Tijen Onaran ist Unternehmerin, Moderatorin und Speakerin. Mit ihrem Unternehmen Global Digital Women engagiert sie sich für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche und das Manager Magazin zählt sie zu den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft. Gerade ist ihr neues Buch erschienen: „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“.

Ich habe Tijen in den Still & Stark Podcast eingeladen und wollte wissen: Warum sollten wir uns überhaupt mit Personal Branding beschäftigen? – Denn nicht jede:r ist digital unterwegs oder selbstständig. Außerdem sprechen wir darüber, wie Personal Branding gerade für leisere Menschen eine großartige Chance ist, wahrgenommen zu werden und für die eigenen Werte einzustehen.

  • Warum Personal Branding keine Ego Show ist
  • Wie Personal Branding laut Tijen Onaran hilft, für die eigenen Werte einzustehen
  • Erste Schritte, wie Introvertierte sichtbar werden können

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Nur wer sichtbar ist, findet auch statt

Warum sollten wir uns überhaupt mit dem Thema Personal Branding beschäftigen? Im ersten Moment klingt dieses Wort seelenlos. Gerade introvertierte Menschen scheuen sich vor Self Promotion und verbinden mit dem Thema schnell eine egoistische Nabelschau. Dabei gibt es gerade für introvertierte Menschen gute Gründe, sich das Thema Branding mal genauer anzusehen.

An dieser Stelle möchte ich direkt aus der offiziellen Leseprobe zitieren. Wenn dich Tijens Buch interessiert, kannst du dir auf der Verlagsseite von Goldmann auch die vollständige Leseprobe herunterladen.

An wen sich das Buch von Tijen Onaran richtet

Zitat Anfang: „Auch wenn es vermessen klingt, aber dieses Buch richtet sich wirklich an JEDE*N. Unabhängig davon, ob du berufstätig bist oder nicht, ob du angestellt oder selbständig, Berufsanfänger*in, Freelancer*in oder Gründer*in bist, ob du am Wendepunkt deiner Karriere stehst oder bereits eine Führungsposition innehast, jung oder alt, ganz gleich welchen Geschlechts, sozialer oder ethnischer Herkunft du bist, ob du mit Personal Branding am Anfang stehst oder bereits positioniert bist und wissen willst, wie du den roten Faden nicht verlierst, Krisen überstehst und deiner Linie treu bleibst. Ich bin fest davon überzeugt, dass Personal Branding eines der wirkungsvollsten Instrumente ist, um unser Leben in jeder Hinsicht sichtbar machen und gestalten zu können. Mir selbst hat es in meiner beruflichen Karriere unglaublich geholfen. Ohne Personal Branding und ohne Networking wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Da ich viel über meine persönlichen Erfahrungen und Lektionen berichten werde, steht der berufliche Aspekt von Personal Branding natürlich oft im Fokus – aber alle Aspekte und Geschichten lassen sich auch auf viele andere Lebensbereiche übertragen. 

Wir alle sind Personenmarken

Nur weil Personal Branding ein Thema ist, mit dem sich alle gleichermaßen beschäftigen sollten, heißt es nicht, dass es für alle immer gleich funktioniert. Das wird schnell deutlich, wenn wir uns drei verschiedene Gruppen ansehen: Berufsanfänger:innen, Unternehmer:innen und Menschen in Führungspositionen. Natürlich wollen die Vertreter:innen aller drei Gruppen als Experten:innen für ein bestimmtes Thema wahrgenommen werden. Aber außer dieser grundsätzlichen

Gemeinsamkeit dominieren die Unterschiede: Eine Berufsanfängerin ist auf der Suche nach einem Job, der zu ihren Talenten und ihrer Ausbildung passt. Entsprechend wird sie sich auch positionieren und ein ganz bestimmtes Publikum ansprechen – nämlich Unternehmen, die als potentielle Arbeitgeber infrage kommen. Ganz anders sieht es bei Unternehmerinnen und Entrepreneuren aus. Ihre Themen werden sich sehr viel stärker am Markt orientieren. Ihr Zielpublikum sind ihre Kund*innen, Talente und andere Unternehmen in ihrem Bereich. Menschen in Führungspositionen wiederum richten sich zum einen sehr viel stärker an ihre eigene Organisation und adressieren zum anderen auch die Industrie, in der sie verortet sind. Aus jeder dieser drei Ausgangssituationen leitet sich eine andere Kommunikationsweise und auch eine andere Branding- Strategie ab.

Frage dich, in welche Kategorie du fällst und wer dein Zielpublikum ist – Berufsanfänger:innen verfolgen eine andere Branding-Strategie als Menschen in Führungsverantwortung.

Doch auch wenn sich die Strategien im Einzelnen unterscheiden, halte ich es für notwendig, sich überhaupt und ganz grundlegend mit dem Thema Markenbildung auseinanderzusetzen. Der wichtigste Grund dafür ist: Wir alle – ob wir es wollen oder nicht – sind Personenmarken. Das gilt für Menschen, die im Berufsleben stehen, ebenso wie für Menschen in der Politik und natürlich auch im Privaten. Selbstverständlich ist es im Berufsleben naheliegender und nachvollziehbarer, von Personenmarken und deren Markenkern zu sprechen, als im Privaten. Aber auch leidenschaftlich betriebene Hobbys können Bestandteil einer Personal Brand sein. Angenommen, jemand engagiert sich in der Nachbarschaftshilfe, so könnte sein Markenkern die Fähigkeit sein, Dinge gut reparieren zu können. Die entscheidende Frage lautet stets: Sind wir bereit, uns bewusst mit uns als Marke auseinanderzusetzen und diese selbst zu gestalten?

Jede:r besitzt eine Personenmarke. Die Frage ist nur, ob man sie auch bewusst gestaltet.

– Tijen Onaran

Es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen, warum es heute wichtig ist, eine eigene Marke aufzubauen. Aus meiner Perspektive sind die folgenden vier dabei die wichtigsten:

  • Du bestimmst, was deine Themen sind.
  • Du schaffst einen großen Wiedererkennungseffekt.
  • Du hast unter Kontrolle, wie du wahrgenommen wirst und was andere über dich wissen.
  • Du kannst ein Netzwerk mit Menschen aufbauen, die Fähigkeiten besitzen, die du selbst nicht hast.

Es gibt natürlich noch viele weitere gute Gründe, um sich mit dem Thema Personal Branding auseinanderzusetzen. Doch es geht vor allem um Souveränität, also darum, Dinge selbst, selbstbestimmt und selbstbestimmend in die Hand zu nehmen. Vor diesem Hintergrund ist es gar nicht verwunderlich, dass das Phänomen Personal Branding in den letzten Jahren vor allem unter Selbständigen an Bedeutung gewonnen hat. Freelancer ebenso wie junge Unternehmer*innen müssen sich sehr viel stärker darum bemühen, ihr Zielpublikum zu definieren, es anzusprechen und nachhaltig zu vermitteln, wofür sie stehen. Personal Branding ist dafür das Mittel zum Zweck.

Dein Ziel: Die Leute sollen verstehen, wofür du stehst. Deine Lösung: Personal Branding.

Image, Bedeutung und Wert von Personal Branding

Eine starke Marke zu haben ist viel wert. Das lässt sich schonallein daran erkennen, wie viel Geld Unternehmen einsetzen, um ihr Image und ihre Marke zu profilieren. Je bekannter eineMarke ist, desto höher ist ihr Wiedererkennungswert. Das zeigt sich an einem ganz alltäglichen Beispiel: Angenommen ich habe zwei Programmiererinnen in meinem Freundeskreis. Beide haben den gleichen Erfahrungsstand und scheinen objektiv gleich gut zu arbeiten. Aber eine der beiden taucht regelmäßig in meinem Social-Media-Feed auf, weil sie (aus meiner Sicht nerdige) Artikel postet und kommentiert, während die andere Social Media nicht oder nur passiv nutzt.

An wen denke ich wohl zuerst, wenn ich mal eine Frage zum Programmieren habe?Viele Unternehmen zahlen inzwischen sogar für diesen Wiedererkennungseffekt: Sie geben zum Teil sehr viel Geld dafür aus, dass sie ganz oben auftauchen, wenn man einen bestimmtenBegriff bei Google eingibt, um so mit diesem Thema verknüpft zu werden. Eine starke Personenmarke hat demgegenüber den Vorteil, dass du anderen Menschen automatisch in den Sinn kommst, wenn sie an ein bestimmtes Thema denken. Ob im selbständigen, beruflichen oder privaten Kontext – Personal Branding hat bei vielen Menschen nach wie vor ein schlechtes Image. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, bei meinen Vorträgen und Workshops zu diesem Thema die Menschen im Publikum zu fragen, was sie spontan mit dem Begriff Personal Branding verbinden. Die häufigsten Antworten und Assoziationen sind:

  • »Selfie-Show«
  • »Self Promotion«
  • »Ego«
  • »Food Pics«
  • »Trump«
  • »too much information« 

Nicht zuletzt aufgrund der Herkunft des Begriffs Branding, der ja in seiner heutigen Verwendung besonders in den Bereichen Marketing und Vertrieb geprägt wurde, denken viele, dass es sich bei Personal Branding um die reine Selbstinszenierung handelt, mit dem Ziel, sich selbst oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Personal Branding hat meinem Verständnis nach jedoch wenig mit Vertrieb oder Verkaufen zu tun. Vielmehr kann es ein hilfreiches Mittel zur Persönlichkeitsbildung sein, wenn wir uns von der einschlägigen Konnotation befreien und weiterdenken. Und genau das möchte ich in diesem Buch machen.“ Zitat-Ende.

Nur wer sichtbar ist, findet auch statt: Werde deine eigene Marke und hol dir den Erfolg, den du verdienst:*

Fünf knackige Buch-Zitate von Tijen Onaran, die du direkt tweeten kannst:

  • „Wenn du deine Agenda nicht selbst bestimmst, bestimmt sie jemand anderes!“ – Tweete das!
  • „Wer sich als Person präsentieren möchte und seine Themen positionieren will, den sollten Werte wie Verbindlichkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen leiten – ganz gleich ob im Netz oder im echten Leben.“ – Tweete das!
  • „Einzigartigkeit ist kein Wettbewerb. Es gibt niemanden, der einzigartiger ist als du. Finde etwas, das dich von anderen unterscheidet, ohne dass es darum geht, besser zu sein.“ – Tweete das!
  • „Weg von der Perfektion: Oft sind es gerade die ungeschminkten und echten Momente, die besonders spannend sind und uns nachhaltig in Erinnerung bleiben.“ – Tweete das!
  • „Fehler sind menschlich. Wem es gelingt, etwas daraus zu lernen, verwandelt Fehler in etwas Positives.“ – Tweete das!

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🔗 Mehr über Tijen erfährst du auf ihrer Website.

🔗 Ihr Unternehmen Global Digital Women findest du hier.

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Fotos: Urban Zintel

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Wer ist Tijen Onaran?

Tijen Onaran ist Moderatorin und Speakerin und die Gründerin des Unternehmens Global Digital Women. Sie engagiert sich für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche und berät Unternehmen in Diversitätsfragen und Kommunikation. Zudem schreibt sie über Themen rund um Digitalisierung, Diversität und Personal Branding und publiziert regelmäßig in Zeitungen und Magazinen wie dem Handelsblatt und dem Manager Magazin.Was bedeutet eigentlich Sichtbarkeit im Business? Tijen Onaran spricht im Still & Stark Podcast über ihr neues Buch „Nur wer sichtbar ist, findet auch statt“ und erklärt, wie gerade zurückhaltende Menschen von Personal Branding profitieren. #stillundstark #podcast #vanillamind

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