber sehr gerne. Freut mich, dass du so viel für dich mitnehmen kannst!
Dir auch einen schönen Wochenstart!
Melina
Hallo Melina. Zu meiner sensiblen Seite kommt auch eine ängstliche Seite dazu. Dies macht es nicht viel leichter. Jedoch hat mich dieser Artikel wieder geerdet und kommt wie ein gutes Omen, da ich vor wenigen Minuten den Entschluss gefasst habe meine Tabletten zu reduzieren und wieder mehr auf mich und meinen Körper zu hören. Ich werde auch in so ereignisreichen Zeiten wie diesen mehr Ruhe in meinen Alltag bringen und die Zeit die ich mit meiner Familie verbringen kann genießen ohne an den nächsten Schritt zu denken.
Vielen lieben Dank für die tollen Inputs. Bleibt gesund und macht bitte weiter so.
Liebe Steffi,
vielen Dank für deinen lieben Kommentar und von Herzen alles Liebe für dich!
Melina
Hallo Steffi, was hast du für Tabletten genommen?
Hallo Melina.
Kurz zu mir. Ich bin eine liebevolle Person, hochsensibel aber leider mit viel Zweifel an mir. Ich will immer viel schaffen, schon am Abend überlege ich zu viel für den nächsten Tag, ich habe zwei kleine Kinder. Bevor ich Mutter wurde habe ich gearbeitet und es war irgendwie okay ich habe gemerkt das ich schnell überreizt bin z.b auf Fortbildungen dampfte mir schon nach 1 Stunde der Kopf am Abend war ich dann nur noch im Bett. Da war mein Fokus auf mich . Jetzt mit den Kinder ( ich liebe die beiden über alles ) bin ich leider ständig überreizt und komme nicht zur Ruhe, auch nachts nicht da die kleine noch gestillt wird. Ich will die Zeit so sehr genießen doch leider gerate ich zu oft und schnell aus der Bahn und so kommen Gedanken die nicht toll sind.
Es gibt Tage da bekomme ich alles wunderbar hin bin dann eine stolze Mama und leider gibts öfter Tage wo es direkt nach dem aufstehen nicht funktioniert und das geht dann den ganzen Tag.
Es grüßt Juli S.
Ich kann dich voll und ganz nachvollziehen! Als ich heute morgen gesehen habe, dass du einen Blogpost über Stress geschrieben hast, dachte ich mir das ist Karma :D
Ich habe gerade mein Masterstudium angefangen, arbeite nebenbei, führe eine Fernbeziehung und pendle immer (und das nach Dublin) und Freunde und Familie muss man da ja auch noch unterbringen. Das Gefühl sich momentan selbst darin zu verlieren und keine Zeit für sich zu haben kenne ich gut. Und wenn ich mir dann mal Zeit nehmen will für mich, fühle ich mich wieder schlecht weil ich doch eigentlich andere wichtige Dinge tun müsste.
Ein Chaos :D
Hallo Melina,
ich kann dich so gut verstehen. Den selben Kampf habe ich auch jeden Tag mit mir selbst. Mit meiner Inneren Unruhe könnte ich an manchen Tagen eine Kleinstadt mit Strom versorgen. :D
Aber auf dauer macht es einen selbst einfach nur unendlich müde und wenn man nicht lernt damit umzugehen und Strategien zu Entwickeln ist irgendwann der Akku ganz leer. So war es bei mir und ich bekam Depressionen. Ich musste eine Zeitlang alle Belastungen auf ein minimum herunterfahren und dann mein Leben ganz neu aufbauen.
Eine Übung hilft mir besonders: Ich stelle mir alles was ich zu tun habe, was mich beschäftigt oder was ich noch machen wollte Bildlich vor und lasse alles fallen. Alles wichtige hebe ich auf, der rest wird quasi zusammengefegt und kommt weg. :D
Auch hat mir mein BuJo geholfen mich zu fokussieren. Daurch das ich alles was mir im Kopf umherschwirrt aufschreibe, hilft es mir zu fokussieren was wirklich wichtig ist. Alles andere ist aber zumindest aus meinem Kopf verschwunden und sicher verwahrt in meinem BuJo.
Auch Sport hilft bei mir. Ich gehe jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio. Danach bin ich überschüssige Energie los und durch den festgelegten Trainingsplan habe ich Zeit und Ruhe meine Gedanken zu Ordnen.
Ich wünsche dir eine schöne, kurze Woche. Mach weiter so und bleib wie du bist. :)
Interessant, dass du das BuJo anführst! Das habe ich in letzter Zeit von vielen gehört. :)
Wobei ich schon sehr gut organisiert bin und es so empfinde, als wenn ich da auch nicht mehr viel rausholen kann. Bei mir ist es eher das Loslassen. Alles Wichtige ist notiert und theoretisch aus dem Kopf – nur lässt er dann eben trotzdem oft nicht los. Darum helfen bei mir bewusstes Atmen und Achtsamkeits-Training momentan besser.
Dankeschön für deine motivierenden Worte! Ich wünsche dir auch eine tolle Woche!
Mir geht es ähnlich…das Aufschreiben wird dann auch irgendwie zur Sucht. Was könnte ich noch notieren? Liste auf,Liste zu, Liste auf….und dann wird das Abarbeiten bei mir auch zur Pflicht. Das können total unwichtige Dinge sein….wenn sie auf dem Plan stehen,muss ich sie abhaken.
Der BodyScan hilft mir immer heim Einschlafen. Aber ehrlich gesagt….habe ich noch nichts gefunden,was ich dauerhaft problemlos umsetzen kann.mMeditationen und so weiter…da muss man erstmal hinkommen. Sich ruhig hinsetzen…daran hapert es schon. Da dreh ich schon fast durch…
Hallo Melina,
ich habe gerade den Persönlichkeitstest gemacht und mein Ergebnis (ISTJ-A) trifft bei mit ebenfalls zu, auch wenn ich solchen Tests gegenüber normalerweise ziemlich skeptisch bin.
Ein wenig Skepsis ist sicher angebracht, schließlich erklärt so ein Test nicht die eigene Psyche. Ich finde aber, dass es ein guter Wegweiser ist, um seine Stärken zu erkennen und sich weiterzuentwickeln. Auch für Teams in Unternehmen kann der Test eine Hilfe sein.
Liebe Grüße,
Melina
Hallo Seelenenschwestern und Seelen Brüder,
Seit des ersten Abschnittes dieses Artikels laufen mir die Tränen nur so runter… Ich habe mich im kleinen Rahmen bereits mit dem Thema „Hochsensibilität“ beschäftigt, aber dieser Text haut mich völlig um denn er könnte 1 zu 1 von mir kommen. Danke für die Erkenntnis, dass ich nicht nicht ganz so bekloppt bin wie alle immer sagen ;)
Alles Gute für euch alle *peace*
Hier ist keiner bekloppt! Menschen sind einfach unterschiedlich. :)
Hallo Melina,
Ein toller Artikel und ich erkenne mich total in deinem Schilderungen wieder – was unter anderem daran liegen könnte, dass wir bei dem Persönlichkeitstyp die selben Buchstaben teilen ;) Sooft höre ich den Satz „Du machst soviele Sachen, wo nimmst du nur die Energie/Zeit dafür her?“ Vielleicht sollte ich mal erfassen wie oft ich tatenlos rumsitze und vor lauter Plänen/Gedanken/Ideen/Vorstellungen und Dingen/Projekten die ich alle machen will gar nicht erst schaffe anzufangen…
Ich finde auch vor allem, dass das „Zieh dich halt zurück und schalte Nerviges aus“ kein hilfreicher Ansatz ist. Da bin ich voll bei dir. Ich kann schlecht meinen Kopf ausschalten – der im dem Fall ja der „nervige“ Teil ist – und genauso wenig kann ich mich vor meinen Gedanken zurück ziehen. Auch wenn man, wie du es ja beschreibst, beides lernen kann.
Ich für meinen Teil habe gelernt es zu erkennen – wenn mein Gehirn rattert und rattert – dann bin ich besonders schuselig, vergesse andauernd Dinge, verlege Kram und hab eine rekordverdächtige niedrige Aufmerksamkeitsspanne. Dann weiß ich mein Gehirn ist mit Wichtigerem beschäftigt als dem schnöden Alltag ;P und muss gerade die aufgenommen Informationen zurechtrücken bis das Große Ganze wieder zu erkennen ist. Allerdings ist das eine extreme Form meiner Hummeln und kommt nicht so oft vor – mir bleibt dann eh nichts anderes übrig als es gelassen hinzunehmen und mit Freude auf den Moment zu warten bis alles wieder ein stimmiges Bild ergibt und sich alles ineinanderfügt.
Die sprichwörtliche Münze mit den zwei Seiten: Es ist wunderschön die Welt so zu sehen, mit all den verrückten und wundersamen Details und anderesseits kann es von Zeit so viel sein diese Welt so zu „zerdenken“, dass man sich regelrecht gelähmt fühlt.
Ich will meine Münze aber gegen keine andere tauschen, den ich mag es diese Ambivalenz zu erleben und damit umzugehen – es ist einfach viel zu spannend und aufregend so wie es ist – als dass ich es anders haben wollen würde. Auch wenn Ausstehende mein Leben wohl nicht als spannend und aufregend bezeichnen würden xD
Liebe Grüße und eine tolle Woche
Toni
Hallo Toni,
erst einmal Dankeschön für deinen ausführlichen Kommentar und die spannenden Einblicke! Und ich finde es toll, dass du deine Persönlichkeit mit allen Facetten so annimmst. Mir passiert es noch häufig, dass ich mich über mich selbst ärgere, wenn ich feststelle, dass ich wieder mit meinem Kopf komplett in den Wolken stecke. Aber alles gut, solange ich schön weiter trainiere. Ich mag solche Herausforderungen auch!
Alles Liebe,
Melina
Hallo zusammen… lieber Toni, vielen Dank für Deine Beschreibung…ich erkenne mich zu 100%! Gedankenverloren, alles vergessend, Aufmerksamkeitsspanne gleich null…ich hoffe dass ich es irgendwann so locker sehen kann wie Du!
Ich hatte leider 2018 einen seelischen Zusammenbruch durch eine Beziehung zu einem Narzissten, was meine Hummeln massiv gebremst hat. Aus diesem Grund ist auch heute, nach über drei Jahren mein Energielevel sehr „low“.
Daher…passt bitte alle gut auf Euch auf..
Melina, Dir vielen lieben Dank für Deine Energie, Zeit und Mühe die Du in uns alle investiert!
Euch allen eine gute Zeit und viel Kraft in eurem „anders“ sein
Huhu Melina,
ich habe gerade bei den Eingangsfragen dreimal genickt. Ich kenne dieses Gefühl von den eigenen Gedanken getrieben sein nur zu gut. Bei mir ist es an manchen Tagen so, dass ich richtig produktiv bin, aber wenn ich dann aus dem Flow auftauche bin ich irgendwie zittrig. Das ist dann bei mir das Zeichen, dass ich mal runterfahren muss und ausspannen, aber wie du schon schreibst, ist das nicht so leicht. Wie lustig, dass du heute auch deinen Myers-Briggs Typ verrätst, nachdem ich das ja in meinem letzten Post auch getan habe :D Übrigens wäre ich sogar fast dein Persönlichkeitstyp geworden, da fehlen gerade mal 3 % bei Thinking ;)
Hab einen tollen Start in die neue Woche!
Julia
Ach siehste… witzig. Hat sich mein Unterbewusstsein wohl gespeichert. Mein Thinking-Balken ist brutal. Ich muss da echt ausgeglichener werden und öfter mal das Bauchgefühl befragen. ;)
Dir auch einen tollen Wochenstart!
Oh dieses Gefühl kenne ich zu gut. Sich nach wenigen Stunden Arbeit bereits hinlegen wollen, weil einfach so gar nichts mehr geht. Aber mittlerweile tue ich es auch. Gönne mir eine kurze Auszeit, bringe Abwechslung in meinen Kopf, indem ich einfach mal 20 Minuten die Wohnung auf Vordermann bringe oder, oder… Es hilft, aber man muss sich darüber tatsächlich erst einmal bewusst werden, dass man so ein Mensch ist, der eben zu viel Input aufsaugt :)
Stimmt, das Wissen darum, wie der eigene Körper/Kopf tickt, ist schon ein wichtiger Anfang. Ich glaube am schlimmsten ist es, wenn man sich ständig mit Menschen vergleicht, die diese Abwechslung oder die häufigen Ruhepausen nicht so sehr benötigen. Dann badet man in einer trüben Suppe aus Schuldgefühlen. ;)
Liebe Melina!
Ich kann dich sehr gut nachvollziehen und verstehe jetzt noch besser warum mir deine Artikel immer so gut gefallen :)
Nervös und getrieben sind zwei Wörter, die auch auf mich gut zutreffen und bin sogar auch ein INTJ Typ.
Ich werde den Artikel gleich mal meinem Mann weiterleiten, denn im Erklären meiner Innenwelt bin ich auch oft nicht so gut. Da ist dein Artikel eine gute Hilfe!
Liebe Grüße,
Jana
Hi Jana,
perfekt, dann hat sich meine Arbeit ja gelohnt. ;) Das mit dem Erklären der eigenen Innenwelt… story of my life! Ich muss das jeden Tag üben.
Liebe Grüße,
Melina
Hallo Melina, besser und treffender kan. man diese Situation nicht beschreiben. Mir geht es genauso, bin auch ein perfektionistisches Hochsensiebelchen. Durch Yoga Nitra (eine geführte Tiefenentspannung, ähnlich wie Deine Achtsamkeitsübund haben mir sehr geholfen etwas Ruhe in den „Hummelhaufen“ zu bekommen. Gerne teile ich Deinen Artikel. Er ist sehr gut, offen und ehrlich geschrieben. Danke nochmal dafür. Bleib dran. Tom
Freut mich zu hören, dass dir der Artikel so gut getan hat! :)
Alles Liebe, Melina
sn’Ding!
Gerade heute bin ich so dermaßen hin und hergetrieben, dass ich kurzerhand zu meiner Familie fahren musste, weil ich nicht mehr normal sitzen konnte.
Zu dem ganzen Brainfuck, hin-und-her-Gedenke und den vielen Stunden die ich manchmal nur sitze und starre ist bei mir auch die Schilddrüse ein Faktor, den ich nicht vergessen darf. Da kommt dann zu einem explodier-nahem Kopf eine Welle an Missempfindungen daher und ich weiß überhaupt nicht mehr, wohin mit mir.
Es kommt bei mir vor allem in Phasen, meist isses gut, dann wieder nicht so.. hin und her. Ich würde mir wünschen, da endlich ein bisschen Beständigkeit in mich bringen zu können.
Und gerade müssen meine Kund*innen auf mich warten, weil ich einfach Null Konzentration aufbringen kann. Hin und wieder mag das ja in Ordnung sein – aber wenn die Abstände davon immer kürzer und die Phasen immer länger werden, mag ich manchmal aussteigen. Muss da wohl noch einen geeigneten Weg finden und mehr zu mir finden..
Hab den Test übrigens jetzt auch gemacht, und bei mir kam INFP heraus.. spannend :D
Liebe Grüße aus Ö
Hanna
Und hattest du das Gefühl, dich in dem Ergebnis wiederzuerkennen? Mich interessiert sehr, wie andere das empfinden.
Ich habe auch schon mit Leuten gesprochen, die ihr Ergebnis völlig abwegig fanden. Das Ergebnis hängt aber auch stark von der eigenen Tagesform ab. Wenn man gerade völlig down und sehr ruhebedürftig ist, ist man wesentlich introvertierter. Ich habe aber in den letzten 10 Jahren diesen Test alle Jahre mal wieder gemacht und trotzdem dasselbe Ergebnis gehabt. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich mich schon weiterentwickelt habe und mich besser abgrenzen kann. So etwas kann einem natürlich kein Test sagen, deswegen würde ich auch nicht zu viel reininterpretieren. ;)
Ich würde auch in erster Linie nicht zu viel hinein interpretieren .. kann dem Ergebnis, dass ich eine Suchende bin aber sehr zustimmen.
Vor allem in Hinblick auf meine Zukunft, da ich doch merke dass ich das völlig in der Hand habe, wenn ich mich traue eigene Entscheidungen zu treffen (komischerweise hol ich mir oft ganz automatisch irgendwo die „Erlaubnis“ für irgendetwas.. aber um genau das nicht mehr machen zu müssen hab ich ja gegründet, nech^^) …
Ich find das Ergebnis cool.. nehms nicht pudelernst, allerdings hilft das oft den eigenen Faden wieder zu finden oder einen Standpunkt von dem man weiter machen kann, wenns mal völlig überdrüber zugeht.
btw. bin die selbe wie oben, hab nur die falsche mail addy eingegeben :D
Hoi Melina
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Mit den Hummeln umzugehen ist nach meiner Erfahrung eine lebenslange Aufgabe. Sie verändert sich mit zunehmendem Alter, fällt aber nicht weg. Spätestens mit Kindern ist es noch anspruchsvoller – man hat dann Hummeln und Kinder in eine Formation zu bringen, die einen nicht völlig auffrisst. Entsprechend muss ich auch einen Teil meiner Strategien immer wieder überprüfen und allenfalls anpassen. Das ist oft anstrengend, bietet aber auch Einsichten, die man sonst wohl nicht gewinnen würde.
Bei der Überprüfung meiner Strategien bin ich auf folgendes Buch gestossen: „Vom Aufschieber zum Lernprofi“ von Fabian Grolimund. Ersetzt man „Lernprofi“ durch Familien-/Job-/Haushalt-/Wasauchimmer-Profi, eignen sich seine Tipps super, um sich neue Gewohnheiten anzueignen. Das Buch ist nicht dick, und die Tipps sind leicht umsetzbar.
Wir bleiben dran!
Sonnige Grüsse: Verena Christina
Hi Verena,
das sehe ich ganz genauso. Mir macht das Konzept des lebenslangen Lernens auch keine Angst. Ich finde es gut, dass alles ständig im Fluss ist und wir uns verändern. :) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Kinder noch einmal völlig neue Herausforderungen mitbringen!
Liebe Grüße aus dem Norden!
Hallo Melina, sehr schön geschrieben und bei der Horde Killerhummeln musste ich lachen, denn ich weiß, was Du meinst. Manchmal kann ich rumwuseln wie eine Irre und es ist kurze Zeit produktiv. Aber meist bin ich nach einer Stunde so alle, dass es das für den Rest des Tages war. Ich lese gerade „Gestatten Hochsensibel“und erkenne mich und auch mehr und mehr meinen Kleinen darin. Und ich dachte ich frag dich einfach mal: hast Du schon mal was darüber gelesen, ob Hochsensibilität und Migräne zusammenhängen? Ich fang gerade einfach noch mal an, mich mit dem ganzen Thema zu beschäftigen. Ich freue mich daher sehr, dass ich deinen Blog entdeckt hab. Danke und eine schöne Woche. Karo
Hallo Karo,
danke für den Buchtipp! Von diesem Titel hatte ich bisher nicht gehört.
Zu deiner Frage: Nein, konkret dazu geforscht habe ich bisher noch nicht. Ich kann mir aber einen Zusammenhang gut vorstellen. Gerade wenn man sich selbst wieder überfordert hat – und das über mehrere Tage oder Wochen hinweg – kann so ein Schub sicherlich die Antwort des Körpers auf zu viel Input sein. Ich hatte als Kind übrigens starke Migräne mit Lichtempfindlichkeit und Erbrechen. Die ist mittlerweile verschwunden, aber die berühmten „Stress-Kophweh“ besuchen mich auch hin und wieder.
Liebe Grüße, Melina
Hallo Melina,
einen sehr persönlichen Einblick in Dein Inneres gewährst Du uns da. Du triffst damit einen Nerv – es geht vielen so wie Dir. Mir hat mein (wohl nie endendes) Studium der TCM mehr Klarheit gebracht: Stress ist innerer Wind, und Wind ist ja Bewegung (Gedanken sind unruhig oder körperliche Beschwerden wie Kopf-, Rücken, Gelenkschmerzen wechseln sich ab) – mal stärker mal schwächer. Auch wir kennen den Ausdruck „bin ganz schön durch den Wind“. Wenn ich dann noch von echten äußeren Wind getroffen werde (und unser Wetter macht seit langem viel Wind), dann wirds richtig heftig. Da bleibt nur, inneren Wind vermeiden, reduzieren: reizarme Umgebung (Radio, TV aus, Internet reduzieren), Termine auch mal absagen, wenig Koffein, tiefes Atmen, Entspannungsübungen…
Ich meditiere schon länger, und seit 6 Wochen fast jeden morgen (Atem beobachten kann auch total un-esoterisch sein :-D)), und inzwischen kann ich schon schnell vergehende 20 Minuten meine Gedanken beruhigen.
Zum Deinem AT Intensiv-Kurs: würde mich freuen, wenn Du auch damit Deine Erfahrung mit uns teilst. Bin selbst AT-Trainer und viele geben so schnell auf. Es heißt aber nicht umsonst Autogenes „Training“; sonst würde es Autogenes „jeder-kann-es-sofort“ heißen :-)
Viele Grüße von Mo- einem „Normal-Sensibelchen“…vielleicht sind die anderen ja auch nur schwach sensibel ;-)
Hey Mo,
danke dass du deine eigene Erfahrung dazu teilst! Wie lange machst du schon AT? Gerade wurde mein AT-Kurs um 2 Wochen verschoben, weil es zu wenig Anmeldungen gab. Aber Vorfreude ist ja die schönste Freude, oder wie war das?
Liebe Grüße,
Melina
Hi Melina,
ich habe vor rund 6 Jahren mit AT begonnen und hatte das Glück, dass ich mit den Formeln bei den Armen und Schulter schnell eine Entspannung gefunden habe. Bei den Beinen hat es ewig gedauert, bis ich zum ersten mal Schwere fühlte und auch heute noch, wollen die Beine nicht so schnell loslassen. Unterschied ist bei vielen auch, ob im Sitzen oder Liegen geübt wird. Im Liegen fällt vielen leichter, allerdings schlafen auch viele ein.
Ich bevorzuge Sitzen, damit ich auch im Alltag in stressigen Situationen AT anwenden kann. Wäre schon doof mich in der überfüllten U-Bahn erst kurz hinlegen zu müssen, oder im Meeting :-D
Ein weiterer Grund mit AT zu starten war, die Fortgeschrittenen Variante zu lernen: eigene Formeln. Damit habe ich mich dann wieder auf mein Motorrad gewagt, nach meinem Unfall. Das war ein ziemlicher Erfolg.
Wie das mit so vielem ist, was uns gut tut: im Moment mache ich es viel zu selten und es steht auch schon wieder auf meinen Plan für mehr Routine im Leben. Zurzeit tobt allerdings ein Tornado durch mein Leben, wo die Routine zu kurz kommt, obwohl sie mich wohl mehr stabilisieren würde. Also wieder ein Beweis: Wissen reicht nicht, tu´s auch! :-)
Liebe Melina, entschuldige meine späte Antwort, ich habe Deine Antwort erst heute gesehen – irgendwie ist sie in meinem Tornado untergegangen. Vielleicht war Dein Kurs inzwischen schon und mich würde interessieren, wie Du ihn empfunden hast.
Liebe Grüße aus Berlin
Mo
Liebe Melina,
ich danke dir für den Artikel und den wirklich privaten Einblick in deinen Kopf. Bei dem Punkt mit den Killerhummeln musste ich wirklich lachen. Wie schön, dass du eine so tolle Metapher für dieses Gefühl findest, das ich selbst manchmal nicht verstehe. Seitdem ich erfahren habe, dass ich hochsensibel bin, fällt es mir immer leichter, mich selbst zu verstehen. Wie schön, dass du mir (und vielen anderen) auf diesem Weg hilfst!
Es gibt Tage, an denen ich am liebsten Stunden vorm Fernseher liegen würde, weil es dann in mir endlich „still“ ist. Aber ich merke mittlerweile auch, dass das nur vorübergehend ist und mir mehr Energie nimmt, als gibt.
Ich bin nach dem Myers Briggs Test übrigens ein INFJ. Sehr interessant und erstaunlich zutreffend!
Liebe Grüße
Cora
Hihi, eigentlich sind Hummeln die niedlichsten Tiere.
Aber da viele eben von „Hummeln im Hintern reden“ fand ich es gut, dieses Bild mal aufzugreifen und zu entzerren. Innere Unruhe ist nichts, was man verharmlosen sollte meiner Meinung nach.
Liebe Grüße,
Melina
(P.S.: Ich habe festgestellt, dass der Myers-Briggs-Test inbesondere bei INFJ und INTJ sehr oft in Schwarze trifft. Vielleicht weil das 2 der Typen sind, von denen man sagt, sie seien am ruhebedürftigsten und zu Extremen neigend. Gerade dann finde ich den Test hilfreich um zu erkennen, dass man mehr Balance braucht. ?)
Liebe Melina!
Genau zum „richtigen Zeitpunkt“ deine ehrlichen und wohltuenden Ausführungen hier entdeckt und ich kann mich in so vielen Punkten wiedererkennen: HERZLICHEN DANK!
Beste Grüße gen Norden aus dem kleinen Bundesland im Südwesten.
Liebe Melina,
Das beschreibt genau mich! Leider fühle ich mich sehr hilflos mit dem Thema und würde mich freuen, wenn du ein paar weitere Tipps hast :-)
Vielen Dank schon mal im Voraus!
Alles Liebe,
Nele
Hi Nele,
freut mich, dass du dich mit meinem Text identifizieren kannst! Ich fühle mich manchmal auch sehr hilflos damit. Hörst du Marias Podcast „Proud to be Sensibelchen“? Da kann man regelmäßig gute Impulse mitnehmen. Ich werde aber auf jeden Fall auch weiter berichten. :)
Liebe Grüße
Melina
Liebe Melina,
mir wurde gerade dieser Post bei Pinterest angezeigt und das passt wiedermal wie die Faust aufs Auge…habe auch den Test gemacht (INFJ-T) und auch das passt sooo!
Leider hab ich mich selbst vernachlässigt und kämpfe daher gerade mit einer Depression…habe vor zwei Wochen auch mit autogenem Training angefangen und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass mir Ruhe und Naturgeräusche enorm helfen!
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim „Lernen“ und werde dir weiter folgen :)
Lieben Gruß,
Mel
Hi Mel, dankeschön für deine persönliche Erfahrung und alles Liebe für dich. :)
Melina
Ich. Ich erkenne mich wieder. Danke für diesen tollen Artikel, den ich gleichsofort auf facebook teilen werde.
Das freut mich, danke dir! :)
Liebe Melina,
Ich bin so dankbar, dass ich dich gefunden habe, bei fast jedem Satz sage ich, ja kenn ich, ja habe ich auch…
… bei dir fühle ich mich sehr wohl.
Danke für dich ❤️
Alles liebe
Ilse
Liebe Ilse, Dankeschön für die lieben Zeilen, das freut mich sehr! :)
Liebe Grüße,
Melina
Liebe Melina,
Vielen Dank für den tollen Artikel. Mir geht es da oft wie Dir. Ich starte den Tag mit tausend Ideen.
Dann lege ich los und im nu hat mein hochsensibles Gehirn tausend Randinfos aufgesaugt.
Nicht selten muss ich mich dann auch erstmal hinlegen. Hab dann das Gefühl ich war einen Marathon laufen. Das wiederum stresst mich so, denn ich möchte doch produktiv sein. Stattdessen lege ich eine Vollbremsung hin…..
Danke, dass du deine Erfahrungen teilst. Zu wissen, dass man nicht allein damit ist und auch Werkzeuge an die Hand bekommt, tut richtig gut.
Ganz liebe Grüße
Nicole
Hi Nicole ?
Dankeschön. Mir tut es auch immer gut zu hören, dass andere da ganz ähnliche Probleme haben. Andere kochen auch nur mit Wasser.
Liebe Grüße! :)
Hallo Melina,
danke für diesen interessanten Beitrag! Mir geht es sehr oft ähnlich, dazu habe ich auch einen Blogpost verfasst (http://www.meinreiseblog.at/mein-problem-mit-der-zeit/). Ich habe nicht nur immer Hummeln im Hintern, ich habe gefühlt auch ständig Zeitdruck.
Es fällt mir schwer, mich zu fokussieren, richtig abzuschalten und konzentriert an einer Sache zu arbeiten. Ständig habe ich das Gefühl, ich müsse die eine oder andere Aufgabe schnell erledigen, um dann die Nächste zu machen. Doch zwischendurch fallen mir wieder 10 Dinge ein, die ich auch noch erledigen könnte.
Werde mir deine Tipps zu Herzen nehmen und im Alltag einbauen. Was mir jetzt schon hilft sind Meditationen. So bekomme ich ein wenig mehr Klarheit und kann meine Idee besser ordnen und Entscheidungen leichter treffen.
Liebe Grüße aus Wien,
Bianca
Liebe Melina,
vielen lieben Dank für Deine offenen Worte. Es tut so gut zu hören, dass auch jemand anderes nach 2 Stunden arbeiten so erschöpft ist, dass sie sich erst einmal hinlegen muss – am besten im abgedunkelten Raum – und das Kopfkino läuft in 1000 Fetzen weiter.
Sehr wichtig finde ich auch Deinen Hinweis zu Meditationen. Es ist einfach so, dass viele Hochsensible weder mit Meditation noch mit Achtsamkeit wirklich ind die erleichternde Entspannung finden können.
Eine sehr gute Alternative ist hier tatsächlich der von Dir erwähnte BodyScan, aber auch Fantasiereisen (unbedingt verschiedene Anbieter ausprobieren) oder die Progressive Muskelrelaxation können für uns Hochsensible Wunder bewirken.
PMR ist zwar nicht so hip, aber äußerst wirksam,weil wir durch körperliche Anspannung/Entspannung eben auch unseren unruhigen Geist beruhigen können.
Und weißt Du was?
Ich bin sehr dankbar, dass Du nicht auf den Podcast Hype aufspringst – ich bin da total oldschool und liebe das geschriebene Wort ebenso, wie die direkte Kommentarfunktion auf einem Blog, als ECHTE Alternative zum energiefressenden Social Media.
Alles Liebe und vielleicht bis ganz bald…
Mir ging es beim Lesen auch wie so vielen hier. Ich hab mich dabei total wiedergefunden. Liebe Melina, du kannst das so gut ausdrücken! Vielen Dank für den interessanten Mut-Letter!
Vielen Dank für die netten Worte, liebe Mirjam :)
Liebe Melina,
Schon eine halbe Ewigkeit durchforste ich das Internet nach Hilfe. Im Grunde weiß ich dass ich schon an der richtigen Stelle nach einer Lösung für meine Probleme suche. Ich habe viele Probleme, die sich aber ausschließlich in mir selbst entwickeln. In meiner Umgebung treffe ich damit oft auf Unverständnis.
Oft wünsche ich mir, dass ich anders wäre. Dann aber erkenne ich auch, dass es nichts Schlechtes sein muss so zu sein. Ich mag vieles davon auch sehr. Ich mag es mich in andere so gut hineinfühlen zu können, Ich mag es auch so um die Ecke denken zu können, aber ich fange an mich zu verzetteln. Du beschreibst, dass du fahrig wirst und „tollpatschig“ wirst.
Ich renne auch schon mal irgendwo gegen. Ich hab mich dafür immer nur geschämt, und das als mega Schwäche bewertet, Hochsensibelität und diese Reaktion meines Körpers habe ich noch nie in Zusammenhang gestellt. Danke für diesen Gedankenanstoß.
Ich habe schon soviele Texte gelesen von Menschen, denen es ähnlich geht wie dir. Und mir vielleicht?
Ich erkenne mich in deinen Worten und habe auch wenn ich das bisher noch nie getan habe das Bedürfnis auf deinen Post zu antworten und dir zu danken. Ich kann soooooo gut verstehen was du da schreibst und beim Lesen deiner Worte fühle ich mich selbst so gut verstanden. Wie hast du die Kraft gefunden anzufangen dein System zu entwickeln die Dinge für dich zu ordnen und Strstegien in dein Leben zu integrieren? Manchmal glaube ich, ich habe nicht genug Energie aus dem Hamsterrad herauszuspringen und noch Kraft für diesen Sprung aufzubringen.
Liebe Grüße und vielen Dank.
Liebe Melina,
vielen Dank für Deinen Artikel!
Vor allem dieser Satz hat vieles in mir bewegt: „Von außen sieht man eine hochkreative und kommunikative Person – und nach einigen Stunden liegt dieselbe Person leer genuckelt und lethargisch im Bett.“ Dieser Umschwung in die Leere und die Lethargie kommt bei mir oft unerwartet, sowohl für mich selbst, als auch für andere. Und das ist superschwer zu erklären, finde ich. Oft wünsche ich mir auch die Kraft, um diese eine Sache noch zu tun, weil sie mir Spaß macht, und dann stürze ich doch ab, weil es doch nicht sooo leicht ist, abzuschätzen, wann genau die Überreizung einsetzen wird und wie viel der Kopf noch aufnehmen kann. Es ist nicht leicht, weil da so viele Faktoren reinspielen.
Dank Deiner Blog-Artikel fühlt man sich damit nicht so allein – vielen Dank dafür! ;)
Liebe Melina,
ich muss sagen, mit dem Post sprichst du mir aus der Seele, bzw. bei einigen Posts und auch dem Podcast von dir und Timon habe ich ziemlich viele Parallelen entdeckt.
Ich selbst bin eine Person, deren Probleme zu 99% im Kopf entstehen und das blockiert mich regelrecht. Meine Konzentration geht mit der Zeit flöten und nachts dreht das Gedankenkarussell erst so richtig auf. Gerade im Studium hat mich das manchmal richtig zur Verzweiflung gebracht, auch wenn ich meine Sachen gut gemeistert habe. Richtig stolz war ich trotzdem eher selten, weil wieder negative Gedanken in meinem Kopf herumschwirrten. Mittlerweile versuche ich daran stärker zu arbeiten, alles Step bei Step, unter anderem nutze ich auch das 6-Minuten Tagebuch und probiere mich gerade am Meditieren.
Somit bin ich auch hier gelandet, euer Podcast wurde mir auf Spotify vorgeschlagen, das war ganz großes Glück.
Ich gehöre eigentlich mehr zu den stillen Lesern, die sich im Hintergrund halten, aber in diesem Fall wollte ich euch an meinen Gedanken teilhaben lassen und ein großes Danke an euch senden. Ich freue mich schon auf eure Podcasts und Artikel im neuen Jahr ?
Alles Liebe
Catharina
Liebe Catharina,
herzlichen Dank für deine lieben Worte und dass du dich getraut hast, hier zu kommentieren. Das freut mich so! Alles Liebe für dein 2020 und bis hoffentlich bald mal wieder! :)
Sehr hilfreich, freu mich das zu lesen. bin eine verzweifelte Hochsensible oder Hochsensitive, das finde ich manchmal fürchterlich, und wie du es beschreibst so genau kenne ich das. Es tut gut, zu lesen, daß frau nicht allein ist damit.Werde mir weiterhin Deine Sachen durchlesen oder anhören. Dankeschön, daß Du diese Sachen mitteilst. und alles Gute und guten Fokus
Liebe Grüße Jette
Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und alles Liebe für dich!
Melina
Hallo :) Bin ungemein dankbar für deinen Artikel, als wenn du mein Thema wortwörtlich beschreibst. Bin in für zwei Tage aus meinem häuslichen Umfeld geflohen. Seit meiner Coviderkrankung (nur ein Tag Symptome, aber mit meinem Nervensystem passt es immer noch nicht) ertrage ich die Hintergrundbeschallung leider nicht, was eigentlich immer mein Zähmen der Gedanken und Ideen war. Derzeit erlebe ich einen Meteoritenhagel an Ideen, Inputs und Eindrücken. Es erschlägt mich. Mein Therapeut hat immer gefragt, was denn so schlimm wäre, wenn Ruhe wäre. Genau das, genau dieser Tornado an Reizen, die mich hin und her reissen.
Vor einem Monat habe ich begonnen Tagebuch zu schreiben, das hat geholfen. Das werde ich beibehalten. Einen Notizblock nehme ich jetzt auch immer mit, um Gedanken festzuhalten. Und für daheim – alles was mich motiviert (offene Projekte oder Aufgaben) müssen aus dem Sichtfeld verschwinden. Reizarme Wohnung ist das Thema :)
Danke für die Tipps! Werde dort auch nachlesen!
Wow danke für diesen tollen Beitrag fühle ihn sehr ❤️👌🏻