😰 „Warum haben gefühlt alle ihr Leben im Griff, nur ich nicht?“

😣 „Warum sind andere viel erfolgreicher? Ich strenge mich doch auch so sehr an!“

Kommen dir diese Gedanken vielleicht bekannt vor? Du bist damit nicht allein. Ich kenne das auch nur zu gut. In diesem Beitrag werde ich erprobte Strategien und Hilfen über ein Thema teilen, das viele von uns betrifft: ungesunde Vergleiche mit anderen.

Das lernst du in diesem Artikel: 

🧠 Warum wir uns überhaupt vergleichen, obwohl es oft so schmerzhaft ist
💡Wie es mir gelungen ist, den Kampf gegen zermürbende Vergleiche mit anderen zu gewinnen
🔧 Welches Tool ich täglich nutze, um mein Selbstvertrauen nachhaltig zu stärken

Oder sieh dir das Video auf YouTube an:

Selbstzweifel durch Vergleiche? 2 geniale Hebel für mehr Selbstwertgefühl!

Warum vergleichen wir uns mit anderen?

Vergleichen ist menschlich. Unser Gehirn nutzt dieses Verhalten, um unseren Standort zu bestimmen und zu erkennen, ob wir noch auf dem richtigen Weg zu unserem Ziel sind. 

Vergleiche mit anderen können sogar motivierend sein, uns zeigen, was alles möglich ist. Wenn wir uns mit den richtigen Menschen vergleichen, fühlen wir uns inspiriert und können aus ihren Erfahrungen lernen. Wir finden dann Mut und die Kraft, auch mal etwas Neues auszuprobieren

👉 Takeaway: Sich regelmäßig zu hinterfragen, zu bewerten und einzuschätzen, das ist erstmal etwas ganz Normales. Es geht also nicht darum, sich überhaupt nicht mehr mit anderen zu vergleichen. Sondern darum, es auf die richtige Weise zu tun und dabei nicht in einem Strudel aus Selbstabwertung zu landen.

Zerstören Vergleiche dein Selbstvertrauen?

Zur dunklen Seite der ständigen Vergleiche mit anderen gehören zermürbende Gefühle wie Scham, Angst, Wut, Neid, Bitterkeit oder Trauer. Wir fühlen uns unzulänglich und verpassen Chancen, weil wir uns selbst nicht genug zutrauen. 

Ich habe das selbst schon oft erlebt und dann gedacht: „Alle anderen können das doch eh besser als ich, warum es überhaupt versuchen?“ Dadurch habe ich schon vieles in meinem Leben verpasst: Tolle Jobchancen, Projekte – Dinge, die mir einfach sehr viel Freude gebracht hätten, wenn ich mich nicht schon von vornherein selbst blockiert hätte.

So erkennst du ungesunde Vergleiche:

🥴 Zermürmende Emotionen: Fühlst du dich eifersüchtig, neidisch oder schlecht, wenn du beobachtest, was anderen alles gelingt?

👎 Selbstkritik und Abwertung: Sagst du dir, dass du nicht gut genug bist oder dass andere alles besser können als du?

🚧 Gefühle des Feststeckens und des Blockiertseins: Hindern dich die ständigen Vergleiche daran, Dinge zu tun, die du eigentlich gerne machen würdest?

Die Selbstabwertung, die mit ungesunden Vergleichen einhergeht, schadet unserem Selbstvertrauen und unserem Selbstbild dauerhaft.

So erzählte mir eine Coachee von kurzem:

„Melina, ich komme überhaupt nicht damit klar, dass meine Kollegin die Beförderung bekommen hat, auf die ich auch schon so lange hinarbeite. Sie ist noch nicht halb so lange im Unternehmen wie ich und ich habe eine viel größere Fachkompetenz. Wie kann das sein? Ich habe so hart gearbeitet. Ich habe doch diesen Erfolg auch verdient! Was mache ich nur falsch?“ 

Diese Gefühle sind ganz normal. Die meisten von uns wären enttäuscht, wenn etwas lang Ersehntes plötzlich nicht mehr erreichbar wirkt. Aber wir können an diesem Beispiel gut erkennen, wie sehr meine Coachee hier im Außen agiert. Sie ist nicht bei sich selbst und ihren eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten, sondern in Gedanken immer bei anderen Menschen, bei denen vermeintlich alles perfekt läuft.

👉 Takeaway: Beobachte deine Gefühle genau und schiebe sie nicht einfach zur Seite. Nur, wenn du genau hinschaust, bekommst du die Möglichkeit, etwas an deiner Situation zu verändern.

Raus aus der Vergleichsfalle: So gewinnst du mehr Selbstvertrauen!

Tool 1: Betrachte Vergleiche als einen Hinweis 

Vergleiche sind nie die Ursache! Vergleiche, die an unserem Seelenfrieden nagen wie kleine Piranhas, sind ein Symptom für etwas anderes. Sie können ein Hinweis darauf sein, dass du gerade mit einem oder vielleicht sogar in mehreren Lebensbereichen unglücklich bist.

Angenommen, du hast einen miesen Tag und jetzt scrollst du durch Instagram und stellst fest, dass gefühlt alle ihr Leben im Griff haben, nur du nicht. Du denkst: „Diese ganzen Influencer haben es so leicht, während ich Tag für Tag den letzten Funken Leistung aus mir herauspressen muss! Die sollten sich mal einen richtigen Job suchen, dann werden die schon merken, wie hart das Leben ist.“

Was passiert hier? Du steckst vielleicht in einem Job fest, der dich schon lange nicht mehr glücklich macht. Du bist überlastet und es ist keine Veränderung in Sicht. Und dann loggst du dich bei Instagram ein und wirst direkt an alles erinnert, was in deinem eigenen Leben gerade nicht so gut läuft.

⚠️ Nimm deine Gefühle als eine Warnung wahr, damit du wieder die Kontrolle über dein Leben zurückgewinnst! Frage dich:

Was brauche ich eigentlich gerade wirklich?“ 

Wo stehe ich gerade?

„Was habe ich in der Hand? Was liegt in meinem Einflussbereich und was nicht?“

„Was ist ein erster kleiner Schritt, um etwas zu verändern?“

👉 Takeaway: Nimm dir die Kontrolle zurück und nutze deine Emotionen konstruktiv, um etwas zu verändern. Nutze die Vergleiche als Hinweis, um herauszufinden, was du wirklich brauchst und wo du ansetzen kannst, damit es dir bald wieder besser geht.

Tool 2: Entwickle eine neue Superkraft

Eine großartige Möglichkeit, dein Selbstvertrauen täglich zu stärken und dem katasprophischen Gehirn ein positives Gegengewicht anzubieten, ist eine Dankbarkeitspraxis.

Das ist ein tägliches Ritual, das ich selbst seit Jahren pflege. Ich schreibe täglich am Abend in mein Journal, was ich Gutes erlebt habe und wofür ich dankbar bin. Das kann ein Vogel sein, den ich bei der Gassirunde mit meinem Hund gesehen habe, oder die Wertschätzung dafür, dass meine Nachbarn ein Paket für mich angenommen haben. 

💡 Es geht darum, dem Gehirn wieder die Wahrnehmung für schöne Kleinigkeiten zu ermöglichen. Denn am Ende sind die kleinen Dinge im Leben in Wirklichkeit die großen.

Als systemische Coachin steht mir eine riesige Palette an Tools und Übungen zur Verfügung. Ich habe viel ausprobiert und trotzdem lande ich am Ende immer wieder bei der Dankbarkeitspraxis. Sie ist einfach genug, um dranzubleiben, schnell umsetzbar und hat den maximalen Effekt auf meine tägliche Zufriedenheit. 

Immer wieder stelle ich in meinen Coachings fest, dass diese Dankbarkeitsübung maßlos unterschätzt wird. Doch Dankbarkeit ist eine zentrale Charakterstärke, die Einfluss auf unser ganzes Leben hat. Wir verwenden das Modell der 24 Charakterstärken aus der sogenannten positiven Psychologie. Die positive Psychologie befasst sich nicht mit Krankheiten, sondern erforscht wissenschaftlich, wie Menschen ihr Wohlbefinden steigern können. An der Charakterstärken Forschung sind über 70 Wissenschafterinnen und Wissenschaftler beteiligt gewesen.

Wir verwenden das Modell der 24 Charakterstärken aus der sogenannten positiven Psychologie. Die positive Psychologie befasst sich nicht mit Krankheiten, sondern erforscht wissenschaftlich, wie Menschen ihr Wohlbefinden steigern können. An der Charakterstärken Forschung sind über 70 Wissenschafterinnen und Wissenschaftler beteiligt gewesen.

💡 Dankbarkeit gehört laut aktuellen Forschungen zu den fünf Stärken, die am meisten auf unsere Lebenszufriedenheit einzahlen.

Dankbarkeit zu praktizieren gibt unserem Leben Sinn und Tiefe. Sie bringt uns anderen näher und macht Belastungen erträglicher. Ich kann dir diese Übung also gar nicht genug ans Herz legen!

Wenn du nicht der Typ bist, der gerne ein Journal nutzt, dann überlege dir, wie du diese Übung auf deine persönlichen Umstände anpassen kannst. Du könntest z. B. auch ein Post-it mit der Frage „Was war heute gut?“ ans Bett legen.

Fazit: Du kannst der Vergleichsfalle entkommen!

Ungesunde Vergleiche können uns das Leben schwer machen. Aber wir können lernen, den Kampf gegen die Selbstabwertung zu gewinnen! Indem wir unsere Sichtweise verändern, eine Dankbarkeitspraxis einführen und uns bewusst machen, dass jeder Mensch einzigartig ist, können wir ein erfüllteres und glücklicheres Leben führen.

Die wichtigsten Takeaways auf einen Blick:

👉 Warum vergleichen wir uns?

  1. Vergleichen ist menschlich und dient der Standortbestimmung.
  2. Vergleiche können motivieren, aber auch zur Selbstabwertung führen.

👉 Die dunkle Seite des Vergleichens:

  1. Ständige Vergleiche führen zu negativen Emotionen (Scham, Angst, Neid, etc.).
  2. Sie können uns blockieren und Chancen verpassen lassen.

👉 Wie erkennst du ungesunde Vergleiche?

  1. Negative Gefühle beim Vergleichen (Eifersucht, Neid).
  2. Selbstabwertung („Ich bin nicht gut genug“).
  3. Vergleiche hindern dich an Handlungen.

👉 Zwei Tipps gegen ungesunde Vergleiche:

  1. Sichtweise ändern: Vergleiche als Symptom für Unzufriedenheit sehen.
  2. Dankbarkeitspraxis: Dankbarkeitstagebuch führen, um den Fokus auf das Positive zu lenken.

👉 Dankbarkeit als Superkraft:

  1. Dankbarkeit ist eine zentrale Charakterstärke für mehr Lebenszufriedenheit.
  2. Regelmäßige Dankbarkeit steigert das Wohlbefinden und Verbundenheit.

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Literaturangaben

Eine Studie untersuchte, wie Sinn im Leben die mediierende Wirkung von Dankbarkeit auf Lebenszufriedenheit beeinflusst. Die Ergebnisse zeigten, dass der Sinn im Leben eine teilweise mediierende Wirkung auf den Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Lebenszufriedenheit hat. Die Beziehung zwischen Dankbarkeit und Lebenszufriedenheit war statistisch signifikant: https://doi.org/10.1016/j.ssaho.2024.101224

Andere Forschungen haben gezeigt, dass Interventionen, die auf der Steigerung von Dankbarkeit basieren, die Lebenszufriedenheit erhöhen können. Solche Interventionen können durch Übungen wie das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs erfolgen: https://doi.org/10.2147/PRBM.S372432

In einer Längsschnittstudie mit etwa 2500 Teilnehmern aus Chile fand man heraus, dass Dankbarkeit und Lebenszufriedenheit sich gegenseitig verstärken. Wer zufrieden ist, tut sich leichter damit, dankbar zu sein, was wiederum die Lebenszufriedenheit erhöht: https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.02480

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