Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Dieser Blog ist nicht mein Hauptjob, sondern nur ein Teil meiner Arbeit.

Ich habe neulich durch einen Kommentar auf Instagram mitbekommen, dass meinen Lesern gar nicht zwangsläufig klar ist, dass dieser Blog nicht ist, was ich in erster Linie von Montag bis Freitag mache.

Da mehrfach darum gebeten wurde, werde ich nun etwas Licht ins Dunkle bringen und etwas über meine Arbeit im Alltag reden. ;)

Vanilla Mind habe ich Ende 2014 für mich als ein Nebenprojekt gestartet und habe nicht mit so durchschlagendem Erfolg gerechnet. Und mit Erfolg meine ich: Dass es Menschen gibt, die sich für so ernste Themen interessieren – wie zum Beispiel sein Selbstwertgefühl zu steigern, sich im Job besser durchzusetzen oder bewusst mal abzuschalten und das Handy wegzulegen. Mir ist klar, dass ich nie Hunderttausende Follower haben werde, dafür ist meine Nische zu klein. Aber ich freue mich über jeden Einzelnen, der mir hier einen Kommentar hinterlässt und mich motiviert, weiter meine Eindrücke hier zu teilen.

Und ja, man ahnt es schon: Ich verdiene mit Vanilla Mind (momentan) wenig Geld. Hin und wieder poste ich mal einen Affiliate Link, aber das ist selten. Ihr könnt also davon ausgehen, dass mich diese Plattform bei weitem mehr kostet, als dass sie mir Geld einbringen würde. Ich bekomme durchaus Anfragen für bezahlte Werbung, aber viele muss ich ablehnen aus dem simplen Grund, dass sie hier nicht her passen. Und von den Stunden Arbeit, die ich jede Woche in diesen Blog investiere, brauche ich gar nicht erst anfangen. Würde ich hier meinen üblichen Stundensatz zugrunde legen, wären wir pro Woche gut und gern bei mindestens 1000 Euro Zeiteinsatz.

Das macht aber nichts! Ich blogge, weil ich gern etwas weitergeben will. Es ist nicht auszuschließen, dass du hier eines schönen Tages ein eBook oder einen Kurs von mir kaufen kannst, wenn ich merke, dass sich das viele wünschen. Trotzdem bleibt Vanilla Mind fürs Erste mein persönliches Projekt neben meinem Hauptberuf.

So. Genug von dem, was ihr eh schon kennt.

Was ist denn nun meine Arbeit?

Im „echten“ Leben bin ich Creative Director. Okay, das klingt erstmal sehr kryptisch. Zunächst habe ich einige Jahre als Grafikerin in einem Verlag gearbeitet. Mittlerweile hat sich meine Arbeit ziemlich gewandelt. Während ich früher hauptsächlich Magazine layoutet habe, arbeite ich heute überwiegend an Webprojekten. Ich arbeite mit meinem Mann zusammen und wir haben zusammen eine Agentur für Strategie und visuelle Kommunikation aufgebaut. Ich habe die kreative Leitung bei unseren Projekten, während mein Mann der Stratege und Visionär ist. Er ist der CEO und arbeitet eher im Vordergrund beim Kunden – ich bin sein kreativer Sidekick. ;)

Das erkläre ich am besten mal anhand von einem unserer zurückliegenden Projekte. Vor kurzem haben wir den Relaunch der Website eines TecDax Unternehmens betreut. Ich war dabei für Kreativkonzept und Design verantwortlich. Dazu gehört u.a. auch Styleguides zu entwickeln, Fotoshootings zu planen und einen bestimmten Look für die Bildsprache (zum Beispiel für Key Visuals) vorzugeben. Oder darauf zu achten, dass die Entwickler und Programmierer genau nach Brand Guidelines arbeiten, um ein einheitliches Gesamtbild zu erreichen. Nichts darf dem Zufall überlassen sein und in diesem Punkt bin ich wirklich Perfektionist. Das ist bei großen Unternehmen oft sehr schwierig, weil es meistens bereits Materialien gibt, die sich über Jahre „organisch“ angesammelt haben, aber keinerlei Konzept aufweisen. Meistens bin ich also eher im Branding und Marketing unterwegs, als dass ich noch selbst oft dazu komme, mich mal richtig kreativ auszutoben. Aber wenn ich ehrlich bin, macht mir das sogar fast noch mehr Spaß. ;)

Und dein Mann?

Mein Mann ist bei unseren Projekten eher auf der strategisch-technischen Seite. Er hat ein extrem gutes Gespür für Menschen und Marken und koordiniert das Projektmanagement, wenn wir in größeren Teams arbeiten. Am wichtigsten ist aber, dass er für die richtige Wachstumsstrategie sorgt, damit eine Website nicht nur nice aussieht, sondern wirklich den Unternehmenszielen dient (z. B. Neukundengewinnung, Kundenbindung, …). Nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, was ein Projekt dieser Größe an Zeit in unserem Business-Alltag einnimmt: Mindestens 6 Monate, meistens noch länger. Bei solchen Websites arbeitet man auch nicht mehr mit dem bekannten WordPress als CMS, sondern zum Beispiel Drupal. Wenn du mehr über dieses Projekt wissen willst, gibt es hier eine kleine Beschreibung.

Weisste Bescheid, nech? Es ist für mich schwer einzuschätzen, ob diese Beschreibung verständlich ist. Wenn ich gefragt werde, was ich tue, kann ich nicht einfach sagen: „Ich bin Apothekerin.“ Oder: „Ich bin Polizistin.“ Berufsbilder sind komplex geworden, gerade in der Kreativ- und Medienbranche. Und sie entwickeln sich rasend schnell weiter!

Fragt mich bitte einfach in den Kommentaren, wenn ich noch etwas genauer erklären soll. :)

SaveSave

Schlagwörter: / / / / / / / /

Pin It on Pinterest