Ein paar Mal im Jahr muss ich den ganzen Tag durch und durch professionell performen – z. B. auf Business Messen, Konferenzen, Schulungen oder Fortbildungen. Und dann heißt es: Den ganzen Tag mit unbequemer Kleidung in schlecht klimatisierten Räumen stehen. Und dabei möglichst intelligent und super gelaunt wirken. Wer mag das schon? Also ich als Introvertierte jedenfalls nicht. (Wie introvertiert bist du? Mache hier den Test!)

Am Ende des Tages hat man im schlimmsten Fall einen Brummschädel (weil: zu wenig getrunken), ist völlig kaputt und hat Rückenschmerzen, weil man die falschen Schuhe anhatte. Und wenn man schon 10 Minuten nach der Ankunft auf dem Messegelände durchgeschwitzt ist und an nichts anderes mehr denken kann als “hoffentlich habe ich keine riesigen Pfützen unter den Armen“ – tja, dann hat man ein Problem.

Wie soll man noch einen guten Eindruck auf Geschäftspartner und Kunden machen, wenn man sich in seiner eigenen Haut so gar nicht wohlfühlt? Für mich ist das wirklich eine Herausforderung. Hinzu kommt auch, dass mich viele Menschen auf einmal schnell überfordern. Also: was tun?

Hier kommt meine ganz persönliche To-Do-Liste, um sich in seiner eigenen Haut auch nach 6 Stunden noch halbwegs wohlzufühlen. Besonders wenn du introvertiert bist, wirst du ein gutes Körpergefühl zu schätzen wissen, denn dein Kopf ist vor lauter Eindrücken wahrscheinlich ohnehin schon mit viel zu vielen Prozessen beschäftigt.

1. Was nehme ich mit?

Do
  • Visitenkarten oder Postkarten (sofern du nicht eh welche vom Arbeitgeber bekommst). Ein Must. Selbst im Zeitalter von Smartphones. Und die Dinger kosten fast nix. Ich bevorzuge allerdings Postkarten, weil man damit wirklich in Erinnerung bleibt und sie aufbewahrt werden. Hier kannst du sie ansehen.
  • Mini-Deo
  • Taschentücher
  • Desinfektionsmittel. Falls mal wieder die Seife leer ist.
  • Lippenstift oder Lip Balm. Ich benutze seit Jahren die Tinted Lip Balms von Burts Bees (das hier ist meine Lieblingsfarbe*), weil man die blind auftragen kann und nicht immer in den Spiegel schauen muss, ob noch alles sitzt.
  • Puder. Falls du wie ich dazu neigst, schnell zu glänzen wie ein Aal. Bobbi Brown Compacts z. B. halten besonders lang bei mir.
  • Aspirin oder Schmerzmittel nach Wahl. Hat mir schon oft den Tag gerettet!
  • Bonbons. Die regen den Speichelfluss an und verhindern Mundgeruch besser als Pastillen mit Menthol.
  • Mini Notizblock mit Stift oder iPad/Notebook. Ich setze gern auf einen Mini Notizblock, der ist einiges leichter als Notebook oder Tablet und so viel notiert man sich dann meistens doch nicht.
  • Optional: Powerbank* zum Laden mobiler Geräte.
  • Optional: Shirt/Bluse aus knitterfreiem Material zum Wechseln
Don’t
  • Mint Pastillen. Die trocknen den Mund aus und verursachen noch mehr Mundgeruch. Ich setze auf zuckerfreie Ricola Bonbons.
  • Zu große Handtaschen mitnehmen. Wenn ihr so viel Kram braucht, na gut. Aber wenn ihr damit viel herumlaufen müsst, habt ihr am Ende des Tages eine schmerzende Schulter und/oder Verspannungen. Weniger ist meistens mehr. Darum bin ich ein großer Fan von Mini-Deos und Konsorten.
  • Riesige Trinkflaschen mitnehmen. Viel zu schwer und zu nervig. Allein dafür braucht man ja schon eine riesige Handtasche. Auf gut organisierten Events gibt es mehr als genug Getränke.

2. Wie bereite ich mich mental vor?

Do
  • Mach deine Hausaufgaben.
    Welches Ziel verfolgst du mit dem Besuch eines Business Events?

    Z. B. recherchiere, wer die Speaker/Aussteller/etc. sind, was sie tun und überleg, welche Fragen du ihnen stellen willst. Sollte jeder tun, aber besonders für schüchterne und introvertierte Leute wie mich ist es die perfekte Vorbereitung, um sich wohler zu fühlen und mit mehr Sicherheit zu einer Konferenz zu gehen.
  • Wirf einen Blick in den Spiegel, um zu prüfen wie du rüberkommst und übe. Ja, das klingt lustig, gibt aber mehr Selbstsicherheit! Mache ich immer noch regelmäßig, auch wenn ich inzwischen schon sicherer beim Reden bin.
Don’t
  • Unvorbereitet zu Business Veranstaltungen gehen.
    Mache dich schlau, wer da sein wird und überlege dir, welche neuen Kontakte du knüpfen möchtest. Wenn du introvertiert bist wie ich, bist du nicht so schnell von den vielen Möglichkeiten überfordert und konzentrierst dich einfach nur auf dein eigenes Ziel vor Ort.
  • Alleine in einer Ecke stehen. Falls du jetzt schon nervlich am Limit bist und darüber nachdenkst, wie du das mit dem Netzwerken hinbekommen sollst: Entspann dich und lies gleich diesen Artikel: Netzwerken für Introvertierte: Garantiert ohne Kaltakquise oder Small Talk.

3. Was ziehe ich an?

Alles steht und fällt mit dem richtigen Outfit. Warum ist es so wichtig, was man anzieht? – Weil es entscheidend dafür sein kann, ob du dich in deiner Haut wohlfühlst oder eben auch nicht. Und wenn nicht, dann wirst du mit einem angeschlagenen Selbstvertrauen durch den Tag laufen und mit deinen Gedanken ganz weit weg vom Geschehen sein. Kein schönes Gefühl!

Der Dresscode hängt natürlich von der Branche und der Location ab. Grundsätzlich gibt es aber einige Hilfen, mit denen man den Tag gut überstehen kann:

Do
  • Weiche, fließende Stoffe aus Naturfaser wählen.
  • Lockere Schnitte wählen, in denen man nicht so leicht schwitzt. Oversized Fashion ist ohnehin Trend und wenn man nicht gerade dazu verdonnert ist, ein enges Kostüm mit steifer Hemdbluse zu tragen, dann ran da! Edel und businesstauglich kann man auch prima mit lockeren Seidenblusen und einer Crêpe Hose in Chino- oder Karottenform aussehen.
  • Bequeme Schuhe tragen! Ich weiß, das klingt immer gleich nach hässlichen Gesundheitstretern, allerdings ist das ein Vorurteil. Stylishe Penny Loafer oder Ballerinas mit kleinem Absatz sehen gut aus und sind den ganzen Tag angenehm zu tragen. Wenn der Schuh aus Echtleder ist, umso besser, da das Material dann atmet.
Don’t
  • Enge High Waist Jeans tragen! Habe ich leider gemacht und es war nicht angenehm. Der Hosenknopf bohrt sich im Sitzen so richtig schön in den Bauchnabel und nach kurzer Zeit hat man dann Bauchkrämpfe. Einfach toll. Gleiches gilt übrigens auch für preiswertere Strumpfhosen ohne weichen, elastischen Bund. Lieber mal ein paar Euro investieren.
  • Zu flache oder zu hohe Schuhe tragen. Keine Ahnung, ob du schonmal die Erfahrung gemacht hast, aber lange Zeit in Ballerinas ohne Absatz herumzulaufen ist ungefähr genauso bequem wie den ganzen Tag 12-cm-Stilettos zu tragen. Ein kleiner Absatz ist deutlich angenehmer für die Haltung.
  • Farben tragen, auf denen man Schweißflecken gut erkennt.
    Grau ist z.B. so ein Kandidat, der nichts verzeiht. Weiß, navy, schwarz oder Oberteile mit kleinem Muster eignen sich da wesentlich besser.

Kostenlose Checkliste

Du findest meine Ideen gut brauchst das noch einmal alles übersichtlich zum Ausdrucken und Abhaken? Dann habe ich etwas für die Listenfans unter uns:

Entspannt unterwegs im Job – die Checkliste für Schüchterne und Introvertierte

Jetzt du:

Habe ich noch etwas vergessen? Was sind deine Überlebenstricks? 


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