In eigener Sache

#officelife: Was ich von Montag bis Freitag so mache

#officelife: Was ich von Montag bis Freitag mache: www.vanilla-mind.de

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Dieser Blog ist nicht mein Job. Auch wenn dieser Eindruck manchmal entsteht.

(Okay, sich mit dem Gatten Blätterschlachten zu liefern auch nicht. Aber das Bild ist nett und es gibt seit unserer Hochzeit kaum Bilder, auf denen wir zu zweit drauf sind, haha.)

Ich habe neulich durch einen Kommentar auf Instagram mitbekommen, dass meinen Lesern gar nicht zwangsläufig klar ist, dass dieser Blog nicht meine Arbeit ist. Mein Instagram Profil ist mein privater Account, daher rede ich dort kaum von dem, was meine Arbeit eigentlich ausmacht. Man sieht dort beispielsweise, was ich mittags koche, wo ich in meiner Freizeit hinfahre, wie es bei meinem Buchprojekt gerade läuft oder welchen Artikel ich gerade hier auf Vanilla Mind gepostet habe. Und klar – so entsteht möglicherweise der Eindruck, dass der Blog mein Hauptberuf ist und ich davon lebe. Das ist aber nur ein winziger Ausschnitt aus meinem Alltag.

Haha – reingelegt.

Da mehrfach darum gebeten wurde, werde ich nun etwas Licht ins Dunkle bringen. Wie ich immer gern sage: Social Media ist nicht das echte Leben und es trägt dazu bei, dass wir alle einen völlig falschen Eindruck davon haben. Betrifft mich genauso wie euch. 😉

Der Blog als Hobby

Vanilla Mind habe ich Ende 2014 für mich als ein Hobby gestartet und habe nicht mit so durchschlagendem Erfolg gerechnet. Und mit Erfolg meine ich: Dass es überhaupt Menschen gibt, die sich für so ernste Themen interessieren – wie zum Beispiel sein Selbstwertgefühl zu steigern, sich von der Meinung anderer unabhängig machen oder bewusst mal abzuschalten und das Handy wegzulegen. Mir ist klar, dass ich nie Hunderttausende Follower haben werde, dafür ist meine Nische zu klein. Aber ich freue mich über jeden Einzelnen, der mir hier einen Kommentar hinterlässt und mich motiviert, weiter meine Eindrücke hier zu teilen.

Und ja, man ahnt es schon: Ich verdiene mit Vanilla Mind kein kaum Geld. Hin und wieder poste ich mal einen Affiliate Link, aber das ist selten. Ihr könnt also davon ausgehen, dass mich diese Plattform bei weitem mehr kostet, als dass sie mir Geld einbringen würde. Ich bekomme durchaus Anfragen für bezahlte Werbung, aber viele muss ich ablehnen aus dem simplen Grund, dass sie hier nicht herpassen. Und von den Stunden Arbeit, die ich jede Woche in diesen Blog investiere, brauche ich gar nicht erst anfangen. Würde ich hier meinen üblichen Stundensatz zugrunde legen, wären wir pro Woche gut und gern bei mindestens 1000 Euro Zeiteinsatz.

Das macht aber nichts! Ich blogge, weil ich mich hier ausdrücken kann und weil ich gern etwas weitergeben will. Es ist nicht auszuschließen, dass du hier eines schönen Tages ein eBook oder einen Kurs von mir kaufen kannst, wenn ich merke, dass sich das viele wünschen. Trotzdem bleibt Vanilla Mind fürs Erste mein Baby. Mein persönliches Projekt neben meinem Hauptberuf.

So. Genug von dem, was ihr eh schon kennt.

Was ist denn nun meine Arbeit?

Im „echten“ Leben bin ich Creative Director. Okay, das klingt erstmal sehr kryptisch. Zunächst habe ich einige Jahre als Grafikerin in einem Verlag gearbeitet. Mittlerweile hat sich meine Arbeit ziemlich gewandelt. Während ich früher hauptsächlich Magazine layoutet habe, arbeite ich heute überwiegend an Webprojekten. Ich arbeite mit meinem Mann zusammen und wir haben zusammen eine Agentur für Strategie und visuelle Kommunikation aufgebaut. Ich habe die kreative Leitung bei unseren Projekten, während mein Mann der Stratege und Visionär ist. Er ist der CEO und arbeitet eher im Vordergrund beim Kunden – ich bin sein kreativer Sidekick. 😉

Das erkläre ich am besten mal anhand von einem unserer zurückliegenden Projekte. Vor kurzem haben wir den Relaunch der Website eines TecDax Unternehmens betreut. Ich war dabei für Kreativkonzept und Design verantwortlich. Dazu gehört u.a. auch Styleguides zu entwickeln, Fotoshootings zu planen und einen bestimmten Look für die Bildsprache (zum Beispiel für Key Visuals) vorzugeben. Oder darauf zu achten, dass die Entwickler und Programmierer genau nach Brand Guidelines arbeiten, um ein einheitliches Gesamtbild zu erreichen. Nichts darf dem Zufall überlassen sein und in diesem Punkt bin ich wirklich Perfektionist. Das ist bei großen Unternehmen oft sehr schwierig, weil es meistens bereits Materialien gibt, die sich über Jahre „organisch“ angesammelt haben, aber keinerlei Konzept aufweisen. Meistens bin ich also eher im Branding und Marketing unterwegs, als dass ich noch selbst oft dazu komme, mich mal richtig kreativ auszutoben. Aber wenn ich ehrlich bin, macht mir das sogar fast noch mehr Spaß. 😉

Und dein Mann?

Mein Mann ist bei unseren Projekten eher auf der strategisch-technischen Seite. Er hat ein extrem gutes Gespür für Menschen und Marken und koordiniert das Projektmanagement, wenn wir in größeren Teams arbeiten. Am wichtigsten ist aber, dass er für die richtige Wachstumsstrategie sorgt, damit eine Website nicht nur nice aussieht, sondern wirklich den Unternehmenszielen dient (z. B. Neukundengewinnung, Kundenbindung, …). Nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, was ein Projekt dieser Größe an Zeit in unserem Business-Alltag einnimmt: Mindestens 6 Monate, meistens noch länger. Bei solchen Websites arbeitet man auch nicht mehr mit dem bekannten WordPress als CMS, sondern zum Beispiel Drupal. Wenn du mehr über dieses Projekt wissen willst, gibt es hier eine kleine Beschreibung.

Weisste Bescheid, nech? Es ist für mich schwer einzuschätzen, ob diese Beschreibung verständlich ist. Wenn ich gefragt werde, was ich tue, kann ich nicht einfach sagen: „Ich bin Apothekerin.“ Oder: „Ich bin Polizistin.“ Berufsbilder sind komplex geworden, gerade in der Kreativ- und Medienbranche. Und sie entwickeln sich rasend schnell weiter!

Fragt mich bitte einfach in den Kommentaren, wenn ich noch etwas genauer erklären soll. 🙂

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7 Kommentare

  • Reply Leonie 10. April 2017 at 5:39

    Das klingt unheimlich interessant! Ich schließe gerade meine Ausbildung als Mediengestalterin ab und wenn ich so lese was ihr macht, kribbelt es mir in den Fingern auch mehr mein eingenes Ding durchzuziehen. Aber für die Selbstständigkeit fehlt mir (noch) der Mut. Und ich finde es echt beeindruckend, dass du mit deinem Mann zusammenarbeitest. Hut ab ☺

    • Reply Melina 10. April 2017 at 14:37

      Hey Leonie, dankeschön! Spannende Phase, nicht wahr? Wirst du von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen? 🙂 Wenn du gerade erst die Ausbildung abschließt, kann ich dir sowieso absolut empfehlen erstmal für einige Zeit als Angestellte zu arbeiten, bevor du dich selbstständig machst. Das ist tatsächlich ein Wagnis, da hast du Recht. Du kannst sehr wertvolle Erfahrung im Unternehmen sammeln, die du später gut gebrauchen kannst! 🙂
      Alles Liebe und viel Erfolg bei deiner Abschlussprüfung!

  • Reply Jenni 10. April 2017 at 16:48

    Liebe Melina,

    das klingt auf jeden Fall nach einem richtig kreativen Job – sowas würde ich auch gerne machen, irgendwann einmal (zuerst muss erstmal fertig studiert werden 😉 ). Wohl aber weniger in der technischen als allgemein in der frei-kreativ-austobenden Richtung.
    Faszinierend finde ich auch, dass du das mit deinem Mann zusammen machst – eine tolle Sache! Ein wenig mutig vielleicht (nicht, dass man sich auf den Senkel geht irgendwann), aber für mich wäre das definitiv auch eine Überlegung wert, mich mit meiner besseren Häflte zu einem kreativen Duo zusammenzuschließen. 🙂

    Danke dir für den kleinen Einblick – und weiterhin viel Erfolg euch beiden!

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply Lux und Poppy 14. April 2017 at 10:13

    Finde ich super, dass du mit deinem Mann zusammen eine Agentur aufgebaut hast! Wünsche euch ganz viel Spaß & Erfolg weiterhin!

  • Reply Jagoda 22. April 2017 at 12:25

    Hi! und das ist eben toll! etwas machen was nicht unbedingt das Geld bringen muss! Es ist nichts schönes wie ein Hobby! und wenn du durch das Hobby jemandem helfen kann ist das schon klasse!
    Als ich deine Webseite gefunden war ich sofort begeistert! gerade solche Thema sind interessant! Die tausende Life – Blogs sind natürlich auch interessant aber außerdem braucht man auch wie du geschrieben hast die mehr ernste Themen. Deshalb lese ich gern deine Blog-Posts und warte immer ganz ungeduldig auf einen nächsten Beitrag:) mach das so weiter! Ich würde mir auch wünschen meinen Blog so entwickeln kann, dass ich das schönes Gefühl das du hast habe . Ich habe von einem Monat angefangen . Leider sind inzwischen viele andere Sachen passiert und muss schon beim Start sozusagen den Blog auf die Seite ablegen 🙁 Ich hoffe jedoch dass ich mich nicht dadurch entmutigen lasse 🙂
    Dein Arbeit scheint mir ebenfalls ganz interessant zu sein! es is wirklich schön dass du die zusammen mit deinem Mann machen kannst! Was ich dir noch beneiden kann, ist der Spaß der du dabei hast! du machst was du liebst und hast du dabei deinen Man bei dir! Schön! mach so weiter und sei Vorbild für Andere 🙂

  • Reply Jagoda 22. April 2017 at 12:30

    sorry für meine Fehlern. Erst nach dem Senden ist mir aufgefallen dass ich nicht ganz korrekt geschrieben habe :/ Leider ist die deutsche Sprache nicht ganz einfach 🙂

    • Reply Melina 24. April 2017 at 18:17

      Hi Jagoda, ich freue mich total, dass du mir geschrieben hast. 🙂 Fehler sind doch gar nicht schlimm!
      Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Blog! Am wichtigsten ist es, dranzubleiben und nicht aufzugeben. Wie oft du es schaffst zu posten, ist gar nicht das Entscheidende. 🙂
      Liebe Grüße
      Melina

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