Neues Jahr, neues Ich – gerade haben gute Vorsätze für das neue Jahr wieder Hochsaison. Ironisch daran ist, dass ich neulich auf eine Wahrheit gestoßen bin, die ich sogar schon selbst vermutet habe: Studien zeigen, dass gute Vorsätze manchmal zu einer Verstärkung von schlechten Gewohnheiten führen. – Moment mal, was?! Ja, es stimmt:

Neujahrsvorsätze können sogar zu einer Verschlechterung führen.

Das könnte zum Beispiel so aussehen: Wer sich vornimmt, ab sofort jeden Tag Sport zu machen, setzt sich selbst möglicherweise so unter Druck, dass er aus Angst vor der bevorstehenden Pflicht erst recht abgeschreckt wird und die Motivation verliert. So wird aus einem guten Gedanken eine riesige Mauer. Böse, nicht wahr?

Es ist wahrscheinlich, dass du diese Abwärtsspirale selbst kennst. Vielleicht gehörst du sogar zu denen, die so genervt und frustriert sind, dass sie sich gar nichts mehr vornehmen möchten?

Dann bist du damit nicht allein. Tatsächlich verhält es sich bei vielen Menschen so. Laut einer amerikanischen Studie der Opinion Corporation of Princeton (NJ), scheitern 92% aller Neujahrsvorsätze leider:

  • 45% der befragten Amerikaner setzen sich Ziele an Neujahr.
  • Nur 8% der Personen erreichten ihre Ziele auch. 19% gaben an, ihre Ziele nur etwa alle zwei Jahre zu erreichen.
  • Alter spielt scheinbar eine Rolle: Immerhin 39% der über 20-Jährigen erreichten ihre Ziele jedes oder jedes zweite Jahr
  • Allerdings hatten weniger als 15% der über 50-Jährigen Erfolg mit ihren Zielen.

Warum du deine Ziele nicht erreichst: 3 Gründe

Heute teile ich ein paar Gedanken mit dir, mit denen zum Jahreswechsel leider kaum jemand um die Ecke kommt. Die folgenden Anregungen helfen dir, herauszufinden, warum du möglicherweise auf der Stelle trittst und welche Ziele sich wirklich lohnen:

Fehler 1: Du tappst in die Falle der Selbstoptimierung

Neujahrsvorsätze entspringen nicht selten dem Zwang zur Selbstoptimierung. Man sagt sich selbst den Kampf an und das hat wenig gemeinsam mit einem gesunden Ehrgeiz, sich weiterentwickeln zu wollen.

Du musst nicht noch mehr leisten. (Zum Weiterlesen: hier rechne ich mit Workaholics ab). Versteh mich nicht falsch: Ziele und Pläne sind super! Ich setze mich jedes Jahr hin und reflektiere, was ich erreicht habe und wo ich hinmöchte. Als Selbstständige möchte ich mich immer weiterentwickeln. Von meiner persönlichen Weiterentwicklung hängt gleichzeitig mein beruflicher Erfolg ab. – Wichtig ist dabei jedoch, zu erkennen, aus welchem inneren Antrieb heraus man sich einen bestimmten Vorsatz vornimmt.

Der innere Zwang zur Selbstoptimierung oder lohnenswerte Ziele, die auch der Psyche gut tun – das sind zwei Paar Schuhe. Selbstakzeptanz lautet das Stichwort. Meine Kollegin Isabell Prophet hat dazu ein ganz wunderbares Buch geschrieben. Es heißt „Wie gut soll ich denn noch werden?“* und ist im Goldmann Verlag erschienen.

Fehler 2: Du vergleichst dich zu viel mit anderen

Ziele, die aus dem Gefühl heraus entstehen, dass wir nicht mit anderen mithalten können, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt! Denn sie entstehen aus einem Mangel.

Wenn du etwas verändern willst, musst du dein Warum kennen. Schlechte Angewohnheiten oder Laster entstehen oft aus einem Gefühl des Mangels. Beispiele dafür sind: Zu viel Geld ausgeben, zu viel Essen, rauchen, trinken, ständig am Smartphone kleben – hier versteckt sich häufig der Wunsch nach mehr Bestätigung.

Manche Angewohnheiten können dadurch aufgelöst werden, dass man mehr Zuwendung und Bestätigung in Freundschaften, Partnerschaft und Familie erfährt. Auch eine erfüllende Aufgabe im Job stärkt das Selbstvertrauen. Sich selbst mehr Raum zu geben und bewusst zu reflektieren, hilft dabei, mehr bei sich zu sein statt auf das zu schauen, was andere scheinbar alles leisten.

Das merke ich auch immer wieder an mir selbst. Ich bin introvertiert und brauche den Rückzug in meine Gedankenwelt, um mich zu sortieren. Wenn der fehlt, dreht sich die Welt zu schnell für mich und ich verliere schneller den Fokus für meine Bedürfnisse.

Wie introvertiert bist du? Mache den Test!

Es lohnt sich, sich zum Reflektieren der eigenen Bedürfnisse folgende Fragen zu stellen:

→ Was fehlt mir?

→ Was erfüllt mich mehr als [setze eine beliebige Variable ein für die Angewohnheit, die du gern ändern würdest…]?

Manchmal dauert es eine Zeit, bis man sich selbst besser versteht und die Veränderung bemerkt. Aber Selbstreflexion ist so viel wichtiger und nachhaltiger als sich einfach bloß Vorsätze zu notieren, weil es alle so machen. Dann tappst du nämlich nicht in die Selbstoptimierungs-Falle und erreichst das, was dich wirklich weiterbringt.

Man braucht übrigens keinen Jahreswechsel, um sich Ziele zu stecken. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und setze deine Ziele in kleinen Schritten in die Tat um. Lass dir Zeit dabei und arbeite nicht gegen deine eigenen Bedürfnisse an!

Fehler 3: Du hältst deine Erfolg nicht fest!

Damit du motiviert bleibst, ist es sehr wichtig, dass du jeden (Teil-) Erfolg festhältst! Ich nutze dafür meinen Jar of Awesome und das 6-Minuten-Tagebuch*. Es ist normal Phasen zu durchlaufen, in denen du an dir zweifelst oder glaubst, dass du es nicht schaffen kannst. Wappne dich mental und stell unbedingt sicher, dass du jeden noch so kleinen Erfolg schriftlich festhältst!

Oft nimmt man die vielen kleinen Mini Steps gar nicht wahr oder tut sie als unbedeutend ab, aber das ist ein großer Fehler. Nur wenn du schwarz auf weiß sehen kannst, was sich bereits getan hat, kannst du wieder deine Ressourcen bündeln und motiviert weitermachen, wenn du gerade einen Tiefpunkt erlebst. (Zum Weiterlesen empfehle ich dir diesen Artikel: „Wie du es schaffst mit guten Gewohnheiten deine Pläne umzusetzen“.)

Bonus: Gratis Workbook für deine Ziele

Timon und ich haben dir eine wohltuende Podcastfolge zum Thema Zielsetzung aufgenommen. Darin erklären wir dir, wie wichtig es ist, über die eigene Zielsetzung nachzudenken und Selbstoptimierung zu vermeiden. Lade dir unter der Podcastfolge unser kostenloses Workbook herunter, damit du „Still & Stark in 2020“ bist!

Ich würde gerne deine Sicht dazu lesen: Was hindert dich häufig daran, deine Ziele zu erreichen? Fallen dir noch andere Gründe ein?


*Hinweis: Meine Empfehlungen enthalten teilweise Partner-Links. Wenn du über diesen Link ein Produkt kaufst, erhalte ich eine geringe Provision. Diese Links sind mit einem * gekennzeichnet. Ich werde nicht von Unternehmen dafür bezahlt, Partner-Links einzubinden und du kannst dir sicher sein, dass ich nie etwas empfehlen würde, wovon ich nicht 100% überzeugt bin.

Du bist still & stark! #stillundstark

Werde VIP & erhalte deinen persönlichen Mut-Letter!

Schließ dich tausenden Leser*innen an und freu dich auf stärkende Impulse, Mutmacher, kostenlose Goodies und vieles mehr… nur im Mut-Letter. ♥

Mit dem Mut-Letter informieren wir dich über uns und unsere Angebote. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick abmelden. Hinweise zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf findest du in der Datenschutzerklärung.

Schlagwörter: / / / / / / / / / /

Pin It on Pinterest