Gerade wenn man sich neu orientieren will – sei es ein neuer Job, Weiterbildung, Umschulung oder sogar eine Gründung – braucht man viel Motivation und Zuspruch von außen. Man ist ja selbst schon oft verunsichert und fragt sich: „Habe ich genügend Erfahrung? Bin ich überhaupt gut genug? Werde ich davon leben können?“ Das ist allein ist schon anstrengend.

Aber keine Sorge: Genau dann kommen meine ganz besonderen „Freunde“ ins Spiel – die Neinsager.

Das sind die, die alles schlecht reden und dich zutiefst verunsichern. Die es „ja nur gut mit dir meinen“ und ihre Äußerungen „konstruktive Kritik“ nennen. Unterschwellig stellen sie aber – ob nun bewusst oder unbewusst – deine Kompetenz infrage und sorgen dafür, dass du immer wieder mit deinen negativen Glaubenssätzen zu kämpfen hast.

Kennst du solche Menschen? 

Verstecken gilt nicht!

Selbstbewusst statt unsichtbar

  • Was denken die Leute von mir?
  • Wie sehe ich gerade aus?
  • Mache ich mich gerade total lächerlich?
  • Was, wenn ich etwas Falsches sage?

Welche Strategien mir dabei geholfen haben, ein neues Mindset zu entwickeln, zeige ich dir in meinem neuen Buch!

Ich würde dir ja gern den einfachen Tipp geben: „Solche Leute brauchst du nicht. Streich sie einfach aus deinem Leben.“ Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Manchmal befinden sich die Neinsager auch in deinem unmittelbaren Umfeld und gehören zur Familie. Das tut richtig weh. Was machst du dann? Es gibt ein paar Kniffe, die richtig angewendet sehr wirksam sind. Ich habe schon einiges darüber geschrieben, wie man sich nicht selbst sabotiert. Aber heute geht’s darum, wie man sich nicht sabotieren LÄSST. ;)

Hier meine drei Lieblingstypen von Neinsagern:

Neinsager Nummer 1: „Hast du das denn studiert?“

Mein Lieblingssatz. Das macht mich wirklich rasend. Klar, in Deutschland braucht man ja für alles einen Master. Ansonsten bist du absolut unterqualifiziert. Und bitte arbeite dann für immer in dem Berufszweig, den du studiert hast! Von allen anderen Dingen kannst du ja absolut keine Ahnung haben.

Ich hoffe, man merkt schon an meiner Ironie, was ich von diesem Einwand halte. Ich kenne genügend Leute, die unglaublich gut sind, in dem was sie tun, obwohl sie es nicht in einem Studium gelernt haben. Vieles von dem, was ich kann und was ich weiß, habe ich in Kursen, Fortbildungen und – natürlich – der Praxis selbst gelernt. Man ist permanent in der Verantwortung, sich weiterzubilden, da reicht ein Studium allein ohnehin nicht aus. Das ist lediglich die Basis.

Lass dich also nicht von Leuten verunsichern, die dir einreden wollen, dass du nur die Jobs machen darfst, zu denen du das passende Fach dazu studiert hast. Guck dir mal Sophia Amoruso an: Schule abgebrochen, nur Gelegenheitsjobs gehabt und dann – bäm! ein riesiges Modeunternehmen gegründet. Studieren ist gut, aber nicht zwingend erforderlich. Und es sollte nicht darüber entscheiden, ob du deine Ziele umsetzen kannst!

Lösung:
Wenn Leute deine Kompetenzen in Frage stellen, solltest du einfach darüber hinweggehen. Deine Leidenschaft für die Sache ist mindestens genauso wichtig wie die ganze fachliche Expertise! Es wird immer Menschen geben, die das nicht verstehen, aber denen bist du keine Rechenschaft schuldig! Vieles kann man außerdem schnell dazulernen. Solange du von deinem Ziel überzeugt bist, wirst du auch genügend Energie dafür aufbringen, engagiert darauf hinzuarbeiten und alles Nötige dafür zu geben.

Meine Erfahrung: Oft lohnt es sich nicht, lange zu diskutieren. Viele Leute sind festgefahren in ihren Vorstellungen und wollen nicht wirklich wissen, was du denkst. Du verschwendest nur Zeit und Energie. Wer wirklich interessiert daran ist, seinen Horizont zu erweitern und deine Perspektive zu verstehen, wird dir die richtigen Fragen stellen. Hier noch ein Lesetipp aus dem Manager Magazin – sehr aufschlussreich! ;)

Neinsager Nummer 2: „Kann man davon leben?“

„Nee, natürlich nicht. Ich hatte vor, mich von Luft und Liebe zu ernähren. An Geld bin ich nicht interessiert. Du etwa?“

Was denken sich die Leute bloß immer, wenn sie so einen Satz vom Stapel lassen? Dieser Satz drückt so viel Misstrauen und Unwissen aus, dass man sich wirklich beherrschen muss. Oder um wenigstens etwas Gutes darin zu sehen: Vielleicht machen sich manche echte Sorgen um dich und deine Existenz. Nervt trotzdem.

Lösung:
Die beste Antwort lautet wie immer: Ruhig bleiben. Sag einfach: „Man kann mit (fast) jeder Tätigkeit erfolgreich sein, wenn man sich richtig anstellt.“ Die meisten Leute können es sich einfach nicht vorstellen, dass es außerhalb ihres eigenen traditionellen Berufs auch noch andere Wege gibt, Geld zu verdienen. In 9 von 10 Fällen habe ich außerdem festgestellt, dass die wenigsten wissen, wie man sich und seine Leistung richtig verkauft. Kein Wunder, dass sie glauben, man könne damit kein Geld verdienen.

Ein super Skript, um diesem Neinsager den Wind aus den Segeln zu nehmen? Du kannst du zum Beispiel sagen: „Ja, ich verstehe deine Reaktion, am Anfang dachte ich auch so. Aber inzwischen habe ich herausgefunden, dass…“

Neinsager Nummer 3: „Was machst du, wenn das nicht funktioniert?“

Dann geht die Welt unter!

Das Schlimme an dieser Frage ist, dass sie besonders oft von Verwandten oder Freunden kommt. Man ist gerade voller Euphorie und will endlich loslegen – und dann kommt so ein Satz, der einen richtig ausbremst. Gerade wenn die eigene Familie nicht an die eigene Idee glaubt, ist es sehr schwer noch genügend Mut aufzubringen, um weiterzumachen. Meistens machen sich die Personen aber in Wirklichkeit nur Sorgen um dich! Hier braucht es mehr Fingerspitzengefühl als auf irgendeiner Networking-Veranstaltung, wo man unliebsame Gesprächspartner notfalls auch mal stehen lassen kann.

3 Arten von Neinsagern und mit welchen Methoden du sie ganz einfach stoppen kannst | Selbstbewusstsein stärken | Beruf und Arbeit | vanilla-mind.deLösung:
„Ich werde dafür sorgen, dass es funktioniert. Denn ich bin dafür verantwortlich.“

Es wird funktionieren, solange du selbst stets bereit bist, alles zu geben. Wenn deine Idee wirklich nicht funktioniert, wirst du es sehr schnell merken. Aber es gar nicht erst zu versuchen, ist keine Option. :)

Schlussendlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Leute gar nicht merken, was sie da gerade sagen. Sie geben lediglich wieder, was sie vermeintlich für die Norm halten und sie können sich in den meisten Fällen einfach nicht vorstellen, dass es eine andere Welt da draußen gibt, die sie nicht kennen. Und in der man ebenfalls erfolgreich sein kann, auch wenn es unkonventionell erscheint. Nicht jeder muss einen 9-to5 Job machen, selbst wenn das in Deutschland tatsächlich die Norm ist und sicher auch noch lange so bleiben wird. Mittlerweile arbeiten viele Menschen freiwillig in Teilzeit, um mehr Zeit für die Familie zu haben oder nebenberuflich aktiv zu sein. Einige bemühen sich darum, einige Tage in der Woche von Zuhause zu arbeiten oder fahren sogar mehrgleisig und machen verschiedene Jobs, weil sie Spaß daran haben, unterschiedliche Dinge zu probieren. Es gibt so viele Möglichkeiten!

Wenn ich das im Hinterkopf behalte, fällt es mir auch leichter solche Einwände von Neinsagern zu ignorieren und positiv zu bleiben. Ich kann ohnehin nur raten: Such dir Rat bei Leuten, die bereits Erfolg haben mit dem, was du auch gerne machen möchtest. Sie können dir kompetent darüber Auskunft geben, wo deine Idee noch Schwächen hat oder dich motivieren, in die richtige Richtung zu denken.

Fühlst du dich oft von deinem Umfeld verunsichert? Welche Art von Neinsagern ist dir schon begegnet?


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