Es ist schon wieder Freitag und Zeit für den nächsten Rückblick. Wieder eine Erinnerung mehr, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, kam für mich diese Woche von Judith, die uns auf dem Karriereblog Frau Frei & erklärt, warum wir uns permanent nur gestresst fühlen und was wir dagegen tun können.

Einen Absatz, der mir besonders gut gefallen hat, möchte ich gern zitieren:

„… Wir haben vielleicht sogar eine App auf dem Handy, die uns sofort darüber informiert, wenn eine neue E-Mail eingegangen ist. Und dann reagieren wir sofort. Weil wir es können. Daraus entwickelt sich im Gegenzug die Erwartungshaltung, dass unser Gegenüber ja auch sofort auf unsere E-Mails antworten kann und es deswegen auch tun sollte. Am besten, während wir eigentlich gerade in einem Meeting sitzen. Oder Mittag essen. Multitasking ist – obwohl es genug Studien gibt, die zeigen, dass Menschen dazu eigentlich gar nicht in der Lage sind – zu einer Standard-Anforderung der heutigen Arbeitswelt geworden.“

„Die vielgelobten technischen Errungenschaften bringen uns Arbeitsbeschleunigung statt Entlastung.“

Wie recht sie damit hat, kann ich gar nicht genug betonen. Wie kaputt und abhängig wir von unseren Geräten sind, merken wir schon gar nicht mehr. Wir liegen dann zwar völlig kommunikationsfaul auf der Couch und schaffen es nichtmal mehr, einen ordentlichen Satz mit unserer Familie zu wechseln, geschweige denn sich zu erkundigen, wie es dem anderen gerade geht. Aber das halten wir für normal.

Hier kannst du den vollständigen Artikel lesen: Warum wir das Gefühl haben, ständig im Stress zu sein – und 3 Lifehacks, wie wir uns von dem Druck freimachen

Mein nächster Selbstversuch

Übrigens hat mir Judiths Artikel den Anstoß für meinen nächsten Selbstversuch (hier und hier könnt ihr meine früheren Selbstversuche lesen) gegeben: 1 Woche Social Media Abstinenz.

Meine These: Wenn ich meinen Social Media Konsum einschränke, werde ich ausgeglichener und strukturierter arbeiten können und das befriedigende Gefühl haben, nicht zu jeder Tageszeit auf mein Smartphone starren zu müssen, um auf (meist überflüssige) Informationen sofort reagieren zu können.

Wann der Startschuss für dieses Experiment fällt, werdet ihr auf jeden Fall aus meinem Newsletter erfahren. :)

So viel ist sicher: Es wird hart für mich.

Sieben Tage kein Instagram, Snapchat, Twitter, Periscope, Facebook? Klingt das für dich machbar oder unerreichbar? Lass es mich wissen, ich bin gespannt!

Eine kleine Neuentdeckung

Und hier kommt eine Empfehlung, bei der ich mal wieder das Gefühl habe die Letzte zu sein, die es mitbekommt (manchmal glaube ich echt, ich lebe hinterm Mond):

sisterMag! sisterMag ist ein digitales Magazin, das ihr per App auf euren Smartphones und Tablets lesen könnt. Hier gelangt ihr zur Website des Magazins. Ihr könnt es im Browser direkt lesen oder euch die App laden. Der Zugang zum jeweiligen Appstore befindet sich im Footer.

„Wir bemühen uns, bekannte Genres wie „Frauenzeitschrift“ neu zu denken und Genres zu entwickeln, die bisher im Markt fehlen.“ Und das gelingt ganz gut, wie ich finde. sisterMag bietet einen ansprechenden Mix aus klassischen Themen wie Food, Beauty, Reise, DIY – sogar Schnittanleitungen habe ich im aktuellen Heft gefunden! – aber auch aus den Bereichen digitales Leben, Technologie, Karriere und Start-Ups. Mir gefällt’s!

Ich habe gerade mein Abo einer bekannten Frauenzeitschrift gekündigt, weil ich für diesen Schrei nach immer mehr Konsum und Markenfetischismus nicht länger bezahlen wollte. Der wahre Informationsgehalt vieler Frauenzeitschriften steht in keinem Verhältnis mehr zum oberflächlichen Konsumgeschwafel und dem absurd hohen Anteil an Werbung. Am Anfang war ich Feuer und Flamme, aber nach einem Jahr hat’s mir gereicht. Nein, im Ernst: Auch wenn es meine freie Zeit ist und ich mich gerne mit Lifestylethemen beschäftige: Ich will dabei inspiriert werden. Ich will nicht die immer gleichen Outfits und gleichen Gesichter der Modebranche sehen, sondern Interviews und Geschichten von echten Menschen mit echten Geschichten lesen.

Ein schönes Zitat von George Orwell war übrigens in der aktuellen Ausgabe auch zu finden:

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“

Was hat euch diese Woche nachdenklich gemacht? :)

 

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