Der erste Eindruck entsteht, bevor du auch nur ein einziges Wort gesprochen hast. Und das ist super, denn wenn du schüchtern bist, fällt Reden fällt dir vielleicht besonders schwer. Also sehen wir uns einmal an, wie man ganz ohne Reden zeigen kann, dass man aufmerksam und sympathisch ist.

Ein Satz, den ich früher sehr oft zu hören bekam, ist dieser: „Du bist viel netter, als ich dachte.“ Das hat mich immer total frustriert und trat das Gedankenkarussell los: „Heißt das, ich wirke unsympathisch? Ich bin doch eigentlich sehr nett zu jedem. Warum komme ich ganz falsch rüber?“ – Tja, so viel zum ersten Eindruck. Dieser erste Eindruck von mir war nicht authentisch. Ich wurde als kühl und unnahbar wahrgenommen – dabei war ich in Wirklichkeit unsicher und hätte nichts lieber getan, als mich zu mit anderen auszutauschen statt mich zu isolieren. Und das war meine Schuld. Ich war oft zu sehr mit meinen eigenen Ängsten beschäftigt, verspannte mich und verpasste deshalb den Moment, präsent und aufmerksam zu sein. So viel zu mir.

Was glaubst du denken die Leute von dir, wenn sie dich das erste Mal sehen?

Halten sie dich sofort für kompetent, sympathisch, freundlich? Oder fällt es ihnen schwer, dich einzuordnen? Fangen wir mal an mit dem, was Menschen alles nicht von dir sehen werden:

→ Deinen höchsten Bildungsabschluss.

→ All deine harte Arbeit.

→ Sie haben keine Ahnung davon, welchen Charakter du hast.

Was sie aber wissen ist, wie sie sich in den allerersten Sekunden gefühlt haben, in denen sie mit dir zusammen waren. Das Ganze wird noch wesentlich interessanter, wenn man an ein Bewerbungsgespräch oder das Kennenlernen von Geschäftskontakten denkt. Hier steht natürlich mehr auf dem Spiel als nur eine neue Bekanntschaft.

„Ich habe gelernt, dass Menschen vergessen, was man gesagt hat, dass Menschen vergessen, was man getan hat, aber dass Menschen niemals vergessen, welche Gefühle man in ihnen hervorgerufen hat." – Maya Angelou #zitat #zitateundsprüche #mayaangelou #gefühle #achtsamkeit #gesellschaftUnsere Körpersprache wiegt mehr als unsere Worte. Forscher streiten sich darüber, wie diese Verteilung im Einzelnen aussieht. Eine vielbeachtete Studie geht auf den US-amerikanischen Psychologen Albert Mehrabian aus dem Jahr 1967 zurück: Ihm zufolge soll unsere Stimme (Tonfall und Betonung) zu 38% für die Wirkung unserer Worte verantwortlich sein. Weitere 55% gehen auf das Konto von Gestik und Mimik. Und jetzt kommt’s: Angeblich nur 7% betreffen den Inhalt selbst. Wie gesagt: Ob sich diese Zahlen in der Realität so bewahrheiten, ist nicht abschließend geklärt. Sicher ist jedoch: Anhand äußerlicher Merkmale schließen Menschen sofort Rückschlüsse auf das Wesen des anderen.

Was wirklich zählt

Konzentrier dich nicht darauf, wie du wirken willst! Das ist die erste und wichtigste Regel von allen. Es geht nicht um mich, sondern um den anderen. Konzentriere dich darauf, welche Bedürfnisse der andere zum Ausdruck bringt. Braucht er Aufmerksamkeit oder fühlt er sich unsicher? Geh mit und fühl mit, dadurch spürt dein Gegenüber, dass du an ihm interessiert bist und fühlt sich verstanden. Nehmen wir mal den umgekehrten Fall: Wenn du die ganze Zeit versuchst auf dein eigenes Auftreten zu achten und dir deinen Kopf darüber zerbrichst, wie du gerade rüberkommst, bist du erst recht verkrampft. Und vor allem merkt der andere dann, dass du mit dem Kopf woanders bist.

Lächeln. Nicht grinsen oder nervös lachen. Einfach nur lächeln und interessiert sein. Und ich meine wirklich interessiert sein, denn jeder bemerkt es, wenn dein Blick leer ist, weil du nicht mitgehst. Interesse kann man nicht faken. Lächeln ist zudem die leichteste Übung von allen, um freier und selbstbewusster zu werden. Unterschätze niemals seine Wirkung! Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen. Also perfekt als Eisbrecher. Vielleicht fällt es dir in einer angespannten Situation schwer zu lächeln. Aber übe immer weiter – es zahlt sich aus! Es gibt Menschen das Gefühl, bei dir willkommen und sicher zu sein. Und nebenbei tust du auch etwas für deine eigene Psyche, denn Psychologen haben entdeckt, dass sich dadurch deine Körperchemie verändert und du dich entspannst.

Der erste Eindruck entsteht, bevor du auch nur ein einziges Wort gesprochen hast. Und das ist super, denn wenn du schüchtern bist, fällt Reden fällt dir vermutlich besonders schwer. Also sehen wir uns einmal an, wie du ganz ohne Reden zeigen kannst, dass du aufmerksam und sympathisch bist. #erster #Eindruck #Beruf #Job #selbstständig #Kunden #schüchtern #introvertiert #Netzwerken #networkingBlickkontakt. Sehr verbreitet ist das Problem, dass viele Leute einem kaum noch in die Augen sehen. Ich hatte damit früher oft ein Problem. Klar, die Augen geben viel von der eigenen Persönlichkeit preis: Sie zeigen sofort, ob jemand nervös, traurig oder glücklich ist. Aber fühlst du dich nicht auch wertgeschätzt und respektiert, wenn jemand die offen und interessiert ansieht? Natürlich darf man weder starren, noch den anderen zu lange fixieren. Auch hier lockert ein Lächeln den Blickkontakt auf. Du zeigst Interesse und wirkst gleichzeitig selbstbewusst auf andere. Übrigens: Es gelingt einem fast von ganz allein, den Blickkontakt länger zu halten, wenn man immer nur auf ein Auge des Gegenübers schaut.

Wohlfühlkleidung tragen. Der Vollständigkeit halber muss ich auch noch die Sache mit der Kleidung erwähnen. Was könnte „falsche“ Kleidung sein? Zum Beispiel solche, in der du dich unwohl oder verkleidet fühlst. Sobald du in Gedanken bei deiner Kleidung bist, weil irgend etwas nicht gut sitzt, hast du verloren, weil du dann abgelenkt bist. Und darunter leidet deine Aufmerksamkeit für deinen Gesprächspartner. Dein Gegenüber merkt, dass etwas nicht stimmt. Es weiß aber nicht, woran es liegt und bezieht es möglicherweise auf sich. Sehr schade.

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe

Ich habe verstanden: Es geht nicht um mich. Es geht auch nicht um meine Angst. Sondern darum, präsent zu sein und anderen meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Auf den anderen gefühlsmäßig einzugehen ist der Schlüssel für einen positiven ersten Eindruck. Wer nicht echt ist und nur an sich denkt, kommt damit nicht weit.

Die amerikanische Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou sagte einmal: „Ich habe gelernt, dass Menschen vergessen, was man gesagt hat, dass Menschen vergessen, was man getan hat, aber dass Menschen niemals vergessen, welche Gefühle man in ihnen hervorgerufen hat.“ (Original: “I’ve learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.”)

In der Kategorie Buch-Tipps findest du außerdem den Titel: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen“ von Paul Watzlawick. Lesenswert für jeden, der sich für wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema nonverbale Kommunikation interessiert.

Was fällt dir an anderen auf, das dich positiv oder negativ beeindruckt?

Intuitiv Netzwerken

Was wäre, wenn Netzwerken sich richtig gut anfühlen würde? Ohne Scham und Erwartungsdruck? Das geht! Selbst wenn du dich nicht für einen geborenen Small-Talk-Profi hältst.

Lerne mit anderen ins Gespräch zu kommen: Ganz entspannt und natürlich. Nie wieder alleine in einer Ecke stehen, ohne wahrgenommen zu werden. Stattdessen bist du in Kontakt mit Menschen, die dich persönlich kennen, für die du wichtig und wertvoll bist und die dich erfolgreich sehen wollen!

Damit du ebenfalls deinen eigenen Stil entwickeln kannst, habe ich mein jahrelang in der Praxis getestetes Wissen im letzten halben Jahr Stück für Stück aufgeschrieben und gezielt das Wesentliche für dich zusammengefasst und leicht verständlich aufbereitet.

Ab sofort auf Vanilla Mind erhältlich: Der Kompaktkurs „Intuitiv Netzwerken“ – Die Kunst, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Entspannt. Natürlich. Als du selbst.


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