„Guck mal, was ich schon alles kann!“ – sagt jedes kleine Kind gefühlt 50 Mal am Tag, nicht wahr? Wie oft sagt wohl der durchschnittliche Erwachsene dasselbe? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht und ich kann auch nur für mich sprechen. Aber die gefühlte Antwort lautet: Selten. Und garantiert nichtmal jeden Tag.

Irgendwann hören wir auf, mutig und stolz zu zeigen, was wir Schönes erreicht haben. Denn, wie wir ja alle wissen: „Eigenlob stinkt!“ Ende der Durchsage. So ist das bei uns in Deutschland. Hinterfragt auch keiner. Wir meinen irgendwann, dass es höflicher und angemessener ist, die eigene Leistung in den Schatten zu stellen oder – noch schlimmer – so lange kleinzureden, bis nichts mehr davon übrig ist.

Ich für meinen Teil fühle mich auch außerhalb des Rampenlichts wohler. Und ich möchte ganz sicher nicht aufgeblasen vor Stolz den ganzen Tag damit prahlen, was für ein toller Hecht ich bin. – Oder tolle Hechtin? Man gebe mir ein gutes weibliches Pendant für diese Redewendung, bitte!

Mut muss nicht laut sein

Es muss doch möglich sein, eine gesunde Balance zwischen „Seht alle her, wie toll ich bin!“ und „Ich bin ein Nichts, bitte beachtet mich gar nicht!“ zu finden. Ich bin fest davon überzeugt:

„Niemand will unsichtbar für die Welt da draußen sein. Es ist nur oft viel leichter so.“

Anderen zu erlauben, einen Blick hinter die Mauern zu werfen, ist alles andere als einfach. Das schließt immerhin ein, sich zu öffnen, zu zeigen, was einem wirklich wichtig ist – und dadurch angreifbar zu werden. Als schüchterne und introvertierte Person kann ich das nicht nur verstehen, ich kann es mit jeder Faser meines Seins nachfühlen.

Jahrelang war ich auf mich selbst wütend, weil ich nie unter Beweis gestellt habe, wozu ich wirklich in der Lage bin – zum Beispiel im Job. Glücklicherweise ist mir heute bewusst, dass so ein Tarnumhang für mich als Unternehmerin einen verdammt hohen Preis hat! Denn wie soll ich meine Miete bezahlen, wenn ich der Welt nicht in irgendeiner Form mitteile, dass meine Fähigkeiten genau das sind, was meine Kund*innen brauchen? – Eben.

„Unsichtbar sein? Kann ich mir als Selbstständige nicht leisten!“

Heute weiß ich: Mut und Selbstvertrauen kann man trainieren wie einen Muskel! Auch die mutigsten Menschen wurden nicht so geboren. Deswegen habe ich dir fünf wertvolle Lektionen zusammengestellt, die ich in den letzten Jahren über Mut und meine eigenen Ängste gelernt habe. Ich wünsche mir, dass sie auch dir helfen, deinen eigenen Weg zu mehr Selbstvertrauen und innerer Stärke zu finden.

Mutig sein – 5 Dinge, die ich über Selbstvertrauen gelernt habe

1. Babysteps

Würde mir heute jemand die Pistole auf die Brust setzen und sagen „Melina, du musst morgen eine Keynote vor 500 Personen halten.“, würde ich schreiend im Kreis laufen. Ich wäre sofort in der Panikzone unterwegs. Ein Workshop vor einem Dutzend Personen hingegen macht mir da weniger Sorgen.

Viele Menschen verbinden mit Mut den Sprung ins kalte Wasser. Dieser Anspruch erzeugt natürlich eine Menge inneren Druck und löst Stress und Angstgefühle aus. Deswegen mein Rat:

„Konzentriere dich immer nur auf den nächsten machbaren Schritt.“

Zu viel von sich selbst zu erwarten endet nicht selten damit, dass wir in einen Strudel von negativen Gefühlen geraten und uns wie Versager fühlen. „Wieso konnte ich nicht einfach über meine Schatten springen? Warum können andere das und nur ich mal wieder nicht?“

Also: Ein Schritt nach dem anderen. So vergrößerst du deine Komfortzone und fühlst dich zunehmend wohler mit Aufgaben, die dir früher unerreichbar vorkamen.

2. Mutig sein fühlt sich nicht immer so an

Ich bin bekannt dafür, auch ohne jeden Anlass gerne knallige Lippenstifte zu tragen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich so wahnsinnig selbstbewusst wäre. In meinem Kopf schrillt oft eine nervtötende Stimme: „Du siehst albern aus, wisch dir das Zeug aus dem Gesicht! Du gehst doch nicht auf eine Gala.“

Aber ich mache es trotzdem. Denn: Mut ist eine Entscheidung. Ich muss mich nicht immer stark und unbesiegbar fühlen. Wichtig ist, dass ich nicht aufgebe und für das einstehe, was mir wichtig ist.

Auch, wenn es mit Scham- oder Angstgefühlen verbunden ist. Solche Gefühle sind nur ein Versuch meines Gehirns, mir meinen Mut wieder auszureden und das hat nichts mit Intuition zu tun. Hätte ich jedes Mal auf die Stimme gehört, die mir einreden wollte, ich sei lächerlich, gäbe es Vanilla Mind nicht, keine Bücher und auch keinen Podcast.

Übrigens funktioniert in diesem Fall auch der Umkehrschluss: Nicht alles, was von außen mutig aussieht, ist auch mutig. Vergleich dich also nicht mit anderen. Jedem fallen andere Dinge leichter oder schwerer.

3. Mutiges Handeln setzt einen Domino-Effekt in Gang

Wer Mut zeigt, wird beinahe wie von selbst mutiger. Das habe ich nicht nur selbst erfahren, dafür gibt es sogar wissenschaftliche Belege, wie eine Studie zeigt:

„Fear thou not: activity of frontal and temporal circuits in moments of real-life courage“, lautet der Titel dieser Studie, in der Menschen ihre Angst vor Schlangen überwinden wollten. Sie durften darüber entscheiden, wie dicht sie eine Schlange an sich heranlassen wollten, während ihre Gehirnaktivität gemessen wurde. Das erstaunliche Ergebnis? Je näher sie die Schlange trotz ihrer Angst bewusst an sich heranließen, desto stärker arbeiteten die Bereiche im Gehirn, die bei mutigem Handeln aktiv werden. Dadurch konnte die körperliche Angstreaktion abgeschwächt werden und sie konnten eine Handlung ausführen, vor der sie sich fürchteten.

Soll heißen: Wenn wir trotz unserer Ängste mutig sind, entwickeln wir immer mehr Selbstvertrauen.

4. Mut muss nicht laut sein

Das Schöne an Mut und Selbstvertrauen ist: Man muss sich nicht komplett ändern, um seine Ziele zu erreichen. In einem Interview wurde ich neulich gefragt, was meiner Meinung nach am besten hilft, in einem bestimmten Moment über seinen Schatten zu springen und mutig zu sein. Darauf habe ich geantwortet:

„Wenn wir sagen: ‚Dieser Moment kommt nie wieder! Alles hängt daran! Alles steht und fällt damit‘, erzeugen wir einen unheimlichen Druck. Ja, dieser Moment kommt so nie wieder. Aber dafür kommt ein anderer Moment. Entscheidend ist, wie du darüber denkst und was du daraus machen möchtest. Und wenn du es dieses Mal nicht gemacht hast, dann vielleicht beim nächsten Mal.“

Dieser Gedanke ist so, so wichtig!

„Auch die mutigste Person strotzt nicht immer vor Selbstvertrauen. Wir dürfen Schwäche zeigen. Wir sind Menschen.“

Ich für meinen Teil weiß genau, dass ich nicht in jedem Moment den Mut aufbringe, über meinen eigenen Schatten zu springen. Das zu behaupten, wäre vermessen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Und das ist total okay so, Hauptsache ich mache immer weiter und verliere mein Ziel nicht aus den Augen. Babysteps, siehe Punkt 1.

5. „This too shall pass“ – du überlebst auch Panik

Hin und wieder schliddert man in Situationen, die einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Was glaubst du, wie in mir die Panik aufstieg, als ich mein erstes Buch veröffentlicht habe? Was meinst du, wie mir zumute war, als ich meinen Job gekündigt habe und mich selbstständig gemacht habe?

Aber wie sich herausstellt: Ich bin nicht tot. Noch nicht. 😉

Diese Sache, vor der du Angst hast? – Oh ja, das könnte durchaus passieren. Könnte. Aber sich zu verstecken und eine Vermeidungshaltung zu entwickeln tut viel mehr weh. Du kannst das Leben nicht aufhalten! Und das ist toll, denn du kommst wieder in Ordnung. Und wenn es soweit ist, bist du mutiger, als du es je warst. Glaub mir: Du brauchst nur eine Chance, um diesen Fakt selbst herauszufinden.

5 Mut-Mantras, die gut gegen Panik helfen:

„Diese Situation ist nur vorübergehend.“
„Ich habe die Kontrolle.“
„Ich mache einen Schritt nach dem anderen.“
„Ich habe schon so viel geschafft, also schaffe ich es auch diesmal.“
„Ich bin nicht meine Angst.“

Fazit: Mut ist eine Entscheidung

Interessanterweise ist Mut gar kein Gefühl. Wir fühlen Angst oder Furcht – und trotzdem erleben wir oft genau dann Momente, in denen wir plötzlich richtig mutig werden. Angst und Mut gehören also zusammen. Anstatt mich zu fragen: „Fühlt sich das beängstigend an?“, versuche ich mich auf diese Frage zu konzentrieren: „Was kann ich als Nächstes tun? Ist es mir das wert?“

Und dann tue ich es, obwohl bei mir gerade alle Gefühle wild durcheinander tanzen. Alles, was ich kontrollieren kann, ist meine Einstellung. Den Rest nicht.

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Verstecken gilt nicht: Wie man als Schüchterner die Welt erobert Von der Autorin des Blogs „Vanilla Mind“

Und weil wir gerade lang und breit darüber gesprochen haben, darf ein wenig stolze Eigenwerbung nicht fehlen: Diese Mutmacher helfen dir, wenn du freier und offener werden willst. Sie machen dir deine eigenen Stärken bewusst machen und zeigen dir, dass Mut nicht laut sein muss!

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